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Research

Spende für das AEROSPACE LAB Herrenberg-Gäu

Weiterer Gewinner des Deutschen Zukunftspreises 2025, Kai Weeber, übergibt sein Preisgeld aus Gewinn.

08.05.2026
Herrenberg
Kai Weeber übergibt seinen Teil des Preisgeld vom Deutschen Zukunftspreis 2025 an das AERSPACE LAB Herrenberg-Gäu.
  • 80 000 Euro aus dem Gewinn des Deutschen Zukunftspreises 2025 gehen an das AEROSPACE LAB e.V. Jugendforschungszentrum Herrenberg-Gäu.
  • Preisträger Kai Weeber aus der Bosch Forschung fördert spezifisch das Projekt „KODEX“, das sich mit der Bedeutung agentischer künstlicher Intelligenz (KI) für digitales Design und Engineering-Prozesse befasst.

Bosch-Forscher Kai Weeber, Gewinner des Deutschen Zukunftspreises 2025, spendet nun als zweiter Bosch-Mitarbeitender seinen Anteil am Preisgeld in Höhe von 80 000 Euro an das AEROSPACE LAB e.V. Jugendforschungszentrum Herrenberg-Gäu. Ende 2025 ging der mit 250 000 Euro dotierte „Deutsche Zukunftspreis – Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation“ an ein dreiköpfiges Entwicklerteam von Bosch für die Entwicklung eines Brennstoffzellen-Antriebssystems für Nutzfahrzeuge.

Kai Weeber unterstützt mit seiner Spende das Projekt „KODEX – KI-basierte Kooperative Digitale Design- und Engineering-Experimente“, ein Zukunftsprojekt des AEROSPACE LAB in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Stuttgart. Schülerinnen und Schüler können hier ebenso wie Studierende neue Formen des kooperativen, KI-agentenbasierten digitalen Designs sowie autonomer Engineeringprozesse erschließen. Sie sollen gemeinsam untersuchen, wie KI-Werkzeuge den Weg von der textbasierten Idee bis zum fertigen Bauteil unterstützen können. „Mir ist es besonders wichtig, dass junge Menschen mit Technologien und Methoden in Berührung kommen, die für die Aufgaben zukünftiger Ingenieurinnen und Ingenieure entscheidend sein werden“, so Kai Weeber. „Denn die Schülerinnen, Schüler und Studierenden von heute sind vielleicht die Forschenden von morgen.“

Gruppe hält große Holz-Zahlen zu 80 000 vor einer Weltraum-Kulisse
Bosch-Forscher Kai Weeber (links) von Bosch übergibt symbolisch seinen Anteil am Preisgeld des Deutschen Zukunftspreises an das AEROSPACE LAB in Herrenberg, vertreten durch Sieglinde Berger (Mitte links) und Prof. Dr.-Ing. Heinz Voggenreiter (Mitte rechts), Gründungsmitglied des Aerospace Lab und Institutsleiter am Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt, sowie Frank Stark (rechts), Vorstand und Gründungsmitglied des AEROSPACE LAB.
Schülerinnen und Schüler bauen und programmieren ein kleines Robotikmodell mit Elektronik auf einem Tisch
Jonathan (links), Jason (2 v.l.) und Till (rechts) bauen mit Kai Weeber (Mitte) einen Lego-Mindstorms-Roboter, der Linien verfolgen kann.
3D-Drucker im Laborbetrieb mit Filamentspule und Bedienfeld sichtbar
Lara (links) erklärt Kai Weeber (rechts), wie aus 3D-Druckabfällen neues Ausgangsmaterial für 3D-Druck im Aerospace Lab selbst hergestellt wird.
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Während des Übergabetermins am 08. Mai 2026 im AEROSPACE LAB in Herrenberg besichtigte Weeber mehrere Labore und überreichte die Spende im Beisein von Prof. Dr.-Ing. Heinz Voggenreiter, Direktor des Instituts für Bauweisen und Strukturtechnologie am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Stuttgart, und Sieglinde Berger, Leitung des AEROSPACE LAB e.V. Jugendforschungszentrum Herrenberg-Gäu. „Das AEROSPACE LAB möchte Schülerinnen und Schüler nachhaltig für Technik und Naturwissenschaft begeistern“, sagte Sieglinde Berger. „Spenden wie die von Kai Weeber helfen uns, neue, wichtige Zukunftsthemen wie zum Beispiel KI aufzubauen und dazu die nötige technische Infrastruktur sowie Software-Lizenzen und Material zu beschaffen.“

Bereits seit 2009 begeistert das Jugendforschungszentrum AEROSPACE LAB Schülerinnen und Schüler sowie Studierende für Technik und Naturwissenschaften. Heute bietet es rund 180 Jugendlichen und 50 Betreuerinnen und Betreuern die Möglichkeit, sich in ingenieur- und naturwissenschaftlichen Projekten zu engagieren, die sich auf Themen wie Luft- und Raumfahrt, Mobilität, Robotik und Ressourceneffizienz konzentrieren. Unter professioneller Anleitung können sie sich an Kooperationen mit Universitäten, Forschungseinrichtungen und der Industrie beteiligen. Ihre Ergebnisse präsentieren sie dann auf Messen, Konferenzen, bei Wettbewerben oder fördernden Unternehmen.

Die drei Mitglieder des Entwicklerteams von Bosch – Gewinner des Deutschen Zukunftspreises 2025
Das dreiköpfige Entwicklerteam von Bosch – Gewinner des Deutschen Zukunftpreises 2025

Den Deutschen Zukunftspreis 2025 für Technik und Innovation hat Kai Weeber zusammen mit seinen Bosch-Kollegen Christoffer Uhr und Pierre Andrieu im November 2025 für die Entwicklung des Fuel Cell Power Module (FCPM) erhalten. Gemeinsam mit einem großen Team haben die Ingenieure dieses Brennstoffzellen-Antriebssystem für Nutzfahrzeuge bei der Robert Bosch GmbH entwickelt und in Serie gebracht. Das FCPM wandelt Wasserstoff und Sauerstoff in Strom. Damit können weltweit Lkw auch auf langen Strecken elektrisch und – bei Einsatz von regenerativ erzeugtem Wasserstoff – komplett CO₂-frei angetrieben werden.

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