EinBlick in die Geschichte, 09/2004

Durch alle Krisen aufwärts: Erste Bosch-Vertretung in Italien
1904 übernahm die Firma Dénes Friedmann die Vertretung für Bosch-Produkte in Italien und eröffnete in Mailand ein Verkaufsbüro mit einer Werkstatt. Die Vertretung expandierte innerhalb weniger Jahre rasch und wurde 1908 von Bosch übernommen. Im Ersten Weltkrieg verlor Bosch zwar seine Vertretung in Mailand, konnte aber bereits 1919 den Handel mit Bosch-Produkten wieder erfolgreich aufnehmen.

Ab 1922 übernahm die italienische Aktiengesellschaft "Società Anomina per il commercio di materiali Robert Bosch" den Vertrieb der mittlerweile erweiterten Bosch-Produktpalette unter der Führung von Ludwig Winterberg, der bereits vor dem Krieg die Geschäfte sehr erfolgreich geleitet hatte. 1922 und 1923 konnten auch in Rom und Turin Verkaufsstellen eröffnet werden, ein Jahr darauf wurde ein erneuter Umzug der Mailänder Vertretung in ein größeres Gebäude notwendig. Das Jahr 1935 brachte für Bosch eine weitere Ausweitung des Italiengeschäfts durch den Zusammenschluss mit der Firma Fabbrica Italiana Magneti Marelli. Die beiden Firmen gründeten die Verkaufsgesellschaft MABO S.A. in Mailand und beschlossen die gemeinsame Produktion und den Vertrieb von Bosch- und Marelli-Erzeugnissen in Italien und dessen weiträumigen Kolonien in Nordafrika.

Der Zweite Weltkrieg hatte abermals den Verlust der Italien-Vertretung zur Folge. Durch den Erwerb der Scintilla AG gelang es Bosch jedoch bereits 1947 in Italien wieder Fuß zu fassen. Drei Jahre später wurden neue Verträge zwischen Bosch und MABO-Marelli geschlossen.1959 schließlich konnte die Robert Bosch S.p.A. in Mailand wieder gegründet werden. Damit ging auch die Generalvertretung der Bosch-Produkte für Italien von der MABO an die Robert Bosch S.p.A. über.

Italienische Mechaniker
Mechaniker in der Mailänder Werkstatt 1921