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Digitaler Schutzengel

Der automatische Notruf schafft Sicherheit für eBiker

Sicht auf den Fahrradlenker eines am Boden liegenden eBikes– mit Fokus auf SmartphoneHub. Der Screen des Handys zeigt die automatische Sturzmeldung der COBI.Bike App.

Seit März 2018 ist der automatische Notruf eCall in der Europäischen Union bei neuzugelassenen Pkw Pflicht. Bosch nutzt seine große Erfahrung mit digitalen Notrufsystemen aus dem Automotive-Bereich für weitere Anwendungen – und schützt nun auch eBiker, Motorradfahrer und bald auch Smart Homes.

Job, Freizeit, Urlaub: Die Beliebtheit von eBikes wächst

Drohnenaufnahme: Blick aus der Vogelperspektive auf einen eBike-Fahrer.
eBiker sind häufig allein unterwegs.

Immer mehr Berufspendler und Freizeitradler steigen auf eBikes um. Allein 2020 wurden im Vergleich zum Vorjahr 43 Prozent mehr eBikes verkauft, der Bestand ist dadurch um etwa 30 Prozent gestiegen. eBikes werden zudem zwei- bis dreimal so häufig genutzt wie Fahrräder ohne Elektroantrieb – und für deutlich längere Strecken. Kein Wunder, denn es macht Spaß, mit elektrischem Rückenwind seinen Radius zu erweitern. Die Fahrt ins Grüne oder ins Büro wird mit der Unterstützungsmöglichkeit durch einen Motor zum sportlichen Vergnügen. In Zukunft wird die Fahrt dank Bosch außerdem noch sicherer. Wer mit seinem eBike unterwegs ist, kann sich auf einen „digitalen Schutzengel“ verlassen: den Help Connect Service in Verbindung mit der COBI.Bike App.

„Digitaler Schutzengel“ mit Notruffunktion

Blick über die Schulter eines eBike-Fahrers, der im Wald auf einem schmalen Weg fährt. Fokus auf Fahrradlenker mit SmartphoneHub. Der Screen zeigt Fahrdaten wie Geschwindigkeit.
Der SmartphoneHub wird mit der COBI.Bike App zur vollvernetzten Steuerzentrale des eBikes – der Fahrer hat mithilfe der intelligenten Halterung am Lenker alle Funktionen im Blick.

Bei einem Sturz oder Aufprall löst die COBI.Bike App in Verbindung mit Help Connect automatisch eine Sturzmeldung inklusive Emergency Countdown aus – ein 30-Sekunden-Zeitfenster. Der eBiker kann in dieser Zeit selbst aktiv bestätigen, dass er Hilfe benötigt. Falls er nicht reagiert, wird er zum rund um die Uhr erreichbaren Service-Team von Help Connect durchgestellt. Auch bei einem sehr schweren Sturz wird sofern erforderlich direkt mit einem eigens geschulten Notrufassistenten verbunden.

Wenn der eBiker bestätigt, dass er Hilfe benötigt, oder wenn der Notrufassistent sehen kann, dass der Betroffene seine Fahrt nicht fortsetzt und er ihn nicht erreichen kann, wird der Rettungsdienst verständigt. Dies geschieht in der Regel per Telefon. Bei modernen Rettungswagen werden die Daten zum Unfallort von der jeweiligen Leitzentrale direkt ins Navigationssystem des Fahrzeugs übermittelt.

Für den Rettungsdienst zählt jede Minute

Fahraufnahme des anfahrenden DRK-Rettungswagens mit Blaulicht.
Genaue Standortdaten erleichtern dem Rettungsdienst das Auffinden der Unfallstelle.

Tobias Lang weiß, wie wichtig eine schnelle Reaktion ist. Der 33-Jährige ist seit 2007 Rettungssanitäter beim DRK-Rettungsdienst Esslingen-Nürtingen. Vier- bis fünfmal pro Monat ist er im Einsatz. Oft geht es um Notfälle wie Herzinfarkte, Schlaganfälle, Kreislaufprobleme oder häusliche Stürze. Immer wieder wird er aber auch zu gestürzten Radfahrern oder eBikern gerufen. „Bei einem Einsatz ist es wichtig, den Betroffenen möglichst rasch helfen zu können. Jede Minute ist kostbar.“ Gerade im freien Gelände oder im Wald sei es jedoch oft schwierig, die Unfallstelle zu lokalisieren. Umso wertvoller ist es für die Retter, so rasch wie möglich exakte Standortdaten über die Unfallstelle zu erhalten. Genau das leistet die Lösung von Bosch.

Porträtaufnahme von Rettungssanitäter Tobias Lang, der aus dem Fenster des DRK-Rettungswagens blickt.

Mir ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass Menschen in Notfällen so schnell wie möglich Hilfe bekommen.

Tobias Lang, DRK-Rettungssanitäter

Das Smartphone macht Passanten mit Warntönen aufmerksam

Close-up auf den am Fahrradlenker montierten SmartphoneHub. Auf dem Screen des Handys ist der Emergency-Countdown der COBI.Bike App zu sehen.
Nach einem Sturz aktiviert die COBI.Bike App einen Countdown von 30 Sekunden. Erfolgt während dieser Zeit keine Reaktion des Betroffenen, wird die Help Connect Notrufzentrale informiert und versucht, den eBiker telefonisch zu kontaktieren.

Der Help Connect Service in Verbindung mit der COBI.Bike App bündelt umfangreiches technologisches Know-how von Bosch: Die COBI.Bike App erkennt dank eines intelligenten Algorithmus, dass der eBike-Fahrer gestürzt ist. Bei der Sturzerkennung werden die Sensoren des Smartphones genutzt. Als Systemvoraussetzung sind Beschleunigungs- und Drehratensensoren in drei Dimensionen notwendig, die in den meisten Handys verbaut sind. An die Help Connect Notrufzentrale von Bosch werden sofort Daten über Standort und Schwere des Unfalls digital übermittelt. Abhängig vom Ausmaß des Unfalls wird der automatische Notruf ausgelöst. Durch den Help Connect Service sind eBiker gleich mehrfach abgesichert: Bei einem erkannten Sturz sendet das Smartphone über die App zusätzlich Warntöne aus, um in der unmittelbaren Umgebung auf das Unfallopfer aufmerksam zu machen. Außerdem ist auch eine manuelle Kontaktaufnahme zum Help Connect Assistenten möglich, etwa wenn sich der eBiker unsicher im Gelände fühlt oder zum Beispiel einem anderen verunglückten Fahrradfahrer helfen möchte.

8 bis 15 Minuten

dürfen laut Gesetz in Deutschland je nach Bundesland höchstens vergehen, bis der Rettungsdienst am Unfallort eintrifft. Bei einem Notfall sind gerade die ersten Minuten entscheidend.

Ein Rettungswagen steht im Hintergrund auf einem Waldweg, DRK-Rettungssanitäter Tobias Lang läuft mit Rettungs-Equipment durch den Wald auf den Betrachter zu.
DRK-Rettungssanitäter Tobias Lang wird immer wieder auch zu verletzten eBikern gerufen.

DRK-Rettungssanitäter Tobias hat schon einige verletzte Radfahrer und eBiker gesehen. Denn selbst wer fest im Sattel sitzt, kann in eine Notlage geraten. „Einmal ist ein eBiker im Wald in ein Schlagloch geraten und gestürzt“, erinnert sich Tobias an einen Einsatz. „Er konnte nicht selbst Hilfe rufen, da sein Oberschenkel gebrochen und eine Schulter ausgerenkt war. Er kam nicht an sein Smartphone ran.“ Es habe lange gedauert, bis Spaziergänger den Verletzten entdeckt und den Rettungsdienst alarmiert hatten. Genau in solchen Situationen hilft der Help Connect Service in Verbindung mit der COBI.Bike App von Bosch. Derzeit funktioniert der Help Connect Service für eBikes bei einer aktiven mobilen Datenverbindung ins Mobilfunknetz und ist für Nutzer deutscher SIM-Karten verfügbar. eBiker können jedoch auch außerhalb Deutschlands auf Deutsch oder Englisch mit dem Service-Team von Help Connect kommunizieren. Der Service erstreckt sich dabei momentan auf Österreich, die Schweiz, Frankreich, Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Großbritannien, Irland, Italien und Spanien.

„Digitaler Schutzengel“ bewacht auch Motorradfahrer und das Smart Home

Nicht nur eBikes, sondern auch Motorräder können dank Bosch mit einem automatischen Notrufservice ausgestattet werden. Bosch hat dazu die bei Motorradfahrern beliebte Navigations-App „calimoto“ mit der automatischen Notruffunktion Help Connect aufgewertet und somit für Biker ebenfalls einen zusätzlichen Sicherheitsfaktor geschaffen. Auch in den eigenen vier Wänden sollen sich die Menschen künftig rundum sicher fühlen.

Derzeit bereitet Bosch zahlreiche Smart Home Services und Produkte für Help Connect vor. Dies betrifft den Brand- und Wasserschutz ebenso wie das Thema Einbruch. Help Connect avanciert somit zu einem persönlichen „digitalen Schutzengel”: Es sorgt für mehr Sicherheit auf der Straße und in Zukunft auch zu Hause – Technik fürs Leben eben.

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