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Bosch Global

Eugene Kaspersky vor einem magenta-violett-farbenen Hintergrund
Experts@IoT

Mr. Cybersecurity schlägt Alarm

Eugene Kaspersky, Gründer Kaspersky Lab

7 Minuten Lesezeit

27.04.2018

Eugene Kaspersky ist einer der weltweit bekanntesten Experten für Cybersecurity. Sein Job? Der Kampf gegen Cyberkriminalität. Er selbst nennt sich paranoid – und meint: Das Verständnis von Privatsphäre wird in Zeiten von Big Data bald ein anderes sein.

Sind unsere Daten sicher?

Auf diese Frage hat auch Eugene Kaspersky keine einfache Antwort – und holt erst einmal aus. „Wir profitieren von der Schönheit der Cyberworld. Neue Technologien arbeiten schneller, Kommunikation funktioniert direkter und die Menschen genießen es.“ Er sagt aber auch: „Es gibt Sicherheitsprobleme.” Die Bekämpfung dieser Probleme ist für ihn Beruf und Berufung. 1997 gründete Kaspersky das international tätige IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky Lab. Inzwischen gilt seine Firma als erste Anlaufstelle, wenn irgendwo auf der Welt gegen groß angelegte Cyberattacken gekämpft werden muss.

450 Milliarden Euro

Die Kosten der Bekämpfung von Cyberkriminalität pro Jahr laut Kaspersky.

Kasperskys persönliches Ziel? Eine nicht zu hackende Welt. "Wir arbeiten daran, Cybersysteme nach unserer Definition komplett sicher zu machen. Das heißt: Für die Kriminellen muss Hacken teurer sein als der mögliche Schaden, den sie damit anrichten können. Ich weiß, dass wir dieses Level an Immunität erreichen können. Wir müssen es schaffen, dass Hacking einfach keinen Wert mehr hat.“

Eugene Kaspersky, Gründer Kaspersky Lab, im Interview auf der Bosch Connected World 2018

Bis dahin ist es aber noch weit. Kaspersky warnt davor, dass die Cybersicherheit immer stärker gefährdet werde, weil sich Cyberkriminelle professionalisieren würden. Deswegen fordert er eine Bildungsoffensive. In Russland würden Kinder bereits im Alter von zehn Jahren an herkömmlichen Schulen Computer-Unterricht bekommen, so Kaspersky. Für ihn der Hauptgrund, warum es dort so viele gute Programmierer gebe. „Und auch in Sachen Cybersecurity sind wir die Besten“, sagt Kaspersky, der in Moskau lebt. Das beste Beispiel, so seine Überzeugung, sei er ja selbst. Seine Schlussfolgerung: „Es muss viel mehr in Cyberbildung investiert werden. Sich dieser Sache erst auf der Uni anzunehmen, ist zu spät. Man muss in den Schulen starten.“ Kaspersky sieht darin ein riesiges Problem, das auf nationaler Ebene bekämpft werden müsse.

„Es muss viel mehr in Cyberbildung investiert werden.“

Eugene Kaspersky
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Weit weniger Sorgen macht Kaspersky die rückläufige Entwicklung der Privatsphäre in der Biga-Data-Welle. „Digitalisierung macht die Welt nicht sicherer oder unsicherer.” Ob es „privat” in Zukunft überhaupt noch gebe, ist für ihn eine Generationen-Frage. „Die Kinder von heute sind alle im Cyberzeitalter geboren. Sie fühlen sich total frei.“ Für seine Generation sei dieses Verständnis von Privatsphäre der nächsten Generation in etwa so ungewohnt, wie für den Ausländer die Gepflogenheiten in der deutschen Sauna, sagt Kaspersky mit Blick auf deren Freikörper-Tradition.

1 Million

Angriffe mit Schadprogrammen zwischen 1986 und 2006 laut Kaspersky Lab database.

2,2 Millionen

Durchschnittliche Angriffe mit Schadprogrammen pro Woche in 2017 laut Kaspersky Lab database.

Kaspersky will damit sagen: Was für die einen neu und ungewohnt ist, ist für die anderen selbstverständlich. Er selbst will sich von der Privatheit allerdings nicht trennen – und sichert sich auf ganz analoge Weise ab. „Ich betreibe Cybersecurity seit 30 Jahren. Und unsere Berufskrankheit ist Paranoia. Jedes Mal, wenn ich am Telefon spreche oder tippe, weiß ich – auch wenn die Gefahr gering ist – dass jemand zuschauen oder zuhören könnte. Also mache ich am Telefon nichts, das nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Das ist meine Regel.“

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Cybersecurity Experte Eugene Kaspersky im Interview

Eugene Kaspersky, 53, Cybersecurity-Experte

Eugene Kaspersky, 53, Cybersecurity-Experte

Es gibt zwei Arten von Hackern: Zum einen die Forscher, die mehr über das System lernen wollen und zum anderen die bösen Jungs, die Kriminellen.

1997 gründete der Moskauer „Kaspersky Lab“, eine IT-Sicherheitsfirma, die heute weltweit 4000 Menschen in 31 Ländern beschäftigt. 400 Millionen Kunden und 270 Unternehmen schützen ihre Computer mit Kaspersky-Software. Kritiker behaupten, Kaspersky stehe der russischen Führung viel näher, als er zugibt. In den USA sind seine Produkte auf Regierungsrechnern verboten. Kaspersky selbst klagt gegen das US Department of Homeland Security mit dem Argument, dass ihm die Behörde die Prozessrechte entzogen habe, indem sie die Software von US-Regierungsbehörden verbannt hat.

Fazit

Für Eugene Kaspersky gibt es vielerorts zu wenig Bemühungen um die Cybersicherheit. Diese sei jedoch eine nationale Angelegenheit. Die schwindende Privatsphäre bereitet ihm hingegen weniger Sorge.

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