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Meeting ICCGermany
Nachhaltigkeit

Vor der Klimakonferenz

Bosch war zu Gast bei ICC-Treffen

Clock 8 Minuten

Anfang November lud die Internationale Handelskammer (ICC) Germany Vertreter von Unternehmen, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zu einer Diskussion nach Essen ein. Im Mittelpunkt der Veranstaltung „30 Tage vor der COP24“: der Beitrag der Wirtschaft zum Klimaschutz.

Große Erwartungen

Gruppe ICCGermany
Fotografie: thyssenkrupp AG

Vom 3. bis 14. Dezember tagt im polnischen Katowice die 24. Klimakonferenz der Vereinten Nationen. Ziel ist es, ein internationales Regelwerk zur Umsetzung des historischen Pariser Abkommens von 2015 zu verabschieden und damit auch die nationalen Klimabeiträge zu definieren. Als offizielle Anlaufstelle der UNFCCC für sämtliche Industrie- und Wirtschaftsverbände koordiniert die ICC die Aktivitäten der globalen Wirtschaft auf der Klimakonferenz – und hat bereits im Vorfeld in Essen wichtige Akteure zusammengebracht. Dazu zählten unter anderem HSBC Deutschland, thyssenkrupp, E.ON und Bosch. Die Leitfrage: Wie kann sich die deutsche Wirtschaft einbringen, um aktiv zum Klimaschutz beizutragen?

Forderungen der Politik an die Wirtschaft

Hauptrednerin der Veranstaltung war Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium. Sie verwies auf den aktuellen Sonderbericht des Weltklimarates IPCC, der im Oktober die Folgen der Erderwärmung konkretisiert hatte: „Bereits ab 1,5 Grad gehen wir das Risiko ein, dass wir Kipppunkte im Klimasystem überschreiten, die zum Beispiel einen langfristigen Meeresspiegelanstieg von mehreren Metern zur Folge hätten.“

Sie betonte zudem die zweite zentrale Botschaft der Veröffentlichung: „Eine Begrenzung auf 1,5 Grad Erderwärmung ist noch möglich – zweifellos mit enormen zusätzlichen Anstrengungen. Das bedeutet natürlich, dass wir unsere Ziele anspruchsvoller gestalten müssen.“ Über dafür notwendige Technologien verfügten wir bereits zum Beispiel im Bereich der erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. Grund dafür sei innovative Umweltpolitik und Ingenieurskunst, so die Politikerin: „Und auch in Zukunft werden wir technologische Sprünge und Innovationen brauchen, um Wirtschaft und Gesellschaft bis 2050 treibhausneutral zu gestalten.“

Auch in Zukunft werden wir technologische Sprünge und Innovationen brauchen, um Wirtschaft und Gesellschaft bis 2050 treibhausneutral zu gestalten.

Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium
Talk ICCGermany
Fordert mehr Innovationskraft der Wirtschaft für das 1,5-Grad-Ziel: Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium (Fotografie: thyssenkrupp AG)

Neues Klimaprogramm der Bundesregierung

Rita Schwarzelühr-Sutter nahm in ihrer Rede nicht nur die Wirtschaft in die Pflicht, sondern präsentierte auch die Aktivitäten der Bundesregierung. Mit dem Klimaschutzplan 2050, den darin enthaltenen Zielen sowie den Handlungsfeldern Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft, Industrie und Energie werde Klimaschutz erstmals umfassend gedacht. Sie kündigte an, dass das Bundesumweltministerium ein neues Förderprogramm zur Dekarbonisierung in der Industrie auflege. Es solle den energieintensiven Branchen mit erheblichen prozessbedingten CO2-Emissionen wie der Stahl-, Zement-, Kalk- oder Chemieindustrie ab 2020 helfen, in Klimaschutztechnologien zu investieren.

Wie der Beitrag der Wirtschaft aussehen kann

Bernhard Schwager redet
Bernhard Schwager, Leiter der Geschäftsstelle Nachhaltigkeit bei Bosch (Fotografie: thyssenkrupp AG)

Einer der Wirtschaftsakteure war die Bank HSBC, vertreten durch Deutschlandchefin Carola Gräfin von Schmettow. Sie sagte gegenüber der Westdeutschen Zeitung, dass die Bank keine neuen Kohlekraftwerke mehr finanziere außer in Bangladesch, Indonesien und Vietnam. „Der Finanzsektor hat den größten Hebel, die Wirtschaft in eine grüne Zukunft zu führen“, ist die Finanzmanagerin überzeugt.

Für Bosch vor Ort war Bernhard Schwager, Leiter der Geschäftsstelle Nachhaltigkeit. Er präsentierte die Prozesse im Energiemanagement von Bosch. Das Ziel: 35 Prozent weniger CO2 auszustoßen im Vergleich zu 2007. Das Unternehmen verfolgt einen Systemansatz über alle Geschäftsbereiche hinweg. Die Geschäftsführung setzt den Geschäftsbereichen Ziele und kontrolliert sie vierteljährlich durch einen CO2-Steuerkreis. CO2-Koordinatoren treiben einzelne Projekte in den Geschäftsbereichen voran und erhalten dabei Unterstützung von regionalen Koordinationsstellen. Die Werke erfassen lückenlos sämtliche Verbräuche und berichten sie über ein Datenerfassungstool an die Zentrale. Das System geht auf: Im Vergleich zu 2007 konnte die Bosch-Gruppe ihre relativen, auf die Wertschöpfung bezogenen CO2-Emissionen bereits um 32,8 Prozent senken.

Energiemanagement

Bosch setzt auf grüne Energien

Ein wichtiger Baustein zur Reduktion der CO2-Emissionen ist die Energie-Eigenerzeugung. Bosch nutzt zum Beispiel bereits an über 30 Standorten regenerative Energien – von Photovoltaik und Solarthermie über Biomasse, Geothermie und Wasserkraft bis hin zur Windkraft. 2017 lag der Energieertrag bei 86,6 GWh. Das entspricht 1,1 Prozent des Gesamtenergiebedarfs bei Strom und Wärme.

Vorreiter in der Strom-Eigenproduktion ist der indische Bosch-Standort in Nashik. Dort nahm 2017 die landesweit größte Photovoltaikanlage in der Automobilindustrie ihren Betrieb auf: 36 000 Solarpaneele erzeugen mit einer Spitzenleistung von 10 Megawatt Peak heute bereits mehr als 40 Prozent der vom Werk benötigten Energiemenge. Der Standort hat sich vorgenommen, demnächst den gesamten Energiebedarf durch Solarstrom zu decken.

-32,8 Prozent

weniger CO2-Emissionen (relativ) hat die Bosch Gruppe in 2017 im Vergleich zu 2007ausgestoßen (Ziel: 35 Prozent weniger bis 2020 im Vergleich zu 2007).

Fazit

Im Vorfeld der 24. Weltklimakonferenz diskutierten Vertreter aus Politik und Wirtschaft auf Einladung der ICC bei thyssenkrupp in Essen. Dort verkündete die Staatssekretärin des Bundesumweltministeriums, dass ein neues Dekarbonisierungsprogramm für energieintensive Industrien geplant ist. Unternehmen wie Bosch reduzieren ihre CO2-Emissionen bereits erfolgreich durch systematisches Energiemanagement.

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