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Economy of Things – neue Technologie, neues Geschäft

Sind Plattform-Monopole eine unvermeidbare Variation der Tragik der Allmende in der heutigen digitalen Wirtschaft? Oder könnten dezentrale Systeme der Macht heutiger Plattform-Monopole Paroli bieten und das kooperative Verhalten der Betreiber stärken, um die Kundenbedürfnisse besser zu erfüllen? Und somit die Grundlage für eine Economy of Things mit neuen branchen- und bereichsübergreifenden Werteschöpfungsnetzwerken und Geschäftsmodellen bilden?

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Spieltheoretische Analyse von Märkten ohne (links) und mit (rechts) Netzwerkeffekten. Im zweiten Fall zeigen sich deutliche Tendenzen von Monopolbildung und daraus resultierendes Marktversagen. Details dazu finden sich in Herd, B., Scharmann, N., & Phelps, S., “Towards the Model-Based Analysis and Design of Decentralised Economies of Things” 2018

Eine Ökonomie für das Internet der Dinge

Da die Produkte von Bosch zunehmend mit dem Internet der Dinge verbunden sind, wird ein Großteil von Bosch ebenfalls an der digitalen Ökonomie beteiligt sein. Und da wir nach wie vor ein Unternehmen sind, das großartige Produkte herstellt, ist die Frage, welche Rolle die „Dinge“ in dieser neuen Ökonomie spielen können, von grundlegendem Interesse.

Infolgedessen ist das Projekt „Economy of Things“ („Ökonomie der Dinge“) in der Bosch Forschung verankert, im Grunde aber interdisziplinär mit aktiver Beteiligung verschiedener Bosch-Einheiten in den Bereichen Mobilität, Energie, Konsumgüter, Logistik und IT.

Drei Ziele für die Economy of Things

Bosch konzentriert sich auf drei Handlungsfelder, um eine neue digitalisierte Wirtschaft mitzugestalten.

Im ersten geht es um Dezentralisierung. Diese soll digitale Ökonomien ohne Monopolbildungstendenzen ermöglichen und kooperatives Verhalten von Plattformspielern fördern. Letztlich werden dadurch unsere Kunden in den Bosch-Geschäftsfeldern profitieren.

Im zweiten Handlungsfeld beschäftigen wir uns mit der Weiterentwicklung von smarten Produkten, die sich problemlos in die relevanten Technologien integrieren, und entwickeln entsprechende organisatorische Fähigkeiten. Darüber hinaus arbeiten wir an neuen, ergänzenden Services zur Erweiterung etablierter produktbasierter Geschäftsmodelle.

Im dritten Handlungsfeld geht es um Innovationen. Bosch wird zu neuen branchen- und bereichsübergreifenden Wertschöpfungsnetzwerken und Geschäftsmodellen beitragen und auch dadurch eine Economy of Things ermöglichen.

Distributed-Ledger-Technologie (DLT)

Dezentralisierung und die Good Governance dezentraler Systeme werden die Kernkompetenzen für den Aufbau einer Economy of Things sein. Eine der Technologien, die dabei eine zentrale Rolle spielen kann, ist die Distributed-Ledger-Technologie (DLT). Deren bekanntestes Beispiel ist die Blockchain.

Wenn das Internet der Dinge ,die physische Welt digitalisiert', dann stellt die Economy of Things die ,Verflüssigung der physischen Welt' dar.

IBM

Daher tragen wir sowohl zur Technologiefähigkeit dezentraler Systeme basierend auf DLT und Multi-Agenten-Technologien als auch zu Spieltheorie und Mechanismus-Design bei.

Zusammenfassung

Mit Hilfe von Bosch werden branchen- und bereichsübergreifende Wertschöpfungsnetzwerke aufgebaut, die neue Geschäftsmodelle in einer Economy of Things ermöglichen.

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