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Henning Banthien diskutiert die Einflüsse von Industrie 4.0 auf die Arbeitswelt der Zukunft.
Experts@IoT

Arbeit 4.0 – Qualifizierung aktiv gestalten

Henning Banthien, Generalsekretär Plattform Industrie 4.0, über Veränderungen im Bildungswesen

3 Minuten Lesezeit

Industrie 4.0 verändert die Arbeit. Deshalb brauche es neue Qualifizierungsformen und -inhalte, sagt Henning Banthien. Dies sei kein leichter Gang, aber ein lohnenswerter. Am besten wäre es, wenn Schulen, Universitäten und Betriebe die neue Aus- und Weiterbildung gemeinsam gestalten würden.

Anforderungen von morgen

Die Veränderungen durch Industrie 4.0 oder Digitalisierung im Allgemeinen würden in einzelnen Betrieben in sehr unterschiedlicher Geschwindigkeit und Intensität ablaufen, erklärt Henning Banthien, Generalsekretär der Plattform Industrie 4.0. Die „eine“ Herausforderung gäbe es dabei genauso wenig, wie die „One size fits all“-Lösung. Dennoch könne man bestimmte Grundmuster in den Anforderungen erkennen: „Die Übergänge zwischen den Fachdisziplinen verschwimmen. Software-Kenntnisse gewinnen insgesamt an Bedeutung“, fasst der Zukunftsexperte zusammen. „Zudem wird es für den maschinensteuernden Arbeiter immer wichtiger, den Produktionsprozess als Ganzes zu überblicken. Er muss die Prozesse verstehen, um ‚agil’ auf Probleme reagieren zu können.“ Auch die Formen der Zusammenarbeit würden sich ändern: Gerade in Entwicklungsprozessen seien zunehmend hohe Team- und Kommunikationsfähigkeiten gefragt, statt Einzelkämpfertum, erklärt Banthien.

„Die digitale Transformation stellt uns vor Herausforderungen, eröffnet aber auch neue Gestaltungsräume und Einflussmöglichkeiten.“

Henning Banthien, Generalsekretär der Plattform Industrie 4.0
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Qualifizieren! Jetzt!

Zwei Lehrlinge vor einem Industrieroboter.

Bei Qualifizierungsmaßnahmen solle laut Banthien künftig zweigleisig gefahren werden. Einerseits müsse man langfristig denken und bereits heute das Bildungssystem fit für die Bedarfe von übermorgen machen. So sollten beispielsweise Medienkompetenz und Programmieren in den Schulen gefördert werden. Dazu müssten auch die Lehrer fit auf diesen Gebieten sein, weshalb digitale sowie informationstechnische Grundbildung zum verbindlichen Bestandteil der Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte gemacht werden solle. Andererseits dürfe man nicht vergessen, dass es heute bereits Millionen Beschäftigte in den Betrieben gäbe. „Diese sind mit ihrer primären Berufsausbildung fertig, haben aber noch ein langes Berufsleben vor sich. Solche Menschen dürfen wir nicht vergessen, sondern sollten sie in eine neue Kultur des lebenslangen Lernens einbinden und praxisnahe Weiterbildungsmaßnahmen bieten“, betont Banthien. Die digitale Transformation in den Unternehmen stelle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Personalabteilungen, Gewerkschaften und Betriebsräte vor neue Herausforderungen, würde aber auch neue Gestaltungsräume und Einflussmöglichkeiten auf die Zukunft der Unternehmen eröffnen. Banthien empfiehlt den hiervon betroffenen Personen, diese Gelegenheit anzupacken.

Weltspitze in dualer Ausbildung

Im internationalen Vergleich stehe Deutschland gut da, sagt Banthien. Besonders das duale System finde viel Zustimmung. Drei Eigenschaften würden es einzigartig machen. Erstens: Theorie und Praxis seien eng verzahnt. Das sei didaktisch sinnvoll und sorge für eine starke Anwendungsrelevanz. Zweitens: Die Ausbildungsordnungen ließen Raum für spezielle betriebliche Qualifizierungsbedarfe. Unternehmen, die erfolgreich ausbildeten, würden diese Spielräume in der Gestaltung von dualen Ausbildungen im Betrieb nutzen. Drittens: Die duale Ausbildung sei das Ergebnis einer Sozialpartnerschaft. Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter würden sich gemeinsam darauf einigen, was das Beste für alle sei.

„Die duale Ausbildung mag international Vorbild sein, das Thema Qualifizierung ist aber wesentlich breiter“, fügt Banthien hinzu. „Deshalb suchen wir gerade im Bereich Umschulung und Weiterbildung den internationalen Austausch und hoffen, auch von anderen Ländern lernen zu können.“

Henning Banthien – Generalsekretär der Plattform Industrie 4.0

Henning Banthien ist Generalsekretär der Plattform Industrie 4.0 und Leiter der Geschäftsstelle. Der studierte Philosoph und Geograf ist Experte auf den Gebieten Industrie 4.0, Nachhaltigkeit, Wissenschaftskommunikation sowie Innovation und zugleich geschäftsführender Gesellschafter der IFOK GmbH. Zudem ist er Mitglied im VDI-Fachbeirat Technik und Gesellschaft und verfügt über langjährige Erfahrungen im Bereich Nachhaltigkeitsstrategien.

Henning Banthien, Generalsekretär der Plattform Industrie 4.0.

Fazit

Laut Henning Banthien verlangen Industrie 4.0 und Digitalisierung nach speziell ausgebildeten Mitarbeitern. Entsprechend sollte die Aus- und Weiterbildung in Schulen und Betrieben ausgerichtet sein. Durch das duale Ausbildungssystem sei Deutschland jedoch gut aufgestellt.

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