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Verantwortung

Verantwortungsvolle Unternehmensführung

Verantwortung - Bosch in Renningen

Als globales Unternehmen ist sich Bosch seiner eigenen und gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Das betrifft unsere eigenen Prozesse wie auch die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und unser Wirken in der Gesellschaft.

Compliance

Compliance steht für die Einhaltung von gesetzlichen und unternehmensinternen Bestimmungen. Bei Bosch ist dies ein fester Bestandteil des unternehmerischen Wertekanons. Hierzu haben wir in unserem weltweit gültigen Code of Business Conduct unsere Haltung zu gesetzlichen Anforderungen und ethischen Fragen eindeutig festgelegt. Zusammen mit den Bosch-Werten bildet er das Fundament, das wir als essenziell für den Geschäftserfolg von Bosch erachten. Und weil uns verantwortungsvolles und rechtmäßiges Verhalten über unsere Unternehmensgrenzen hinaus wichtig ist, haben wir unsere Erwartungshaltung an unsere Geschäftspartner in einem entsprechenden Verhaltenskodex formuliert.

Volkmar Denner
 Code of Business Conduct

Code of Business Conduct

Verhaltenskodex für Geschäftspartner

Verhaltenskodex für Geschäftspartner

Unternehmensweites Compliance-Managementsystem

Bosch verfügt über ein globales Compliance-Managementsystem mit einem Chief Compliance Officer, der direkt an die Geschäftsführung berichtet, eine zentrale Compliance-Abteilung sowie Compliance Officern in den Geschäftsbereichen und Regionen. Präventions- und Kontrollmaßnahmen, zu denen unter anderem das Vier-Augen-Prinzip, die Job-Rotation in sensiblen Bereichen sowie regelmäßige Audits gehören, sollen unser wertebasiertes Compliance-System unterstützen. Das Compliance-System wird ergänzt durch ein Hinweisgebersystem. Mitarbeiter, Geschäftspartner, aber auch Dritte haben jederzeit die Möglichkeit, regelwidriges Verhalten zu melden.

Soziale Verantwortung

Die Verantwortung gegenüber der Gesellschaft hat bei Bosch eine lange Tradition. Sie beginnt für uns beim fairen Umgang mit unseren Mitarbeitern: In den „Grundsätzen sozialer Verantwortung bei Bosch“ bekennen sich die Geschäftsführung und die Arbeitnehmervertretungen unter anderem zur Einhaltung der Menschenrechte, Chancengleichheit, fairen Arbeitsbedingungen und zu weltweiten Standards im Arbeits- und Gesundheitsschutz. Diese insgesamt elf Grundsätze orientieren sich an den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und sind auch für unsere Lieferanten verpflichtend.

Grundsätze sozialer Verantwortung bei Bosch

Grundsätze sozialer Verantwortung bei Bosch

Weltweites Engagement

In der Tradition unseres Firmengründers Robert Bosch leben wir soziale Verantwortung auch über die Unternehmensgrenzen hinaus. Dabei sind unsere Aktivitäten auch heute noch auf das Gemeinwohl, insbesondere auf Chancengleichheit durch Bildung, gerichtet. Insgesamt spendete die Bosch-Gruppe in 2020 weltweit 21,2 Mio. Euro für gemeinnützige Zwecke. Unser gesellschaftliches Engagement durch Spenden erfolgt über die jeweiligen Gesellschaften, in einigen Ländern auch über eigens dafür geschaffene Institutionen.

In einigen Ländern haben die Regionalgesellschaften von Bosch eigene Institutionen für die Vergabe von Spenden etabliert, die als nationale gemeinnützige Einrichtungen organisiert sind. Im Einzelnen sind dies:

Die Robert Bosch Stiftung

Die Robert Bosch Stiftung GmbH gehört zu den großen, unternehmensverbundenen Stiftungen in Europa. Sie arbeitet in den Fördergebieten Gesundheit, Bildung und Globale Fragen. Mit ihrer gemeinnützigen Tätigkeit trägt sie zur Entwicklung tragfähiger Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen bei. Dazu setzt sie eigene Projekte um, geht Allianzen mit Partnern ein und fördert Initiativen Dritter.

Zentrale Themen im Fördergebiet Globale Fragen sind Frieden, Ungleichheit, Klimawandel, Demokratie, Migration und Einwanderungsgesellschaft. Im Bereich Bildung steht das Lernen des Individuums und der Organisationen im Fokus. Mit ihrer Gesundheitsförderung engagiert sich die Stiftung für ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem, das den Menschen stärker in den Mittelpunkt rückt.

Die Robert Bosch Stiftung bekennt sich zu den Werten und dem Vorbild ihres Stifters, Robert Bosch, und setzt dessen philanthropisches Wirken zeitgemäß fort. Sie profitiert in ihrer Arbeit von einer mehr als 50-jährigen Erfahrung und einem umfangreichen Netzwerk von Praktikern und Experten weltweit. Sie unterstützt den interdisziplinären Austausch zwischen Entscheidungsträgern und Meinungsbildern in der Robert Bosch Academy und fördert die Arbeit profilierter, praxisnaher Think-Tanks.

Die Robert Bosch Stiftung hält rund 94 Prozent der Geschäftsanteile an der Robert Bosch GmbH und finanziert sich aus den Dividenden, die sie aus dieser Beteiligung erhält. Seit ihrer Gründung 1964 hat die Robert Bosch Stiftung rund 1,8 Milliarden Euro für ihre gemeinnützige Arbeit ausgegeben.

Die Robert Bosch Stiftung

Verantwortungsvolles Supply Chain Management

Informationen für Geschäftspartner

Auf der Grundlage eines gemeinsamen Verständnisses für ethisches und nachhaltiges Handeln wollen wir zusammen mit unseren Geschäftspartnern Antworten auf die globalen sozialen und ökologischen Herausforderungen finden. Grundlage für unser Nachhaltigkeitsverständnis bilden die „Grundsätze sozialer Verantwortung bei Bosch“ sowie die zehn Grundprinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen. Davon ausgehend fordern wir, dass unsere Lieferanten die allgemein gültigen Arbeitsnormen befolgen – also beispielsweise die Versammlungsfreiheit gewährleisten, auf Zwangs- und Kinderarbeit verzichten, keine Toleranz gegenüber Diskriminierung zeigen und Arbeitssicherheit gewährleisten. Außerdem verpflichten wir unsere Lieferanten zu Umweltschutz und Ressourcenschonung – und auch darauf hinzuwirken, dass diese Vorgaben in ihren eigenen Lieferketten weitergegeben werden.

Nachhaltigkeitsaspekte werden im Supply Chain Management über einen dreistufigen Prozess berücksichtigt:

  • Unsere Anforderungen vermitteln wir den Lieferanten über die „Grundsätze sozialer Verantwortung bei Bosch“, den Verhaltenskodex für Geschäftspartner und entsprechende Vertragspassagen.
  • Um die Einhaltung dieser Anforderungen zu bewerten, setzen wir systematische Methoden ein. Von zentraler Bedeutung sind dabei die CSR Quick-Scans und CSR Drill Deep Assessments.
  • Die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsleistung unserer Lieferanten zielt auf wirksame und dauerhafte Veränderungen ab.

Menschenrechtliche Sorgfaltspflicht

Neben dem Schutz von Klima und Umwelt haben wir bei der nachhaltigen Ausrichtung unserer Lieferketten auch soziale Aspekte im Blick. Insbesondere die Achtung der Menschenrechte hat für uns höchste Priorität. Vor diesem Hintergrund arbeiten wir seit 2019 an einem systematischen Prozess, mit dem wir die Auswirkungen der Geschäftstätigkeit von Bosch in Bezug auf die Einhaltung von Menschenrechten regelmäßig evaluieren wollen. Da das Umfeld der Rohstoffgewinnung aus ökologischer und sozialer Sicht besonders risikobehaftet ist, haben wir hier einen ersten Schwerpunkt gesetzt. So wurde 2020 eine detaillierte Risikoanalyse durchgeführt, um systematisch die für die Bosch-Gruppe relevanten Rohstoffe zu identifizieren.

Erste Maßnahmen wurden bereits umgesetzt. So wurden strategische Lieferanten für Lithium-Ionen-Batterien zur Offenlegung ihrer gesamten Lieferketten für die Rohstoffe Kobalt, Grafit, Lithium, Mangan und Nickel verpflichtet. Parallel hierzu hat Bosch bei mehreren Unterlieferanten für Seltene Erden sowie in den Lieferketten für Batteriezellen und Elektromotorkomponenten Co-Audits bzw. CSR Assessments durchgeführt. Auch beim Bezug von wiedergewonnenem Blei für Zubehör- und Ersatzteile wurden die Lieferketten 2020 vor Ort überprüft. Zudem beteiligt sich Bosch seit 2014 am Conflict Minerals Reporting und hat letztes Jahr erstmals ein exemplarisches Cobalt Reporting nach der Responsible Minerals Initiative (RMI) erstellt. Bosch ist auch im „Branchendialog Automobilindustrie: Achtung der Menschenrechte entlang der Liefer- und Wertschöpfungsketten“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales engagiert und beschäftigt sich in zwei Arbeitsgruppen schwerpunktmäßig mit dem Einsatz von Kupfer und Lithium sowie mit dem Aufbau eines unternehmensübergreifenden Beschwerdemechanismus in der Automobilindustrie.

Bosch ist Gründungsmitglied der “value balancing alliance e.V.“

Value Balancing Alliance

Welche Beiträge leisten Unternehmen für die Gesellschaft - in ökologischer, sozialer und finanzieller Hinsicht? Und wie können diese Beiträge messbar und vergleichbar gemacht werden? Diesen Fragen geht die neu gegründete „value balancing alliance e.V.“ mit Sitz in Frankfurt am Main auf den Grund.

Bosch ist Gründungsmitglied der Allianz und arbeitet mit sieben weiteren internationalen Unternehmen an einem globalen Standard zur Messung und Offenlegung des echten Wertbeitrags von Unternehmen für die Gesellschaft.

Ziel der Allianz ist es, in der Bilanzierung und Performance-Messung von Unternehmen Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft zu berücksichtigen.

Konkret geht die Allianz der Frage nach, welche Beiträge Unternehmen für die Gesellschaft leisten und wie diese Beiträge messbar und vergleichbar gemacht werden können. Hierzu soll ein globaler Standard erarbeitet werden, der soziale Auswirkungen durch Unternehmenshandlungen, soziale Abhängigkeiten entlang der Wertschöpfungskette und deren Effekte auf den Unternehmenswert monetär sichtbar macht.

Die Transformation von Geschäftsprozessen erfordert ein gemeinsames Vorgehen aller Akteure im Geschäftsumfeld. Bosch ist davon überzeugt, dass es als Unternehmen die Verantwortung für eine nachhaltige Wertschöpfung mitträgt. “Unser Anspruch ‚Technik fürs Leben‘ spiegelt unsere Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt wider. Mit unserem Engagement in der value balancing alliance e.V. machen wir unsere Selbstverpflichtung einmal mehr transparent ", sagt Torsten Kallweit, Leiter Arbeits-, Brand-, Umweltschutz und Nachhaltigkeit in der Bosch-Gruppe.

Die value balancing alliance e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, innerhalb der kommenden drei Jahre ein Modell für die Berechnung dieser vieldimensionalen Wertschaffung zu entwickeln, dieses in der Anwendung zu testen und die Veröffentlichungs- und Berichtspflichten entsprechend weiterzuentwickeln. Unterstützt wird die Werteallianz dabei von unabhängigen externen Gremien, wie der OECD und den Universitäten Oxford, Harvard, Hamburg und Mannheim.

Mit der Gründung der value balancing alliance e.V. haben die acht Gründungsmitglieder einen entscheidenden Schritt für ein ganzheitliches Werteverständnis in der Wirtschaft unternommen.

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