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Unsere Forschungsexperten

Gian Antonio D'Addetta, Dr.-Ing

Fahrzeugsicherheit weitergedacht – Lösungen für die Herausforderungen im zukünftigen Verkehrsgeschehen

"Sinn ist die beste Motivationsquelle überhaupt, aus diesem Grund arbeite ich sehr gerne an technischen Lösungen zum Wohl und Schutz von Menschen. In meiner täglichen Arbeit bin ich ganz nah an den Schrecksekunden, die niemand erleben will, dem Fahrzeugcrash. Gerade deswegen kann ich mich sehr gut mit meiner tägliche Arbeit identifizieren."

Gian Antonio D'Addetta, Dr.-Ing

Als Teamleiter für Forschungsthemen in der Fahrzeugsicherheit entwickle ich gemeinsam mit unserem Team neue Konzepte zum Schutz von Fahrzeuginsassen in neuen Interieurs, aber auch Sicherheitssysteme, die in neu entstehenden Unfallkonstellationen aktiv werden. Ein wichtiger Baustein ist mein wissenschaftliches Netzwerk, um die Methodenentwicklung, wie z. B. die Menschmodellierung, mit wissenschaftlichen Partnern weiter voran zu treiben, aber auch in der Industrie gemeinsam vorwettbewerbliche Themen z. B. im Rahmen der Herausforderungen des automatischen Fahrens anzugehen.

Lebenslauf

Robert Bosch GmbH

20006
Bosch Research, Vehicle Safety and Automated Driving

DaimlerChrysler AG

2004
Research & Technology, Vehicle Structure & Occupant Safety, Human Body modelling

University of Stuttgart - Institute of Structural Mechanics

1998
Research Associate & PhD student Computational Mechanics & Material Modelling

Ausgewählte Publikationen

  • On the application of a discrete model to the fracture process of cohesive granular materials

    D'Addetta et al. (2002)

    On the application of a discrete model to the fracture process of cohesive granular materials
    • GA D'Addetta, F Kun, E Ramm
    • Granular matter 4 (2), 77-90
  • A particle center based homogenization strategy for granular assemblies

    D'Addetta et al (2004)

    A particle center based homogenization strategy for granular assemblies
    • GA D'Addetta, E Ramm, S Diebels, W Ehlers
    • Engineering Computations 21(2/3/4):360-383
  • A microstructure-based simulation environment on the basis of an interface enhanced particle model

    D'Addetta et al (2006)

    A microstructure-based simulation environment on the basis of an interface enhanced particle model
    • GA D’Addetta, E Ramm
    • Granular Matter 8 (3-4), 159
  •  Bridging the scales from observed deformation characteristics of aluminium and composite crash absorbers in drop tower experiments to full vehicle crash tests

    Nößner et al. (2014)

    Bridging the scales from observed deformation characteristics of aluminium and composite crash absorbers in drop tower experiments to full vehicle crash tests
    • S. Nößner, G.A. D’Addetta, H. Freienstein, M. Kröge
    • 16th International Conference of Experimental Mechanics (ICEM)
  • Factors influencing occupant kinematics during braking and lane change maneuvers in a passenger vehicle

    Kirschbichler et al (2014)

    Factors influencing occupant kinematics during braking and lane change maneuvers in a passenger vehicle
    • Kirschbichler, S., Huber, P., Prüggler, A., Steidl, T., Sinz, W., Mayer, GA D'Addetta
    • 2014 IRCOBI Conference Proceedings IRC-14-70
  •  A Mobile Deformable Barrier Test for the Front Crash Assessmentof Future Urban Microcars

    Dux et al. (2015)

    A Mobile Deformable Barrier Test for the Front Crash Assessmentof Future Urban Microcars
    • E Dux, L Eckstein, M Wolkenstein, GA D‘Addetta, P Luttenberger
    • 24th International Technical Conference on The Enhanced Safety of Vehicles (ESV) Paper Number 15-0343
  • Integration Strategy of Safety Systems - Status and Outlook

    Klier et al (2016)

    Integration Strategy of Safety Systems - Status and Outlook
    • W Klier, T Lich, GA D’Addetta, H Freienstein, A Koehler, B Reckziegel, Z Yu
    • SAE 2016 World Congress and Exhibition
    • Technical Paper 2016-01-1499, DOI: https://doi.org/10.4271/2016-01-1499
  •  Making Integrated Occupant Safety Systems Assessable - Virtual assessment approach for variable seating positions and pre-crash conditions

    Luttenberger et al. (2018)

    Making Integrated Occupant Safety Systems Assessable - Virtual assessment approach for variable seating positions and pre-crash conditions
    • P Luttenberger, W Sinz, GA D’Addetta, H Freienstein
    • Airbag 2018, 14th International Symposium and accompanying Exhibition on Sophisticated Car Safety Systems, Paper P48
  • Sicherheit zukünftiger hochautomatischer Fahrzeuge im Mischverkehr – Anforderungen, Lösungskonzepte und Potenzialabschätzungen

    Freienstein et al. (2019)

    Sicherheit zukünftiger hochautomatischer Fahrzeuge im Mischverkehr – Anforderungen, Lösungskonzepte und Potenzialabschätzungen
    • H Freienstein, J Kolatschek, GA D‘Addetta
    • 12th VDI Conference on Vehicle Safety 2019
  •  Occupant Safety in Highly Automated Vehicles – Challenges of Rotating Seats in Future Crash Scenarios

    Becker et al. (2020)

    Occupant Safety in Highly Automated Vehicles – Challenges of Rotating Seats in Future Crash Scenarios
    • J Becker, GA D’Addetta, M Wolkenstein, F Bosma, R Verhoeve, S Schaub, M Sprenger, M Hamacher
    • 2020 IRCOBI Conference Proceedings

Gian Antonio D'Addetta, Dr.-Ing

Teamleiter, Product Owner & Forschungsingenieur

Erzählen Sie doch mal: was fasziniert Sie an der Forschung?
Grundsätzlich: Neues entdecken, immer wieder in für mich unbekannte „Welten“ eintauchen und über Systematik Neues erschaffen. Während meiner Tätigkeit an den Universitäten Karlsruhe und Stuttgart habe ich mich sehr gern mit Grundlagen-orientierten Themen im Bereich der Computational Mechanics beschäftigt. Bei meinem Einstieg in die Industrie habe ich dann die Chance ergriffen, in die anwendungsorientierte Forschung einzusteigen, und konnte die Verbindung zur wissenschaftlichen Community weiter aufrechterhalten; es sind sogar ganz neue Verbindungen entstanden.

Was macht die Forschung bei Bosch besonders?
Ein wichtiger Punkt ist ganz sicher die Vielfalt und Breite an Themen, die ich über die Jahre bearbeiten durfte. Gepaart mit der Diversität und thematischen Herkunft meiner Kollegen hat dies wesentlich zur positiven Arbeitsatmosphäre beigetragen. Und ganz klar, in der Forschung kommen die neuen Impulse zuallererst im „großen Bosch“ an und es ist unsere Aufgabe zu prüfen, welche Themen für die Geschäftsbereiche weiterentwickelt werden sollten und welche nicht. Nirgendwo anders als bei Bosch bieten sich so gute Austauschmöglichkeiten mit der Wissenschaft, um am Puls der Forschung zu sein.

Woran forschen Sie bei Bosch?
Mein aktuelles Forschungsfeld sind innovative Lösungen für die Fahrzeugsicherheit der Zukunft. Eine Zukunft, in der die Kombination aus automatischen und nicht-automatischen Fahrzeugen Realität geworden ist, und sich die Innenräume der Fahrzeuge viel stärker an den Bedürfnissen der Insassen orientieren als heute schon. Aber eines ist sicher: Es wird weiterhin Unfälle geben. Aus diesem Grund ist auch in diesen neuen Interieurs das Schutzbedürfnis der Insassen mindestens genauso hoch wie heute. Essentiell zum Fortschritt an diesem Thema sind z. B. unsere Arbeiten mit digitalen Menschmodellen.

Was sind die größten wissenschaftlichen Herausforderungen in Ihrem Forschungsfeld?
Unabhängig von der Realisierung des sicheren automatischen Fahrens liegen die Herausforderungen bei der Fahrzeugsicherheit in der Beherrschung neuer Unfallsituationen und der realistischen Abbildung der vielfältigen Insassen. Neue Freiheiten im Innenraum erlauben unterschiedlichste Sitzpositionen und Insassenposen. Die Absicherung des Insassenschutzes kann nicht mehr nur mit Crashtests erfolgen. Das wäre schlichtweg zu teuer. Hier sind moderne Simulationsmethoden gefragt. Ein Hauptaugenmerk liegt auf der digitalen Abbildung der Insassen durch Menschmodelle.

Wie werden Ihre Forschungsergebnisse zu "Technik fürs Leben"?
Schon seit meiner Promotionszeit ist es mein Hauptanliegen, an technischen Lösungen zum Wohl und Schutz von Menschen zu arbeiten. In meiner täglichen Arbeit bin ich ganz nah an den Schrecksekunden, die niemand erleben will, dem Fahrzeugcrash. Unsere Arbeit mit digitalen Menschmodellen erlaubt eine detaillierte Beschreibung des kinematischen Verhaltens der Fahrzeuginsassen vor und während einer ungewollten Kollision. Auf Basis moderner Simulationsmethoden liefern wir wichtige Impulse für die Weiterentwicklung von Schutzsystemen, wie z. B. die Ansteuerung von Rückhaltesystemen.

Gian Antonio D'Addetta, Dr.-Ing

Ihr Kontakt zu mir

Gian Antonio D'Addetta, Dr.-Ing
Teamleiter, Product Owner & Forschungsingenieur

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