Die archivierten Nachlässe stammen nicht nur von ehemaligen Mitarbeitern des Unternehmens, sondern auch von Personen, die aus dem Umfeld der Bosch-Gruppe stammen und beispielsweise einen engen Kontakt zur Geschäftsführung oder auch zum Unternehmensgründer Robert Bosch pflegten.
Deshalb spiegeln sich in manchen Nachlässen auch Themen wider, die aus der Sicht des Unternehmens nur am Rande liegen, aber wichtige Beispiele für die Verbindung von Bosch in den gesellschaftlichen Raum hinein liefern können. Der Nachlass von Theodor Bäuerle ist ein gutes Beispiel dafür.
Nachlässe

Einen weiteren Bestandteil des Schriftgutarchivs bilden die Nachlässe. Sie bestehen aus persönlichen Dokumenten und Zeugnissen, Briefen, Veröffentlichungen und weiterem mehr, die zur Erforschung der Unternehmensgeschichte einen besonderen Beitrag leisten können.
Theodor Bäuerle (1882 – 1956) war ein enger Vertrauter des Unternehmensgründers Robert Bosch. Er war auch Geschäftsführer des Stuttgarter Vereins zur Förderung der Volksbildung, von dem in der Weimarer Zeit viele wegweisende Bildungsinitiativen für Württemberg ausgingen und der Träger der Stuttgarter Volkshochschule war.
Außerdem betreute Bäuerle verschiedene Ausbildungsstiftungen wie die Markelstiftung und die Bosch-Jugendhilfe. Der Bäuerle-Nachlass wurde 1980 zwischen dem Bosch-Archiv und dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart aufgeteilt. Der Teil, der im Zusammenhang mit Bäuerles Arbeit bei Bosch stand, verblieb bei der Historischen Kommunikation. Er umfasst ungefähr 7 Regalmeter Akten in ca. 300 Verzeichnungseinheiten.

Theodoer Bäuerle (1882 - 1956)