Der Clou ist die Verwendung eines neuen Materials. Statt des Sintermetalls haben Thüner und dessen Team Cordierit eingeführt. Das Mineral ermöglicht dünnere Wände und eine feinere Wabenstruktur, wodurch sich die Filterfläche auf insgesamt rund einen Quadratmeter erhöht. Je größer die Fläche, desto mehr Ruß setzt sich ab und gelangt nicht in die Luft. Saubere Lösungen sind Thüners Anliegen. Die Möglichkeit, „konkret etwas für die Verbesserung der Luft zu tun“, veranlasste den 37-jährigen Chemiker 2001, die Stelle bei Bosch anzutreten.
Beim Partikelfilter sei eins zum anderen gekommen. Von „Abfallprodukten“ spricht Thüner bescheiden, eigentlich seien erfolgversprechende Entwicklungsschritte patentrechtlich abgesichert worden. Jedenfalls gingen 20 Patentanmeldungen aus dem Projekt hervor. Seit November 2006 hat er ein neues Aufgabengebiet. Der Chemiker wechselte in die technische Kundenbetreuung, „weil mich auch die Realisierung unserer Entwicklung beim Kunden interessiert“. Allerdings kommt aufgrund anderer Anforderungen der Forscherdrang etwas zu kurz und Thüner ist „gespannt, ob mir etwas fehlen wird“.
