Unsere Forschungsexperten

Dr. Elisabeth Lotter

Materialanalytik trifft künstliche Intelligenz – die Revolution in der Kunststofftechnik

„Der größte Feind des Wissens ist nicht Ignoranz, sondern die Illusion, wissend zu sein.“ – Stephen Hawking

Dr. Elisabeth Lotter

Ich bin seit 2016 in der zentralen Analytik der Robert Bosch GmbH tätig und Teil des Teams „Data Analysis and Machine Learning“. Der Fokus meiner Arbeit liegt in der Entwicklung von adaptierten Modellen auf Basis des maschinellen Lernens zur Aufklärung und Bewertung komplexer Wirkzusammenhänge und Alterungsmechanismen von Kunststoffen und Klebstoffen zur Steigerung der Produktzuverlässigkeit. Dadurch leiste ich mit meinen Kollegen wesentliche Beiträge zu neuen technologischen Entwicklungen und zur Qualitätsabsicherung der Bosch-Produkte.

Lebenslauf

Robert Bosch GmbH

2016
Forschungsingenieurin

Dr. rer.nat. an der Universität Leipzig

2015
Doktorarbeit zu Mikrofluidischen Analysesystemen

M.Sc. Chemie an der Universität Leipzig

2012
Master in Chemie

Ausgewählte Publikationen

  • Microchamber arrays with an integrated long luminescence lifetime pH sensor

    E. Poehler et al. (2016)

    Microchamber arrays with an integrated long luminescence lifetime pH sensor
    • E.Poehler, S.A.Pfeiffer, M.Herm, M.Gaebler, B. Busse, S.Nagl
    • Anal Bioanal Chem, 2016, 408:2927-2935
  • Enantioselective reaction monitoring utilizing two-dimensional heart-cut liquid chromatography on an integrated microfluidic chip

    C. Lotter et al. (2016)

    Enantioselective reaction monitoring utilizing two-dimensional heart-cut liquid chromatography on an integrated microfluidic chip
    • C.Lotter, E.Poehler, J.J. Heiland, L.Mauritz, D.Belder
    • Lab Chip, 2016,16, 4648-4652
  • Continuous on-chip fluorescence labelling, free-flow isoelectric focusing and marker-free isoelectric point determination of proteins and peptides

    C. Herzog et al.(2016)

    Continuous on-chip fluorescence labelling, free-flow isoelectric focusing and marker-free isoelectric point determination of proteins and peptides
    • C.Herzog, E.Poehler, A.J.Peretzki, S.M. Borisov, D.Aigner, T.Mayr, S.Nagl
    • Lab Chip, 2016, 16, 1565-1572
  • Miniaturisierte analytische Plattformen mit integrierten optischen pH-Sensoren

    E. Poehler (2015)

    Miniaturisierte analytische Plattformen mit integrierten optischen pH-Sensoren
    • Dissertation, Universität Leipzig
  • Application of Optical pH Sensors in the Microfluidic Free-flow Isoelectric Focusing of Biomolecules

    E. Poehler et al.(2015)

    Application of Optical pH Sensors in the Microfluidic Free-flow Isoelectric Focusing of Biomolecules
    • E.Poehler, C.Herzog, S.A.Pfeiffer, C.Lotter, A.J. Peretzki, D.Aigner, T.Mayr, E.Beckert, S.Nagl
    • Procedia Engineering, 2015, 120,175-179
  • Development of microscopic time‐domain dual lifetime referencing luminescence detection for pH monitoring in microfluidic free‐flow isoelectric focusing

    E. Poehler et al. (2015)

    Development of microscopic time‐domain dual lifetime referencing luminescence detection for pH monitoring in microfluidic free‐flow isoelectric focusing
    • E.Poehler, C.Herzog, M.Suendermann, S.A.Pfeiffer, S.Nagl
    • Engineering in Life Sciences, 2015, 15, 3, 276-285
  • Label-free microfluidic free-flow isoelectric focusing, pH gradient sensing and near real-time isoelectric point determination of biomolecules and blood plasma fractions

    E. Poehler et al. (2015)

    Label-free microfluidic free-flow isoelectric focusing, pH gradient sensing and near real-time isoelectric point determination of biomolecules and blood plasma fractions
    • E.Poehler, C.Herzog, C.Lotter, S.A. Pfeiffer, D.Aigner, T.Mayr, S.Nagl
    • Analyst, 2015, 140, 7496-7502
  • Fast electrically assisted regeneration of on-chip SERS substrates

    T.-A. Meier et al. (2015)

    Fast electrically assisted regeneration of on-chip SERS substrates
    • T.-A.Meier, E.Poehler, F.Kemper, O.Papst, H.-G. Jahnke, E.Beckert, A.Robitzki, D.Belder
    • Lab Chip, 2015,15, 2923-2927
  • Development of an optical fast test for pesticides based on nanoporous membranes in microfluidic chips (Pestiscan) : Project part: Development of nanoporous monoliths, microfluidics and sensors

    D. Belder et al. (2015)

    Development of an optical fast test for pesticides based on nanoporous membranes in microfluidic chips (Pestiscan) : Project part: Development of nanoporous monoliths, microfluidics and sensors
    • D.Belder, D. Enke, S. Wassersleben, S. Nagl, E. Poehler, N. Anders
    • DOI: 10.2314/GBV:866576207
  • Fluoreszente Biosensorik in Mikrofluidikchips mit integrierten nanoporösen Glasmemranen

    E. Poehler et al.(2013)

    Fluoreszente Biosensorik in Mikrofluidikchips mit integrierten nanoporösen Glasmemranen
    • E.Poehler, S.Nagl
    • Proceeding 11. Dresdner Sensor-Symposium, 2013, 304-307

Interview

Dr. Elisabeth Lotter

Dr. Elisabeth Lotter

Forschungsingenieurin für chemometrisch basierte Datenanalyse

Erzählen Sie doch mal: was fasziniert Sie an der Forschung?

Für mich bedeutet Forschung, ständig neue Erkenntnisse zu gewinnen, neue Themenfelder zu entdecken und diese kreativ mitgestalten zu können. Es reizt mich, komplexe Vorgänge zu durchdringen und mich wissenschaftlichen Herausforderungen zu stellen, Lösungen zu erarbeiten, um damit erfolgversprechende Innovationen voranzutreiben.

Dr. Elisabeth Lotter

Dr. Elisabeth Lotter

Forschungsingenieurin für chemometrisch basierte Datenanalyse

Was macht die Forschung bei Bosch besonders?

Es fasziniert und begeistert mich, jeden Tag an vorderster Front der industriellen Forschung in interdisziplinären Teams arbeiten zu können. Weiterhin ermöglicht mir meine Tätigkeit als Datenanalytikerin einen engen Austausch mit Kollegen aus dem Produktions- und Entwicklungsumfeld der Geschäftsbereiche und damit die Möglichkeit, einen Einblick in die technischen Prozesse, für die Bosch steht, zu bekommen und mich sowohl persönlich als auch fachlich weiterzuentwickeln.

Dr. Elisabeth Lotter

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Forschungsingenieurin für chemometrisch basierte Datenanalyse

Woran forschen Sie bei Bosch?

Mein Arbeitsschwerpunkt „Datenanalyse und Chemometrie“ befasst sich mit neuen Herangehensweisen in der Auswertung chemisch-physikalischer Datensätze aus dem Bereich der Kunstoffprozessierung. Durch die Chemometrie als eine Methode des Maschinellen Lernens werden maskierte Informationen oder Muster eines Datensatzes erkennbar, die bei klassischen wissensbasierten Vorgehen nicht zugänglich wären. Dadurch sind wir in der Lage, zukünftig die Analyse von Kunststoffbauteilen zu beschleunigen, damit Entwicklungszeiten zu verkürzen und gleichzeitig ein tiefgründigeres Materialverständnis zu erlangen. So ermöglichen wir die Entwicklung und Auslegung robuster und langlebiger Produkte.

Dr. Elisabeth Lotter

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Forschungsingenieurin für chemometrisch basierte Datenanalyse

Was sind die größten wissenschaftlichen Herausforderungen in Ihrem Forschungsfeld?

Die Herausforderung liegt in der Entwicklung von generalisierbaren und skalierbaren Konzepten zur automatisierten Auswertung, Interpretation sowie Vorhersage von Materialparametern und -eigenschaften. Hierzu bedarf es der Übertragung von KI-Konzepten aus den Bereichen der Bild- und Textanalyse auf die Materialentwicklung von polymeren Werkstoffen.

Dr. Elisabeth Lotter

Dr. Elisabeth Lotter

Forschungsingenieurin für chemometrisch basierte Datenanalyse

Wie werden Ihre Forschungsergebnisse zu "Technik fürs Leben"?

Meine Arbeit leistet einen Beitrag zum ressourcenschonenden Materialeinsatz und damit einer Verringerung von Kunststoffabfall, was sowohl eine Kosteneinsparung als auch eine Verbesserung der Ökobilanz nach sich zieht.

Dr. Elisabeth Lotter

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