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Energiemanagement XXL

Rekord-Solaranlage am indischen Bosch-Standort in Nashik

6 Minuten Lesezeit

Weniger Ressourcenverbrauch, Emissionen und Kosten – Energieeffizienz hat viele Formen. Eine davon lässt sich im indischen Nashik beobachten: Dort betreibt Bosch die größte Solaranlage der indischen Automobilindustrie. Im Jahr 2018 soll sie erstmals den gesamten Energiebedarf des Standorts durch Solarstrom decken.

Mit der Kraft der Sonne

Solaranlage in Nashik von oben gesehen

36 000 Solarpaneele – so viele Module hat der Bosch-Standort in Nashik auf seinem Gelände installiert. Das Werk in der indischen Metropole ist spezialisiert auf die Herstellung von Komponenten für Kraftstoffeinspritzsysteme. Um den dabei anfallenden Energieaufwand und CO2-Ausstoß zu senken, setzt der Standort auf die landesweit größte Photovoltaikanlage in der indischen Automobilindustrie. In drei Projektphasen hat das Team dafür seit 2015 tausende Solarpaneele auf Gebäudedächern, Parkplätzen und freistehenden Flächen platzieren lassen.

Wenig Wasser - große Wirkung

Eine wichtige Voraussetzung für den optimalen Betrieb der riesigen Solaranlage ist eine gründliche Reinigung der Module. Dafür haben die Bosch-Experten eine innovative und kostengünstige Lösung entwickelt: Ein Sprinklersystem mit speziellen Drüsen besprüht die Paneele in einem 360-Grad-Winkel unter gleichmäßigem Druck mit Wasser. Dieses wird anschließend mehrfach recycelt und dank eines neues Ozonisierungssystems umweltschonend gereinigt: Wo früher in der dritten Stufe der Reinigung des Abwassers Chlor zum Einsatz kam, säubert Bosch das Wasser nun durch das Oxidationsmittel Ozon. Dieses sehr reaktive Gas wirkt desinfizierend und reagiert schnell mit organischen Wasserinhaltsstoffen.

Nachhaltiger Betrieb

Das Ergebnis des smarten Energie- und Wassermanagements in Nashik: Einsparungen in Höhe des Energieverbrauchs von rund 16 700 Haushalten und eine Senkung des Wassereinsatzes um 1,4 Milliarden Liter. Mit einer Spitzenleistung von 10 MWp erzeugt die Solaranlage heute bereits mehr als 40 Prozent der vom Werk benötigten Energiemenge. Ziel ist es, im Jahr 2018 den gesamten Energiebedarf am Standort Nashik durch Solarstrom zu decken.

14 600

Megawattstunden Energie sparte Bosch 2017 am Standort Nashik ein.

Rundum energieeffizient

Die neue Anlage ist Teil eines ganzheitlichen Ansatzes für nachhaltiges Energiemanagement, der auf drei Säulen fußt. Zum einen erhöht Bosch Nashik systematisch die Energieeffizienz entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Zum anderen werden die Energiekosten für die Versorgung der Werke durch präzise Verbrauchsanalysen und -vorhersagen kontinuierlich gesenkt. Drittens fördert der Standort Projekte, die den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben. Auf diese Weise verringerte Bosch Nashik seinen CO2-Ausstoß in den vergangenen vier Jahren um 31 000 Tonnen – und sparte 35 Millionen Kilowattstunden Energie ein.

Systematisches Engagement

Im Rahmen des Sustainable Development Goal 9 der Vereinten Nationen treibt Bosch die Entwicklung umweltfreundlicher Technologien weltweit voran. Um das Engagement zu systematisieren und eine kontinuierliche Weiterentwicklung zu gewährleisten, setzt Bosch das Energiemanagementsystem nach ISO 50001 um. 2017 waren bereits 54 Fertigungsstandorte extern zertifiziert. Das entspricht einem Anteil von 19 Prozent. Unabhängig davon findet ein Bosch-weites Energie- und CO2-Controlling an allen Fertigungs- und größeren Entwicklungsstandorten statt. Darüber hinaus entwickelt beispielsweise die Initiative GoGreen gemeinsam mit der Bosch-Forschung und Universitäten neue Energiespar-Technologien.

Fazit

Der Bosch-Standort im indischen Nashik arbeitet dank eines ganzheitlichen Energie- und Wassermanagements besonders effizient. Um Ressourcen zu schonen und Emissionen zu reduzieren, setzt Bosch zudem weltweit auf smarte Prozesse und systematische initiativen.

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