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EinBlick in die Geschichte, 05/2004
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25 Jahre Bosch-Motronic: Denkfabrik im Motorraum
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Im Mai 1979 lief das erste Automobil mit Bosch-Motronic vom Band. Mit diesem Datum läutete Bosch ein neue Ära der Motorsteuerungen ein: In der Motronic waren die Steuerung von Zündung und Benzineinspritzung in einer zentralen Steuereinheit zusammengefasst.
Zündung und Benzineinspritzung gehören seit jeher zu den Kernkompetenzen von Bosch. Benzineinspritzsysteme für Automobile bietet Bosch seit 1952 an. Ziel waren Verbrauchsersparnis und Leistungssteigerung. Die Fertigung von Zündsystemen für Kraftfahrzeuge begann Bosch 1897 mit der Magnetzündung. Sie war das erste betriebssichere System zur Entzündung des Benzin-Luft-Gemisches in Automobilen. Aus Preisgründen setzte sich seit den 20er Jahren die Batteriezündung durch, die konstruktiv bis heute die Basis moderner Zündsysteme bildet. Die zwei Entwicklungsstränge Zündung und Einspritzung führte Bosch durch die seit 1973 laufenden Arbeiten am Projekt „Motronic" zusammen. Kern der Motronic ist ein elektronisches Steuergerät, das aus einem Miroprozessor und einem Speicher besteht und Zündung wie auch Einspritzung kombiniert regelt. Im Speicher ist ein Arbeitsprogramm mit Daten zur Bestimmung der Einspritzmenge und des Zündzeitpunkts abgelegt. Durch Sensoren werden dem Mikroprozessor für jeden Einspritz- und Zündvorgang – also bis zu über 6.000 mal pro Minute und Zylinder – Informationen zur Ansaugluftmenge, Drehzahl, Kurbelwellenstellung sowie Ansaugluft- und Motortemperatur geliefert. Durch Abgleich mit den Programmdaten errechnet der Prozessor die individuellen Erfordernisse für den nächsten Einspritz- und Zündvorgang. Im Programmdatenspeicher sind allein 4.096 verschiedene Möglichkeiten eines individuellen Zündzeitpunkts gespeichert. Diese Konstruktionsweise spart Bauelemente, schließt Fehlerquellen aus und erhöht die Betriebssicherheit der Motronic gegenüber herkömmlichen Systemen. Nach dem Anlauf der ersten Generation baute Bosch die Leistungsfähigkeit und Anwendbarkeit der Motronic weiter aus. Allein von 1983 bis 1988 investierte das Unternehmen rund 1,5 Milliarden Mark in die Weiterentwicklung von Motorsteuerungssystemen, rund 1.200 Ingenieure und Techniker wurden in die Arbeit an Benzin- und Zündungssystemen und deren ergänzenden Komponenten einbezogen. Mit jeder Modellgeneration präsentierte Bosch praxisgerechte Verbesserungen: Die Motronic M3 (1989) verfügte über Prozessoren und Programme, die dem System zur Lernfähigkeit verholfen: Dieses System passte sich dem allmählichen Motorverschleiß an. Mit der Mikrohybridtechnik reduzierte Bosch ab 1996 die Zahl der Einzelbausteine und die Baumaße beträchtlich. Ab 2000 war die Motronic-Version MED7 für die neu eingeführten Benzin-Direkteinspritzer erhältlich. Sie bewies damit ihre Kompatibilität mit neuen Motorkonzepten, mit denen auch im 21. Jahrhundert Benzinverbrauch und Emissionen deutlich reduziert werden können. |
Der 7er BMW mit Motronic
![]() Im August 1979 war das Flaggschiff der BMW AG, die 7er Reihe, erstmals mit Bosch Motronic zu haben. Tester lobten den ungewöhnlich geschmeidigen Lauf des Reihensechszylinders im 732i.
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