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Ein Containerschiff auf hoher See.
Welternährungstag 2017

Vom Feld bis auf den Tisch

12 Minuten Lesezeit

Jedes Jahr werden rund vier Milliarden Tonnen Lebensmittel produziert. Ein gutes Drittel davon verdirbt, ohne je auf dem Teller zu landen. Der ökonomische und ökologische Schaden ist enorm. Zu den Gründen zählen mangelhafte Transport- und Lagermöglichkeiten, Fehler bei der Ernte und die Verschwendung durch Markt und Verbraucher. Anlässlich des Welternährungstages werfen wir einen Blick auf die Bereiche, in denen Bosch einen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit in der Lebensmittelproduktion und –verwertung leistet.

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Darstellung der weltweiten Lebensmittelverschwendung von rund vier Milliarden Tonnen pro Jahr.
Darstellung der ökonomischen Kosten von Lebensmittelverschwendung von rund 2,6 Milliarden US Dollar im Jahr.
Darstellung der jährlichen Wasserverschwendung für letztlich ungenutzte Lebensmittel, es sind etwa 1,7 Milliarden gefüllte Badewannen.
Darstellung der Fläche, die produzierte, aber ungenutzte Nahrung einnimmt: fast 1,4 Milliarden Hektar Land.

Frühe Anfänge

Kälberaufzucht auf dem Boschhof, Mooseurach (Deutschland), 1926
Kälberaufzucht auf dem Boschhof, Mooseurach (Deutschland), 1926

Die Verbindung eines Technologiekonzerns zur Landwirtschaft erschließt sich vielleicht nicht auf den ersten Blick. Dabei existiert diese bereits seit mehr als hundert Jahren.

Robert Bosch selbst gründete nach dem Ersten Weltkrieg einen Bauernhof in Oberbayern. Aus sieben ehemals selbstständigen Bauernhöfen entstand der Boschhof. „Damals schien es mir eine Großtat, aus einem Sumpfe ein Land zu machen, auf dem Milch und Honig flösse“, sagte der Firmengründer damals. Mit dem Einsatz modernster Techniken sollten qualitativ hochwertige Produkte erzeugt und regional vermarktet werden. Gleichzeitig schuf Robert Bosch ein wahres Vogelparadies – als natürliche Methode zur Schädlingsbekämpfung. Auf dem Hof Mooseurach baute Robert Bosch ein Haus für die Familie und errichtete Wohnhäuser für seine bald über 300 Beschäftigten.

Vom Hof zur Hydraulik

Lanz Motorpflug zur Bearbeitung der Äcker auf dem Boschhof, 1927
Lanz Motorpflug zur Bearbeitung der Äcker auf dem Boschhof, 1927

1942 begann das Unternehmen, in der Ausrüstung für Agrarmaschinen ein Geschäftsfeld aufzubauen. Kraftraubende Handarbeit dominierte damals von der Aussaat bis zur Ernte. Hier setzte Bosch an: Die Arbeit auf den Äckern sollte durch sinnvoll eingesetzte Technik erleichtert werden.

Den Anfang machte ein Kraftheber, der es ermöglichte, das beschwerliche Heben und Senken des Pfluges mit Hilfe des Motors am Traktor zu bewerkstelligen: Mithilfe hydraulischer Technik ließ sich die sonst so schweißtreibende Arbeit fast kinderleicht bewältigen.

Heute aber ist es nicht mehr die Hydraulik, die die Verbindung von Bosch zur Landwirtschaft markiert, sondern Robotik, Sensorik und Vernetzung. Sensorik, die Bosch sonst für Autos und Smartphones liefert, eignet sich, in Spargeläcker gepflanzt, auch für die Erfassung von Wetterbedingungen, um per App den richtigen Zeitpunkt für die Ernte, das Wässern, oder das Abdecken der Pflanzen gemeldet zu bekommen.

Erst Spargel, dann Austern

Bosch-Technologie kommt auch „down under“ zum Einsatz: Das Start-up „The Yield“ fokussiert sich auf landwirtschaftliche Technologien, die den Farmern helfen, ihre Ernte optimal und nachhaltig zu gestalten – beispielsweise bei der Austernzucht.

Fortschritt mit vernetzter Technologie

Eine Frau steht im Wasser und prüft Austern.
Austernzucht in Australien

Austern sind sogenannte Filter-Tiere, die bei Regen schädliche Stoffe aufnehmen. Dadurch kommt es oftmals zum Ernte-Stopp durch die Behörden. Moderne Sensoren ermöglichen es nun, für die Ernte wichtige Parameter festzustellen: Salzgehalt, Temperatur und Luftdruck können exakt bestimmt werden. Auch Wassertiefe und Gezeiten werden gemessen. Durch eigens patentierte Algorithmen und eine intelligente Software werden die Daten erfasst und in Echtzeit für den Farmer einsehbar. Dies ermöglicht die rechtzeitige Ernte und trägt dazu bei, Verunreinigungen oder drohende Krankheiten wie beispielsweise das Pacific Oyster Mortality Syndrome (POMS) früh zu erkennen und zu verhindern.

Die Software läuft über den Partner und Investor Bosch, der in einem Rechenzentrum auch die Technologie bereitstellt, um die Daten zu sammeln und aufzunehmen: Sensoren, die eigentlich für Fahrzeuge verwendet werden, finden nun in der Landwirtschaft einen neuen Nutzen.

Nächster Schritt: die revolutionäre Verpackung

Wer Zucker oder Mehl kauft, findet nicht selten unerwünschte Reste in der Einkaufstausche und später im Küchenregal. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch eine Quelle der Verschwendung. Bosch Packaging hat nun in Zusammenarbeit mit dem schwedischen Papierspezialisten BillerudKorsnäs eine Innovation präsentiert, die dem ein Ende setzt: die weltweit erste gesiegelte Papierverpackung.

Durch ein neues Verfahren können trockene Produkte wie Zucker, Getreide, Mehl oder Pulver statt in Kunststofffolie staubdicht in nachhaltigem Monomaterial-Papier verpackt werden, das ohne zusätzliche Kunststoffanteile auskommt. Händler und Verbraucher profitieren von sauberen Regalen, hohem Produktschutz und verbesserter Nachhaltigkeit.

Bosch-Lösung im Transport: smarte Container

Ein beträchtlicher Anteil der Lebensmittel verdirbt, bevor sie den Verbraucher erreichen. Der größte Verlust ist beim Transport zu verzeichnen. Was tun?

Eine Kiste Bananen mit Sensor, der die Außenbedingungen überwacht.
Sensoren in Transportkisten überwachen die äußeren Bedingungen, sodas sie bei Bedarf schnell angepasst werden können.

In Zusammenarbeit mit Dole, dem weltgrößten Produzenten für Obst und Gemüse, hat Bosch drei Versuche mit sogenannten „smarten Containern“ durchgeführt. Einige Kisten mit Bananen wurden beim Beladen in Costa Rica mit Sensoren ausgestattet, die beispielsweise die Temperatur oder Konzentration von Ethylen (entsteht beim Reifeprozess) messen.

Während der Verschiffung nach Europa können diese Bedingungen konstant gemessen werden; die Sensoren senden die Daten via Cloud an ein Überwachungszentrum. So kann, wenn nötig, schnell eingegriffen werden. In smarten Containern konnte der Verlust um die Hälfte auf rund 20 Prozent reduziert werden.

Vorausschauend planen: Nachhaltigkeit in Bosch-Kantinen

Köche in der Kantine der Bosch-Zentrale in Stuttgart.
Köche in der Kantine der Bosch-Zentrale in Stuttgart.

Erstaunlich viel Essen landet zudem schlichtweg im Müll. In großen Küchen und Betriebskantinen, wo große Mengen an Essen verarbeitet werden, fällt dies noch mehr ins Auge.

In die Organisation eingebundene Mitarbeiter in Bosch-Kantinen sind für dieses Thema sensibilisiert. Mit Hilfe von Warenwirtschaftssystemen werden Angebotsmengen, Einkauf und die Zubereitung der Gerichte kalkuliert. „Wir versuchen, möglichst genau abzuschätzen, was eingekauft und produziert werden soll“, sagt Marc Seidel vom Standort Schwieberdingen.

Aufgrund von Hygienevorschriften sei das aber nur begrenzt möglich – verderbliche Lebensmittel wie Salat müssen in jedem Fall entsorgt werden. Zubereitete, aber nicht ausgegebene Gerichte, die nicht so schnell verderblich sind, können wiederverwendet werden. Jeden Mittag zieht der Küchenchef mit seinem Team Bilanz: was wurde gut angenommen, was weniger gut, wo musste viel entsorgt werden? Das hilft, auch in Zukunft nachhaltiger zu planen.

Zusammenfassung

Vom Feld bis auf den Tisch: In der Kette der Lebensmittelproduktion leistet Bosch einen Beitrag für mehr Produktivität und Nachhaltigkeit.

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