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Bosch Global

Moderne Stadt am Meer mit Yachthafen.

„Lebenswert, vernetzt, nachhaltig“

Experten Interview: Die smarte Stadt der Zukunft

5 Minuten Lesezeit

Alanus von Radecki ist Leiter des Competence Teams Urban Governance Innovation am Fraunhofer IAO und Leiter des Innovationsnetzwerk „Morgenstadt: City Insights“. Im Interview spricht er über Herausforderungen und Lösungen für die smarte Stadt der Zukunft.

„Städte müssen eine intakte Infrastruktur kostengünstig bereitstellen“

Was sind die Herausforderungen für die Städte der Zukunft? Welche Lösungen werden gebraucht?
Die Herausforderungen von Städten sind vielfältig – und da Städte in erster Linie soziale und politische Gebilde sind, stehen soziale Fragen immer weit oben auf der Agenda von Stadtverwaltungen und Bürgermeistern: So gilt es, die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen für eine prosperierende Wirtschaft, die Arbeitsplätze schafft und sichert und sozialen Ausgleich ermöglicht in Zeiten des digitalen Wandels. Zudem müssen Städte eine intakte Infrastruktur kostengünstig bereitstellen – vor allem ein funktionierendes Mobilitätssystem. Aber auch die städtische Sicherheit und der Katastrophenschutz sind wichtige Faktoren. Ebenso gute Bildungs- und Gesundheitsangebote sowie erschwinglicher Wohnraum – sprich ein attraktiver Lebensraum für alle Einwohner.

Mit zunehmendem Wohlstand sind für Städte weitere Aspekte wichtig, wie ausgeglichene Finanzen, sowie Strom, Wärme und Kälte möglichst kostengünstig aus erneuerbaren Energien bereit zu stellen. Außerdem gute Recycling- und Entsorgungs-Dienstleistungen, saubere Luft und sauberes Wasser, attraktive Bedingungen für innovative Unternehmensgründer, Studierende und Wissenschaft.

Smart Cities müssen eine intakte Infrastruktur kostengünstig bereitstellen.
Foto: Depositphotos/ leungchopan
Die Smart City soll ein attraktiver Lebensraum für alle Einwohner sein.

Städte benötigen aus diesem Grund Lösungen, die sowohl einen Beitrag zu einer sicheren, effizienten, lebenswerten Stadt leisten – zum Beispiel qualitativ hochwertige Verkehrsinfrastruktur – aber gleichzeitig das Potenzial für Innovationen und wirtschaftliches Wachstum beinhalten – wie etwa eine datenbasierte Verkehrsinfrastruktur, auf der neue Dienstleistungen wir Car-Sharing- oder Quartiers-Logistik-Angebote aufsetzen können. Je mehr eine Smart-City-Plattform zur Lösung unterschiedlicher Probleme beitragen kann, umso eher wird sie eingesetzt.

Welche Technologien machen eine Smart City smart und innovativ?

1. Hybride Energiesysteme, in denen die Erzeugung, Speicherung und Nutzung von Erneuerbaren Energien „barrierefrei“ zwischen Gebäuden, Stromnetz, Wärmenetz und Nutzern fließen kann. Idealerweise mit ökonomischen Anreizsystemen – wie zum Beispiel Mietstrom-Modellen –, die den Nutzer als Konsument und Produzent in das System einbinden.

2. Multimodale Verkehrssysteme, die weitestgehend auf Strom aus Erneuerbaren Energien beruhen. Dabei werden sowohl konventionelle öffentliche Transportsysteme, Elektrofahrzeuge und Ladetechnologien, als auch Buchungs-, Routing- und Informationssysteme benötigt, die den Nutzen von öffentlicher Mobilität attraktiver machen und hierdurch die Nutzung des privaten Fahrzeugs in der Stadt zunehmend obsolet machen.

3. Interoperable Software-Plattformen, in denen alle möglichen Daten kombiniert, analysiert und aufbereitet werden können, um urbane Dienstleistungen zu verbessern beziehungsweise neue Services anbieten zu können.

Multimodale Verkehrssysteme sind ein wichtiges Element der Smart City.
Foto: Depositphotos/ leungchopan
Smart Cities führen zu einer höheren Lebensqualität.

Wie wird sich die Lebensqualität für die Städter erhöhen, welchen Nutzen stiftet ihnen eine smarte Stadt?

Smarte Städte bieten besser genutzten Raum, weniger Fahrzeuge, bessere Luftqualität, eine höhere Effizienz von städtischen Dienstleistungen, was zu einer höheren Lebensqualität führt. Zudem mehr berufliche und ökonomische Chancen und eine bessere Vernetzung mit der Community.

„Städtische Services müssen auch digital angeboten werden“

Wie wird das Angebot von Stadtverwaltungen persönlicher und kundenfreundlicher?

Stadtverwaltungen müssen auf unterschiedlichen Ebenen aktiv sein. Sowohl in der direkten Interaktion mit den Bürgern – zum Beispiel bei Beteiligungsprozessen oder in Bürgerbüros –, als auch in der digitalen Interaktion. Dabei müssen sie ihre Prozesse verbessern, ihre Infrastruktur vernetzen und die städtischen Services auch alle digital anbieten.

Die smarte Stadt der Zukunft ist lebenswert, vernetzt und nachhaltig.
Foto: Depositphotos/ gyn9037

In drei Worten: Wie sieht die smarte Stadt der Zukunft aus?

Lebenswert, vernetzt, nachhaltig.

Alanus von Radecki, Smart-City-Experte

Smart-City-Experte Alanus von Radecki
Foto: Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Neben seinen Tätigkeiten in der Projektkoordination und Steuerung liegt sein Arbeitsschwerpunkt im Bereich „Urban Governance“ sowie in der Systemanalyse und Komplexitätsforschung mit direktem Bezug zu urbanen Systemen. Von Radecki arbeitet seit Jahren eng an der Schnittstelle zwischen städtischen Institutionen und Privatwirtschaft. Parallel zu seiner Rolle am Fraunhofer IAO ist er der Lead Expert für das URBACT Netzwerk SmartImpact und berät in dieser Funktion Städte wie Stockholm, Manchester, Eindhoven, Porto, Dublin, Zagreb und weitere zur Transformation des Governance-Systems innerhalb der Stadtverwaltung und darüber hinaus.

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