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Einblick in die Geschichte, 03/2006
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In Frieden und Freundschaft
C.A.V.-Bosch Ltd. gegründet |
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"Unsere Freunde waren ... vertragstreu im vollen Umfang und Sinne des Wortes." Robert Bosch war voll des Lobes über die Firma Joseph Lucas Ltd. in Birmingham. Die Kooperation, die mit der Gründung der C.A.V.-Bosch Ltd. 1931 besiegelt wurde, erwies sich als ausgesprochen erfolgreich.
Bereits 1898 hatte Bosch seine erste Auslandsvertretung im Vereinigten Königreich eröffnet. Nach der Enteignung im Ersten Weltkrieg konnte Bosch in den 1920er Jahren wieder eine Vertriebsgesellschaft in Großbritannien aufbauen. Der Zugang zum Markt fiel jedoch immer schwerer, weil England inzwischen Importzölle eingeführt hatte. Bosch sah sich gezwungen, im Land selbst zu produzieren. Kooperation mit englischem Partner Aus Verhandlungen mit Joseph Lucas Ltd. ging 1931 die C.A.V.-Bosch Ltd. hervor. Damit produzierte Bosch erstmals in Großbritannien. Das Abkommen umfasste den uneingeschränkten Austausch aller Patente der Robert Bosch AG und der Joseph Lucas Ltd. Die Zusammenarbeit mit dem britischen Partner gestaltete sich hervorragend.
Ein Gentleman´s Agreement Mit der drohenden Gefahr eines neuen Krieges machte man sich bei Bosch Gedanken, wie einer erneuten Enteignung der Auslandsvertretungen vorgebeugt werden könnte. So kam es 1937 zum Verkauf des Aktienkapitals an der C.A.V.-Bosch Ltd. und der Aktien der Bosch Ltd. an Lucas. Gleichzeitig vereinbarten beide, dass der Erfahrungs- und Patentaustausch langfristig gesichert werden solle. Nach 1945 vertrieb Lucas bald wieder Bosch-Erzeugnisse. 1954 konnte Bosch die britische Gesellschaft zurückkaufen und erhielt auch seine Markenrechte zurück. Eine neuerliche Produktion in Großbritannien konnte Bosch jedoch erst 1991 mit der Einweihung des Generatorenwerks in Cardiff wieder aufnehmen.
Start zu einem Betriebsausflug im Jahr 1931: Die Mitarbeiter der C.A.V.-Bosch Ltd. vor der Fabrik in London-Acton. |

