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Ulrich Weinberg hält einen Vortrag auf der Bosch IoT-Konferenz.
Ulrich Weinberg

„Denkt vernetzt“

Im Gespräch mit dem Leiter der School of Design Thinking, Universität Potsdam

Clock 6 Minuten

Gemeinsam sind wir stark – und kreativ! Die Innovationsmethode Design Thinking setzt auf kleine, interdisziplinäre Teams. An der Universität Potsdam wird die Methode gelehrt und umgesetzt: Leiter Prof. Ulrich Weinberg und die Studierenden unterstützen Firmen bei der Lösung komplexer Probleme.

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IoT-Experte Ulrich Weinberg im Interview

„Die meisten Menschen befinden sich immer noch im Wettbewerbsmodus des 20. Jahrhunderts.“

Ulrich Weinberg, Hasso-Plattner-Institut Potsdam

Umdenken

Es ist hoch angesehen, wenn sich jemand zum Experten in einem bestimmten Fachgebiet entwickelt und eigenverantwortlich arbeitet. Doch die Probleme der Arbeitswelt werden immer komplexer: Es reicht nicht mehr aus, die Dinge aus nur einem Blickwinkel zu betrachten. Hier setzt die Innovationsmethode Design Thinking an. Der Ansatz dient der kreativen Problemlösung. „Design Thinking bietet eine völlig neue Art der Zusammenarbeit“, sagt Ulrich Weinberg, Gründer der School of Design Thinking am Hasso-Plattner-Institut der Universität Potsdam. Den Kern der Innovationsmethode bilden laut Weinberg die „drei P’s“ – Place, Project und People: „Innovation braucht die passende Umgebung. Am besten versieht man das Mobiliar mit Rollen, für mehr Flexibilität. In solchen Räumlichkeiten arbeiten kleine interdisziplinäre Teams an ihren Projekten. Bei uns am Institut beispielsweise sind wir ein großes ‚Team aus Teams’, die Gruppen stehen also in stetigem Austausch.“

„Immer mehr Unternehmen kommen auf uns zu – und finden heraus, dass das, was wir tun, äußerst effizient und modern ist.“

Ulrich Weinberg, Hasso-Plattner-Institut Potsdam

Fehler sind erwünscht

Generell orientiert sich Design Thinking – wie auch der Design-Bereich an sich – stark am Nutzer. Es geht darum, das Problem des Kunden zu verstehen, Nutzerverhalten zu beobachten, die Ergebnisse zusammenzufassen und aus Kundensicht zu betrachten („Point of View“), Ideen zu generieren, Prototypen zu erstellen und sie schließlich im Arbeitsalltag zu testen. Im Prozess, in dem mehrere Schleifen gedreht werden, inspirieren sich die Team-Mitglieder gegenseitig. Bestenfalls stammen sie aus verschiedenen Kulturkreisen, haben verschiedene Jobs und sind unterschiedlich alt. Denn ein erfahrener Programmierer kommt auf andere Ideen als ein junger Architekt. Ulrich Weinberg fügt hinzu: „Es geht auch darum, eine offene Fehlerkultur zu schaffen, in der sich jeder ausprobieren kann. Verrückte Ideen sind erwünscht! Dabei darf man das eigentliche Thema nicht aus den Augen verlieren.“ Personas erstellen, Mind-Maps aufzeichnen, Brainstorming oder Rollenspiele, die einen in die Lage des Kunden versetzen sollen, sind typische Methoden innerhalb des Design-Thinking-Ansatzes.

„Bosch kann eine Vorbildfunktion für andere Firmen einnehmen.”

Ulrich Weinberg, Hasso-Plattner-Institut Potsdam

Die Mitarbeiter machen lassen

Bis zu 240 Studierende bildet die School of Design Thinking in Potsdam jährlich im Ergänzungsstudium Design Thinking aus. Sie kommen aus rund 20 verschiedenen Ländern, von 60 Universitäten und aus mehr als 70 unterschiedlichen Fachrichtungen. Weinberg: „Kleine, mittlere und große Unternehmen treten an uns heran, weil sie mutige Lösungen suchen. Wir arbeiten mit echten Kunden und deren Problemstellungen.“ Firmen müssen laut Weinberg erkennen, dass es nichts bringt, sich nur auf die Kreativität von Einzelnen und Wettbewerbsfähigkeit zu fokussieren: „Viele hängen mit ihrer Einstellung noch im 20. Jahrhundert. Es geht nicht länger darum, besser als die anderen zu sein, sondern um innovative Zusammenarbeit.“ Als Großkonzern ins Silicon Valley zu fahren, Google zu besuchen und deren Arbeitsweise zu kopieren mache keinen Sinn. Jedes Unternehmen müsse einen Weg finden, der seiner Kultur entspricht, alle Angestellten berücksichtigt und sie vom Design-Thinking-Ansatz überzeugt: „Wir vom Hasso-Plattner-Institut können helfen, Transformation anzukurbeln. Gibt man Mitarbeitern die Chance, ihre Arbeitsumgebung und Prozesse umzugestalten, werden sie großartige Dinge schaffen.“ Bei Bosch laufe aus Design-Thinking-Perspektive bereits vieles sehr richtig. Weinberg: „Bosch-Chef Volkmar Denner betont immer wieder, wie wichtig Offenheit, Kollaboration und neue Arbeitsweisen sind. Das sind unter anderem die Gründe, weshalb immer mehr Unternehmen die Zusammenarbeit mit Bosch suchen.“

Prof. Ulrich Weinberg – Gründer „School of Design Thinking“, Universität Potsdam

Ulrich Weinberg ist studierter Grafiker. Er spezialisierte sich auf 3D-Animation, arbeitete etwa für das ZDF und BMW und gründete die Unternehmen TERRATOOLS und CYPARADE (Simulation, 3D-Animation, Computerspiele). Nach seiner Tätigkeit als Professor an der Hochschule für Film und Fernsehen Babelsberg übernahm er 2007 die Leitung der School of Design Thinking. Er ist Mitgründer der Bürgerstiftung WeQ-Foundation und Autor von „Network Thinking“

Ulrich Weinberg spricht auf der Bühne der Bosch IoT-Konferenz.
Ulrich Weinberg spezialisierte sich schon früh auf 3D-Computeranimation.

Fazit

Ulrich Weinberg von der School of Design Thinking an der Universität Potsdam ist überzeugt, dass interdisziplinärer Teamarbeit die Zukunft gehört. Der Design-Thinking-Ansatz kann Unternehmen helfen, Lösungen für komplexe Probleme zu finden.

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