Automated Valet Parking
Vernetzte Parklösungen

Automated Valet Parking

Parken lassen statt stressen lassen

7 Minuten

Bosch und Daimler haben einen Meilenstein auf dem Weg zum automatisierten Fahren erreicht: Für das automatisierte Parksystem im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums in Stuttgart haben die beiden Unternehmen die Freigabe der zuständigen Behörden in Baden-Württemberg erhalten. Der automatisierte Vorfahr- und Einparkservice wird per Smartphone-App abgerufen und kommt ganz ohne Fahrer aus. Er ist damit die weltweit erste behördlich für den Alltagsbetrieb zugelassene vollautomatisierte und fahrerlose Parkfunktion nach SAE Level 4.

Im Museum ist die Zukunft ganz nah

Das Mercedes-Benz Museum ist die Top-Adresse für Automobilgeschichte. Das dortige Parkhaus also der passende Ort, um mit Automated Valet Parking (AVP) die weltweit erste infrastrukturgestützte Lösung für einen automatisierten Vorfahr- und Einpark-Service einzuführen. Die dafür notwendige intelligente Parkhaus-Infrastruktur, die den Mischverkehr von AVP- und manuell gesteuerten Fahrzeugen unterstützt, kommt von Bosch. Die technisch entsprechend ausgerüsteten Fahrzeuge von Mercedes-Benz. Gemeinsam definierten die beiden Partner die Schnittstelle zwischen Infrastruktur und Fahrzeug und passten die Sensorik und die Fahrzeugsoftware entsprechend an.

Schnell, sicher, fahrerlos

Wachsames Auge: Kameras weisen den Weg

Selbst einparken war gestern – der automatisierte Parkservice kommt ganz ohne einen Fahrer aus. Mit AVP stellt man sein Fahrzeug bequem in der Drop-off Area des Parkhauses ab und aktiviert die App auf dem Smartphone. So wird der digitale Kontakt zum Parkhaus hergestellt und die Route zum freien Parkplatz berechnet. Der angesteuerte Parkplatz wird dabei passend zur Fahrzeuggröße ausgewählt.

Dann übernimmt die Bosch-Technik im Parkhaus die Führung. Dazu gehören Kameras, die freie passende Parkplätze im Parkhaus erkennen, den Fahrkorridor sowie dessen Umfeld überwachen und überraschende Hindernisse oder Personen auf der Fahrspur erfassen, damit das Fahrzeug sofort reagieren kann. Die Technik im Auto setzt die Befehle der Infrastruktur in Fahrmanöver um. Am Ziel erfolgt das Einparken vollautomatisch und ohne Probleme, auch wenn es eng wird. Und zurück geht’s dann genau so: Wird die Abholung per App aktiviert, kommt das Auto wie gerufen. Einsteigen und los geht’s.

Infografik über Parkhaus-Szenario zu AVP
Kein Rangieren und keine Turnübungen mehr beim Aussteigen: Mit Automated Valet Parking (AVP) hat Bosch in Kooperation mit Daimler ein fahrerloses System entwickelt, das mithilfe vernetzter Technik in Parkhäusern die Lücke findet und selbst einparkt.

„Fahrerloses Fahren und Parken sind wichtige Bausteine künftiger Mobilität. Mit dem automatisierten Parksystem wird deutlich, wie weit wir auf diesem Entwicklungspfad bereits gekommen sind.“

Dr. Markus Heyn, Geschäftsführer der Bosch-Gruppe

Glänzende Aussichten: Mehr Komfort und Services durch AVP

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Mehr Zeit:

AVP ist ein Hol- und Bringdienst. Die Parkzeit kann zur Autowäsche oder Reparatur genutzt werden

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Mehr Sicherheit:

Keine Spaziergänge mehr durch dunkle Parkhäuser, keine Fahrfehler und damit keine Schrammen mehr

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Mehr Effizienz:

Kein Zeitverlust durch Parkplatzsuche, bis zu 20 Prozent mehr Platz für Fahrzeuge auf derselben Fläche

Meilensteine des Projekts

Nachdem Bosch und Daimler die Entwicklung des vollautomatisierten und fahrerlosen Parkens im Jahr 2015 auf den Weg gebracht hatten, erreichte die Pilotlösung im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums in Stuttgart im Sommer 2017 einen wichtigen Meilenstein: Automated Valet Parking wurde der Öffentlichkeit erstmals im realen Verkehr vorgeführt. Auf die Premiere folgte eine intensive Test- und Inbetriebnahmephase. Seit 2018 konnten die Besucher des Museums den Parkservice im Beisein von geschultem Sicherheitspersonal testen und ihre Erfahrungen teilen. Mit der finalen Freigabe durch die Behörden erreichen Bosch und Daimler nun einen weiteren wichtigen Meilenstein: Interessierte können den innovativen Vorfahr- und Einparkservice bald im Alltagsbetrieb des Parkhauses des Mercedes-Benz Museums und ohne weitere Überwachung durch einen Sicherheitsfahrer live erleben.

Was Sie über AVP wissen sollten

Ab wann ist AVP im Einsatz?

Im Sommer 2017 feierte AVP seine Premiere und wurde erstmals im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums vorgeführt. Seit Sommer 2018 kann jedermann den fahrerlosen Parkservice selbst erleben.

Welche Voraussetzungen muss ein Fahrzeug für AVP mitbringen?

Durch die eingesetzte Sensorik in der Infrastruktur begrenzt sich die notwendige Ausstattung eines Fahrzeugs im Wesentlichen auf ein Automatikgetriebe, ESP, elektrische Feststellbremse und Lenkunterstützung, eine Start/Stopp-Funktion sowie die Kommunikationseinheit.

Welche Voraussetzungen muss ein Parkhaus für AVP mitbringen?

Das System basiert auf dem Zusammenspiel der intelligenten Infrastruktur und der Fahrzeugtechnik. Zur notwendigen Parkhausinfrastruktur zählen die erforderliche Sensortechnologie und IT Technologie, um die Fahrwege zu errechnen und alle Anforderungen bezüglich der Sicherheit zu erfüllen. Außerdem werden eine technische Einheit benötigt, die mit dem Fahrzeug kommuniziert, und eine Cloudanbindung für die Interaktion mit dem Backend.

Fazit

Mit Automated Valet Parking haben Bosch und Daimler ein fahrerloses System für Parkhäuser entwickelt, das das Fahrzeug durch eine intelligente Parkhausinfrastruktur zur freien Parklücke leitet, selbst einparkt und dem Fahrer damit viel Stress erspart. Für das automatisierte Parksystem im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums in Stuttgart haben die beiden Unternehmen die Freigabe der zuständigen Behörden in Baden-Württemberg erhalten.

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