Wenn Hubert Benzel sich zu Hause ins stille Kämmerchen zurückzieht, ist dies oftmals die Stunde der Geistesblitze, der Ideen, der Lösungen. „Tatsächlich kommen mir die meisten Einfälle, wenn ich Muße habe. Ich entspanne, leere den Kopf. Dann kommt es vor, dass plötzlich der entscheidende Einfall wie selbstverständlich da ist. Hinterher fühle ich mich unglaublich erholt und wohl“, erzählt der Erfinder. Andere vertiefen sich in ein Buch oder lauschen der Lieblings-CD – Hubert Benzel löst zur Erholung technische Probleme.
Der 44-Jährige beschäftigt sich vor allem mit der Entwicklung mikromechanischer Drucksensoren. Das Thema hat es ihm schon zu Studienzeiten angetan. Damals steckte der Bereich noch in den Kinderschuhen und der Professor riet dem Nachwuchswissenschaftler Benzel ab: „Lass die Finger davon. Damit lässt sich nix verdienen.“ Doch der Student der Elektrotechnik ließ sich nicht beirren und schrieb sein erstes Patent. „Es hat mich schon immer fasziniert, etwas zu tun, was noch niemand vorher gemacht hat.“
Heute entwickelt Bosch mikromechanische Sensoren zum Beispiel für die Messung von Druck, Massenfluss, Beschleunigung und Drehrate – rund 400 Millionen dieser kleinen Hochleistungsgeräte gingen zumeist in den anspruchsvollen Markt der Automobilelektronik. Allein die Drucksensoren für Bremskraftverstärker, Öldruck oder auch im Bereich der Kraftstoffeinspritzung sind in nahezu allen Motoren vertreten. Es werden aber auch neue Märkte erobert. So werden Ducksensoren etwa auch in einem so genannten Altimeter eingesetzt, mit dem in Handys die barometrische Höhe, in der man sich befindet, angezeigt werden kann.
Erfinder bei Bosch - Hubert Benzel

Geistesblitze zur Entspannung
Nachgefragt
Was ist Ihr Erfolgsrezept? Warum sind Sie erfinderisch? Wir arbeiten oft an den Randbedingungen der Fertigung. Die Herausforderung besteht darin, mit möglichst kleinem Aufwand immer wieder neue (Herstell-)Prozesse zu etablieren. Manchmal helfen da nur richtig gute Ideen.
Wobei haben Sie die besten Ideen?
Z.B. in der Kaffeepause beim Gespräch mit Kollegen. Manchmal nachts, statt "Schäfchen zählen".
Wer ist ihr Vorbild und warum?
Ein konkretes Vorbild habe ich nicht. Abstrakt ist es der Versuch, besser zu sein als die Konkurrenz, um dadurch Kundenaufträge zu bekommen.
Wobei haben Sie die besten Ideen?
Z.B. in der Kaffeepause beim Gespräch mit Kollegen. Manchmal nachts, statt "Schäfchen zählen".
Wer ist ihr Vorbild und warum?
Ein konkretes Vorbild habe ich nicht. Abstrakt ist es der Versuch, besser zu sein als die Konkurrenz, um dadurch Kundenaufträge zu bekommen.
Bosch Europractice
Bosch ist Partner des europäischen Förderprogramms für die Entwicklung und Fertigung von Mikrosystemen.