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Zwei Männer laufen über eine Brücke, die sich in einem Gebäude befindet.
Diversity

Gemeinsam für Toleranz

LGBTI-Community bei Bosch

Clock 8 Minuten

Jedes Jahr wird beim Christopher Street Day (CSD) um Akzeptanz und Wertschätzung für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle (LGBTI) geworben. Seinen Namen hat der CSD von einer New Yorker Straße, in der sich Homosexuelle 1969 gegen eine Polizeirazzia wehrten. Dass Bosch seit einigen Jahren mit einem eigenen Wagen am Stuttgarter CSD teilnimmt, ist der Verdienst eines engagierten Mitarbeiternetzwerkes.

Zusammen für mehr Offenheit

Portraitfoto von Ram Krishnasamy.
Als RBg-Netzwerksprecher trägt Ram Krishnasamy zu einer Kultur der Offenheit bei.

Ein Gesicht dieses Netzwerks ist Ram Krishnasamy, Projektleiter und Berater bei Powertrain Solutions. „Ich bin Teil des Wandels“, sagt er über sich selbst. Für ihn bedeutet die Teilnahme des Bosch-Mitarbeiternetzwerks am CSD ein klares Zeichen: „Für Weltoffenheit, Fortschrittlichkeit und Unterstützung.“ Die Unternehmenskultur von Bosch geht damit Hand in Hand: „Hier ist viel in Bewegung und es herrscht Offenheit für Veränderung“, fügt Ram Krishnasamy hinzu. Vielfalt zeigt sich für ihn darin, dass alle Mitarbeiter integriert werden, ohne Wertung und Vorurteile. Er selbst ist Sprecher der LGBTI-Community RBg bei Bosch – innerhalb und außerhalb des Unternehmens.

Ein Mann sitzt an einem Tisch und telefoniert.
Das LGBTI-Netzwerk schafft vielfältige Möglichkeiten für Dialoge.

Seit seiner Gründung im Jahr 2012 ist das LGBTI-Mitarbeiternetzwerk von Bosch stetig gewachsen und besteht aus Mitgliedern weltweit: Menschen von verschiedenen Standorten mit unterschiedlichen Kulturen und Meinungen ziehen hier an einem Strang. Sie wollen die LGBTI-Community im Unternehmen sichtbarer machen und aktiv für noch mehr Toleranz im Umgang mit sexueller Orientierung einstehen. Die jährliche Teilnahme am CSD mit einem eigenen Wagen ist für sie ein Höhepunkt ihres Engagements. Aber auch fernab der bunten Parade steht der Austausch zwischen Mitarbeitern unterschiedlicher sexueller Identität und deren gegenseitiges Verständnis im Mittelpunkt. Unter dem Motto „Wir sind anders, genau wie alle anderen" fördert das Netzwerk mit einem Online-Forum und gemeinsamen Aktivitäten den Erfahrungsaustausch innerhalb von Bosch. Doch auch die Vernetzung über Unternehmensgrenzen hinaus liegt dem Netzwerk am Herzen – ermöglicht wird das durch gemeinsame Veranstaltungen mit Communities anderer Organisationen. Das Netzwerk ist Organisator und Treiber, Botschafter und Repräsentant.

„Ich fühle mich nicht alleine, sondern erfahre Unterstützung. Wir sind wie eine Familie.“

Jeniffer Ramirez, .NET Developer bei Bosch

Ein Netzwerk, das verbindet

Jeniffer Ramirez ist ein Mitglied des LGBTI-Netzwerks bei Bosch.
Jeniffer Ramirez fühlt sich als Mitglied des Netzwerks in ihrer täglichen Arbeit bestätigt und unterstützt.

Davon profitiert auch Jeniffer Ramirez. Sie arbeitet in Mexiko als .NET Developer bei Bosch. Für sie bedeutet das Netzwerk vor allem eines – Verbundenheit zu Kollegen weltweit: „Ich fühle mich nicht alleine, sondern erfahre Unterstützung. Wir sind wie eine Familie.“ Über Grenzen hinweg etabliert sich diese Solidarität – und das, obwohl sich die meisten der Mitglieder nicht persönlich kennen. Der Austausch über das Forum ist für Jeniffer Ramirez von großer Bedeutung: Es ist Informationsquelle, Anlaufstelle und die Basis für Vernetzung. Für sie hat die erhöhte Sichtbarkeit der LGBTI-Community auch Einfluss auf ihre Arbeitsweise. Die Wertschätzung ihrer Person stärkt ihr Selbstbewusstsein: „Bei Bosch kann ich sein, wie ich bin. Dadurch bin ich effizienter und kann mein Talent optimal entfalten. Das macht mich glücklich.“

Vielfalt bedeutet Erfolg

Die Mitglieder der LGBTI-Community bekommen tatkräftige Unterstützung von Kollegen, die sich als heterosexuelle Botschafter für LGBTI-Themen und die Belange der Community im Unternehmen engagieren. Das bedeutet konkret: Sie helfen Berührungsängste abzubauen und treten für einen offenen Umgang mit jeder sexuellen Orientierung ein.

Einer von ihnen ist Harald Koopmann. Er arbeitet seit knapp 30 Jahren bei Bosch und ist aktuell als Lean Navigator im Geschäftsbereich Powertrain Solutions tätig. Für Harald Koopmann ist die Teilnahme am CSD ein Zeichen für Offenheit und die Umsetzung der Werte und Leitsätze des Unternehmens: „Wir leben Vertrauen und Wertschätzung bei Bosch.“ In seinen Augen ist diese Vielfalt enorm wichtig – unterschiedliche Ansichten, Kompetenzen und Einstellungen bedeuten Erfolg. Er ist überzeugt: Vielfalt ist Zukunftssicherung.

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