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Unsere Forschungsexperten

Veronika Haug, Dr.

Von der Grenzflächenphysik in Solarzellen zu agilen Arbeitsmethoden in der industriellen Forschung

"Promovierte Physikerin und Mutter von drei wunderbaren Kindern zu sein, ist auf den ersten Blick sicher nicht die „normale“ Ausbildung für meinen derzeitigen Job als Agile Master. Auf den zweiten Blick war und ist es für mich persönlich die perfekte Vorbereitung für diese Aufgabe."

Veronika Haug, Dr.

Zur Bosch-Forschung kam ich zunächst als Expertin für Dünnschichtsolarzellen. Danach habe ich an ganz unterschiedlichen Themen geforscht und bin nun seit Anfang 2019 Agile Master für verschiedene Teams in der Forschung. Dabei setze ich agile Arbeitsmethoden ein, um meine Teams dabei zu unterstützen, Spitzenleistungen zu bringen. Agile Methoden ermöglichen es uns, flexibel auf überraschende Erkenntnisse und sich ändernde Rahmenbedingungen zu reagieren.

Lebenslauf

Agile Master

seit 2019
Mehrere Teams - von Nachhaltigkeit bis Medizintechnik, Robert Bosch GmbH

(Teil-)Projektleiterin

2012-2019
Unterschiedliche Projekte von Solarzellen bis zu elektrochemischen Energiespeichern, Robert Bosch GmbH

Promotion

2007-2010
Grenzflächen in Dünnschichtsolarzellen, Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW)

Ausgewählte Publikationen

  • Influence of an additional carbon layer at the back contact-absorber interface in Cu(InGa)Se2 thin film solar cells

    V. Haug et al. (2011)

    Influence of an additional carbon layer at the back contact-absorber interface in Cu(InGa)Se2 thin film solar cells
    • Veronika Haug, Aina Quintilla, Ines Klugius, and Erik Ahlswede
    • Thin Solid Films, 519(21):7464 – 7467
  • Ex- and in-situ investigations of sulfur diffusion into Cu(In,Ga)Se2 thin films

    B.J. Mueller et al. (2015)

    Ex- and in-situ investigations of sulfur diffusion into Cu(In,Ga)Se2 thin films
    • Björn J. Mueller, Markus Mock, Veronika Haug, Frank Hergert, Thomas Koehler, Siegmund
    • Zweigart, and Ulrich Herr
    • Thin Solid Films, 582:284 – 289
  • Comparison of organic electrolytes at various temperatures for 2.8 V–Li-ion hybrid supercapacitors

    H. Shim et al. (2020)

    Comparison of organic electrolytes at various temperatures for 2.8 V–Li-ion hybrid supercapacitors
    • Hwirim Shim, Özil Budak, Veronika Haug, Mathias Widmaier, Volker Presser
    • Electrochimica Acta 2020, 337 135760
  • Improved organic semiconductor lasers based on a mixed-order distributed feedback resonator design

    C. Karnutsch et al. (2007)

    Improved organic semiconductor lasers based on a mixed-order distributed feedback resonator design
    • Christian Karnutsch, Christof Pflumm, George Heliotis, John C. deMello, Donal D. C.
    • Bradley, Jing Wang, Thomas Weimann, Veronika Haug, Christian Gärtner, and Uli Lemmer
    • Appl. Phys. Lett., 90(13):131104
  • Temperature dependency of the Ga/In distribution in Cu(In,Ga)Se2 absorbers in high temperature processes

    B.J. Mueller et al. (2016)

    Temperature dependency of the Ga/In distribution in Cu(In,Ga)Se2 absorbers in high temperature processes
    • Björn J. Mueller, Thomas Demes, Patrick C. Lill, Veronika Haug, Frank Hergert, Siegmund Zweigart, and Ulrich Herr
    • Cryst. Growth, 442:31 – 40
  • CuInSe2 low-cost thin-film solar cells made from commercial elemental metallic nanoparticles

    J. Ungelenk et al. (2010)

    CuInSe2 low-cost thin-film solar cells made from commercial elemental metallic nanoparticles
    • Jan Ungelenk, Veronika Haug, Aina Quintilla, and Erik Ahlswede
    • Phys. Stat. Sol. (RRL), 4(3-4):58–60
  • Cu(In,Ga)Se2 thin-film solar cells based on a simple sputtered alloy precursor and a low-cost selenization step

    V. Haug et al. (2011)

    Cu(In,Ga)Se2 thin-film solar cells based on a simple sputtered alloy precursor and a low-cost selenization step
    • Veronika Haug, Ines Klugius, Theresa M. Friedlmeier, Aina Quintilla, and Erik Ahlswede
    • J. Photon. Energy, 1:018002
  • Influence of different sulfur to selenium ratios on the structural and electronic properties of Cu(In,Ga)(S,Se)2 thin films and solar cells formed by the stacked elemental layer process

    B. J. Mueller et al. (2014)

    Influence of different sulfur to selenium ratios on the structural and electronic properties of Cu(In,Ga)(S,Se)2 thin films and solar cells formed by the stacked elemental layer process
    • Björn J. Mueller, Christian Zimmermann, Veronika Haug, Frank Hergert, Thomas Koehler, Siegmund Zweigart, and Ulrich Herr
    • J. Appl. Phys., 116(17):174503
  • Influence of selenium amount on the structural and electronic properties of Cu(In,Ga)Se2 thin films and solar cells formed by the stacked elemental layer process

    B. J. Mueller et al. (2016)

    Influence of selenium amount on the structural and electronic properties of Cu(In,Ga)Se2 thin films and solar cells formed by the stacked elemental layer process
    • Björn J. Mueller, Borirak Opasanont, Veronika Haug, Frank Hergert, Siegmund Zweigart, and Ulrich Herr
    • Thin Solid Films, 608:62 – 70
  • Influence of Mo–N as diffusion barrier in Mo back contacts for Cu(In,Ga)Se2 solar cells

    B. J. Mueller et al. (2016)

    Influence of Mo–N as diffusion barrier in Mo back contacts for Cu(In,Ga)Se2 solar cells
    • Björn J. Mueller, Arthur Fotler, Veronika Haug, Frank Hergert, Siegmund Zweigart, and Ulrich Herr
    • Thin Solid Films, 612:186 – 193

Interview mit Veronika Haug, Dr.

Agile Master für unterschiedliche Teams in der Forschung

Erzählen Sie doch mal: was fasziniert Sie an der Forschung?
Ich liebe es, Neues zu entdecken und zunächst undurchsichtige Zusammenhänge zu verstehen oder zumindest zu versuchen, sie zu verstehen, Hypothesen aufzustellen, sie zu überprüfen, verwerfen und anzupassen. Dabei kann ich mich für ganz unterschiedliche Themengebiete begeistern. Meine Neugier hat mich schon in viele verschiedene Bereiche blicken lassen und ich bin immer wieder froh, dass ich diese Neugier einsetzen darf, um reale Probleme lösen zu können.

Was macht die Forschung bei Bosch besonders?
Ein großer Konzern wie Bosch, der eine zentrale Forschung unterhält, bietet so neugierigen Menschen wie mir einen wunderbaren Arbeitsplatz. Die Themen und auch die Teams sind interdisziplinär. So treffen immer unterschiedliche Sichtweisen und Methoden aufeinander und ich lerne jeden Tag von anderen Kolleginnen und Kollegen. Außerdem ist die Forschung so aufgestellt, dass einerseits eine klare Anwendungsnähe gegeben ist und dennoch viel Freiheit für neue Ideen geboten wird.

Woran forschen Sie bei Bosch?
Ich forsche im eigentlichen Sinne derzeit nicht, eines meiner Teams arbeitet an intelligenten Lösungen für die Medizintechnik, ein anderes erarbeitete die Strategie im Bereich Nachhaltigkeit für die Bosch-Forschung. Ich selbst darf jeden Tag dazu lernen, wie Menschen zusammenarbeiten, welche Schwierigkeiten dabei auftreten können, wie diese gemeistert werden können. Ich freue mich, dass ich so andere in ihrer Forschung unterstützen kann und selbst so viel Neues über deren Themen lernen kann.

Was sind die größten wissenschaftlichen Herausforderungen in Ihrem Forschungsfeld?
Interdisziplinäre, diverse Teams zu begleiten ist immer spannend. Diese Unterschiedlichkeit, die für den Erfolg eines Teams so wichtig ist, hat eben oft den Preis, dass es bei der Kommunikation oder der Zusammenarbeit allgemein Stolpersteine gibt. Bei den agilen Arbeitsmethoden gibt es daher beispielsweise den Grundsatz „lieber explizit als implizit“ - es hilft, wenn wir nicht davon ausgehen, dass irgendetwas selbstverständlich ist oder ohnehin immer auf diese oder jene Art gemacht wird.

Wie werden Ihre Forschungsergebnisse zu "Technik fürs Leben"?
Meine Arbeit trägt immer nur indirekt dazu bei, dass Forschungsergebnisse letztlich tatsächlich Technik fürs Leben werden. Durch die agilen Arbeitsmethoden stärken wir den Kundenfokus in unseren Projekten und überlegen schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt, welcher Nutzen sich durch welche Lösung ergibt und für wen es diesen Nutzen gibt. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass unsere Forschung tatsächlich eines Tages in einem Produkt umgesetzt wird.

Veronika Haug, Dr.

Ihr Kontakt zu mir

Veronika Haug, Dr.
Agile Master für unterschiedliche Teams in der Forschung

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