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Unsere Forschungsexperten

Alessandro Oltramari, Ph.D.

Hybride intelligente Systeme: Kombination aus Wissensdarstellung und maschinellem Lernen

„Die Wissensdarstellung kann die Entwicklung lernender Algorithmen voranbringen, leistungsfähige Schlussfolgerungs- und Verallgemeinerungsmechanismen ermöglichen und die Echtzeitanalyse von Daten robuster machen.“
Alessandro Oltramari, Ph.D.

Ich arbeite an intelligenten Assistenzlösungen, wobei mein Schwerpunkt auf Systemen liegt, die maschinelle Wahrnehmung und maschinelle Intelligenz verstehen. Dabei untersuche ich in erster Linie, wie strukturierte oder unstrukturierte semantische Ressourcen mit datengetriebenen Algorithmen verknüpft werden können und Maschinen dabei unterstützen, logische Schlussfolgerungen aus den physischen und digitalen Welten zu ziehen. Ich möchte die Mensch-Maschine-Zusammenarbeit weiter voranbringen, die stark von der Konzeption neuer KI-basierter Systeme profitiert, die leistungsstarke neuronale Modelle mit transparenter Wissensdarstellung füllen.

Lebenslauf

  1. Research Associate, Carnegie Mellon University (Pittsburgh, USA)
  2. Visiting Research Associate, Princeton University (Princeton, USA)
  3. Research Fellow, Laboratory for Applied Ontology (CNR, Trient, Italy)

Ausgewählte Publikationen

  • Knowledge-driven Data Construction for Zero-shot Evaluation in Commonsense Question Answering

    A. Oltramari et al. (2021)

    Knowledge-driven Data Construction for Zero-shot Evaluation in Commonsense Question Answering
    • K. Ma, F. Ilievsky, J. Francis, Y. Bisk, E. Nyberg, A. Oltramari
    • Proceeding of The Thirty-Fifth AAAI Conference on Artificial Intelligence (AAAI-21)
    • February 2-9 2021
  • Neuro-Symbolic Architectures for Context Understanding

    A. Oltramari et al. (2020)

    Neuro-Symbolic Architectures for Context Understanding
    • Oltramari, A., Francis J, Henson C, Ma K., Wickramarachchi R.
    • In “Knowledge Graphs for eXplainable Artificial Intelligence: Foundations, Applications and challenges”
    • Studies on the Semantic Web (47), Ed. I. Tiddi, F. Lecué, P. Hitzler.
  • Cognitive Twin: A Cognitive Approach to Personalized Assistants

    A. Oltramari et al. (2020)

    Cognitive Twin: A Cognitive Approach to Personalized Assistants
    • S. Somers, A. Oltramari, C. Lebiere
    • Proceedings of AAAI Spring Symposia 2020 (AAAI-MAKE: Combining Machine Learning and Knowledge Engineering in Practice)
    • March 23-25 2020
  • Artificial Intelligence Within the Bounds of Ontological Reason

    A. Oltramari (2019)

    Artificial Intelligence Within the Bounds of Ontological Reason
    • In “Ontology Makes Sense”
    • Vol. 316 of Frontiers in Artificial Intelligence and Applications, (pp. 37-48)
    • IOS Press

Interview mit Alessandro Oltramari, Ph.D.

Alessandro Oltramari, Ph.D.

Senior Research Scientist in den Bereichen Angewandte Ontologie, Wissensdarstellung und -herleitung, Kognitive Systeme

Interview mit Alessandro Oltramari, Ph.D.

Senior Research Scientist in den Bereichen Angewandte Ontologie, Wissensdarstellung und -herleitung, Kognitive Systeme

Erzählen Sie doch mal: was fasziniert Sie an der Forschung?
Für mich ist Forschung eine intellektuelle Reise, die Erkundung eines Problemfelds, an deren Ende eine Karte mit möglichen Lösungen steht. Als zutiefst menschliches Unterfangen steckt die Forschung voller Emotionen: Freude, Frustration, Enttäuschung und Überraschung liegen im Leben eines Wissenschaftlers eng beieinander. Für mich persönlich ist die Forschung auch eine ganz reale Reise, denn auf der Suche nach besseren Karrieremöglichkeiten habe ich meine Heimat Italien verlassen. Bei Bosch Research habe ich eine perfekte Forschungsheimat gefunden.

Was macht die Forschung bei Bosch besonders?
Die Arbeit bei Bosch ist aus verschiedenen Gründen etwas ganz Besonders, das reicht von der multikulturellen Umgebung bis zum offenen Austausch mit dem gehobenen Management. Am wichtigsten ist für mich jedoch das Gleichgewicht zwischen geschäftlich orientierten Forschungsaufgaben und wissenschaftlicher Arbeit im Rahmen der Forschungsteams. Die Balance zwischen kurzfristiger und langfristiger Forschungsarbeit wird durch eine strikte und zugleich flexible Herangehensweise sichergestellt, die klare Zielsetzungen, die Entwicklung und Validierung von Geschäftsmodellen, die kollaborative Planung und Umsetzung von Aufgaben sowie die gründliche retrospektive Aufarbeitung und offene Diskussion beinhaltet.

Woran forschen Sie bei Bosch?
Ich beschäftige mich damit, wie wir robustere intelligente Assistenten entwickeln können, indem wir verschiedene Wissensquellen wie elektronische Dokumente und Daten aus dem Internet und aus sozialen Medien mit Algorithmen für das maschinelle Lernen verknüpfen. Unter konkreten Anwendungsgesichtspunkten interessieren mich dabei besonders die folgenden drei Bereiche: kontextsensible Chatbots für Kundenservices, Entscheidungssysteme für (halb-) autonome Fahrzeuge und das Szenario-Verständnis in smarten Umgebungen.

Was sind die größten wissenschaftlichen Herausforderungen in Ihrem Forschungsfeld?
Explainable Artificial Intelligence ist eindeutig die größte Herausforderung. Um hier Fortschritte zu erzielen, brauchen wir hybride Systeme, die für den Menschen verständliche Maschinendarstellungen mit neuronalen Systemen verknüpfen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es noch kein allgemeines Rahmenwerk für die Integration von tiefen Netzwerken und Wissensgraphen.

Wie werden Ihre Forschungsergebnisse zu "Technik fürs Leben"?
Explainable AI bedeutet, dass wir intelligente Maschinen mit semantischer Transparenz ausstatten, sowohl mit Blick auf die interne Funktionsweise als auch auf die Korrelation zwischen Input und Output. Genau wie Menschen lernen einander zu vertrauen, indem sie Wissen teilen, werden XAI-fähige Systeme die Mensch-Maschine-Interaktion vertrauenswürdiger und persönlicher machen. Dies wird zu einer Verbesserung des menschlichen Lebens in den vielen Bereichen führen, in denen KI einen wichtigen Beitrag leisten kann, z. B. im Gesundheitswesen oder bei der Mobilität.

Ihr Kontakt zu mir

Alessandro Oltramari, Ph.D.
Senior Research Scientist in den Bereichen Angewandte Ontologie, Wissensdarstellung und -herleitung, Kognitive Systeme

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