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Nachhaltigkeitsstrategie

Klares Zielbild gibt die Richtung vor

Bosch-Standorts in Renningen.

Bosch lebt Nachhaltigkeit und entwickelt sich dabei ständig weiter. Die strategische Grundlage dafür ist unser Zielbild „New Dimensions – Sustainability 2025“.

Nachhaltigkeitsstrategie

Unser Anspruch ist, durch wirtschaftlich, ökologisch und sozial verantwortliches Handeln die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und die Lebensgrundlagen heutiger und künftiger Generationen zu sichern.

Mit dem Zielbild „New Dimensions – Sustainability 2025“ hat sich Bosch klare Nachhaltigkeitsziele gesetzt. Es beschreibt sechs grundlegende Themenfelder. Jedes einzelne wird durch zwei wesentliche Aspekte mit klar ausformulierten, mittelfristigen Zielen konkretisiert und stetig weiterentwickelt. Abgeleitet aus den für unser Unternehmen wesentlichen Megatrends und den Ergebnissen unserer Wesentlichkeitsanalyse setzen sie den Rahmen für unsere Aktivitäten in den kommenden Jahren.

Grafik des Bosch-Nachhaltigkeitszielbilds: Die sechs Dimensionen des Zielbilds sind in einem Sechseck angeordnet. Die Dimension Klima beinhaltet die Themen „CO2 Scope 1 & 2“ sowie „CO2 Scope 3“. Die Dimension Energie beinhaltet die Themen „Energieeffizienz“ und „Erneuerbare Energien“. Die Dimension Wasser beinhaltet die Themen „Wasserknappheit“ und „Wasserqualität“. Die Dimension Urbanisierung beinhaltet die Themen „Lebenszyklusanalysen“ sowie „Ressourcen und Abfall“. Die Dimension Globalisierung beinhaltet die Themen „Verantwortung“ und „Lieferkette“. Die Dimension Gesundheit beinhaltet die Themen „Arbeitsschutz“ und „Gefahrstoffe“. In der Mitte des Sechsecks steht „New Dimensions Sustainability 2025“.
„Unser Anspruch ist es, dort aktiv zu werden, wo wir den größten Nutzen für Umwelt und Gesellschaft leisten.“
Torsten Kallweit, Leiter EHS und Nachhaltigkeit bei Bosch

Unser Zielbild im Detail

Klima

Klima

Klima

Bosch ist Vorreiter im Klimaschutz und wirtschaftet seit 2020 klimaneutral (Scope 1 und 2). In der gesamten Wertschöpfungskette bringt Bosch Wissen und Technologien ein und multipliziert so die eigene Wirkungskraft, um Treibhausgasemissionen zu senken (Scope 3).

1 | CO₂ Scope 1 und 2

Klimaneutralität ab 2020 und kontinuierliche Verbesserung des Maßnahmenmixes bis 2030

Seit 2020 ist Bosch mit seinen weltweit über 400 Standorten klimaneutral (Scope 1 und 2). Nun gilt es, die Qualität der Maßnahmen bis 2030 kontinuierlich zu steigern, um so einen möglichst großen Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende zu leisten.

2 | CO₂ Scope 3

Reduktion der absoluten Scope-3-CO₂-Emissionen bis 2030 um 15 %

Im Jahr 2020 haben wir unsere Berechnung für die wesentlichen Scope-3-Kategorien weiter detailliert und wesentliche Treiber identifiziert:

  • Kategorie „beschaffte Güter und Dienstleistungen“: 2020 haben wir die größten CO₂-emittierenden Lieferantengruppen identifiziert. 2021 wollen wir die Emissionen und Reduktionsfortschritte relevanter Lieferanten erfassen, um ihre Leistungen bewertbar zu machen.
  • Kategorie „Logistik“: Im Bereich Logistik legen wir insbesondere einen Schwerpunkt auf die Vermeidung von Lufttransporten. 2020 hat ein Pilotprojekt zur Umstellung von Luft- auf Seefracht eine potenzielle CO₂-Reduktion von rund 10 % für das erste Jahr ergeben. Derzeit wird geprüft, inwieweit sich die Maßnahmen auf weitere Logistikbereiche übertragen lassen.
  • Kategorie „Nutzungsphase der Produkte“: 2020 haben wir zusätzliche Potenziale identifiziert, um die CO₂-Emissionen in der Nutzungsphase unserer Produkte weiter zu reduzieren. Ansatzpunkte sind die Steigerung der Energieeffizienz, die Gestaltung des Produktportfolios und die Transformation des Energiesektors.

Mit unseren Aktivitäten unterstützen wir insbesondere die folgenden Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen: nachhaltige/-r Konsum und Produktion (SDG 12), Maßnahmen zum Klimaschutz (SDG 13)

Klima
Energie

Energie

Energie

Bosch fördert den Ausbau erneuerbarer Energien und strebt kontinuierlich nach Energieeffizienz – von der Entwicklung über die Herstellung bis zum fertigen Produkt.

1 | Energieeffizienz

Einsparung von 1,7 TWh bis 2030 durch Steigerung der Energieeffizienz

Seit 2019 haben wir weltweit über 2 000 Energieeffizienzprojekte initiiert, allein 2020 kamen rund 1 000 neue Projekte hinzu. Mit ihnen haben wir ein Einsparpotenzial von 0,38 TWh erschlossen.

2 | Erneuerbare Energien

Steigerung der regenerativen Eigenerzeugung an unseren Standorten auf 400 GWh und deutlicher Ausbau des Bezugs von Grünstrom aus Neuanlagen bis 2030

2020 haben wir 69 GWh regenerative Energie an unseren Standorten selbst erzeugt. Damit wurden bereits 17 % unseres Zielwerts erreicht. Parallel dazu haben wir 2020 in Deutschland mit drei Energieversorgern langfristige Bezugsverträge geschlossen und so den Bau neuer Anlagen zur regenerativen Energieerzeugung ermöglicht. Insgesamt sollen so jährlich mehr als 100 000 Megawattstunden Strom über das öffentliche Netz zu deutschen Bosch-Standorten fließen. Für 2021 planen wir den Abschluss von ähnlichen Bezugsverträgen in weiteren Regionen.

Mit unseren Aktivitäten unterstützen wir insbesondere das folgende Sustainable Development Goal (SDG) der Vereinten Nationen: bezahlbare und saubere Energie (SDG 7)

Energie
Wasser

Wasser

Wasser

Bosch geht achtsam mit der Ressource Wasser um und hat dabei insbesondere Gebiete mit Wasserknappheit im Blick.

1 | Wasserknappheit

Reduktion der absoluten Wasserentnahme an Standorten in Wasserknappheitsgebieten um 25 % bis 2025

Seit 2019 haben wir rund 50 Projekte gestartet und die Wasserentnahme an Standorten in Wasserknappheitsgebieten um 23,1 % im Vergleich zu 2017 reduziert. Die Identifikation der Standorte erfolgte anhand des WWF Water Risk Filter. Für 2021 planen wir eine Aktualisierung der Datenbasis.

2 | Wasserqualität

Steigerung der Qualität der Abwasserströme

2020 sank die Abwassermenge von Bosch auf 14,5 Mio. m³. Um die Qualität der Abwasserströme zu steigern, haben wir zentral erfasst, wo welche Mengen entstehen und wie sie behandelt und eingeleitet werden. Wir haben weltweit verbindliche Standards für die Abwasserqualität definiert und überwachen sie entsprechend.

Mit unseren Aktivitäten unterstützen wir insbesondere das folgende Sustainable Development Goal (SDG) der Vereinten Nationen: sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen (SDG 6)

Wasser
Urbanisierung

Urbanisierung

Urbanisierung

Bosch will seinen ökologischen Fußabdruck minimieren und strebt nach sozialem Mehrwert. Dabei setzt Bosch auf das Prinzip der Kreislaufwirtschaft und die Chancen der Digitalisierung.

1 | Ressourceneffizienz

Steigerung der Ressourceneffizienz durch Stärkung der Kreislaufwirtschaft

2020 haben wir eine Strategie zur Kreislaufwirtschaft entwickelt, die ökologische und soziale Auswirkungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette berücksichtigt. 2021 analysieren wir nun systematisch die wesentlichen Materialien der Bosch-Produkte und entwickeln einen Maßnahmenplan zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft.

2 | Digitalisierung

Verantwortungsvolle Digitalisierung

Bosch nutzt die Möglichkeiten, die Daten, Künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge bieten, um mit technischen Lösungen Mensch und Natur zu dienen. Mit unserem KI-Kodex haben wir konkrete Leitlinien für die verantwortungsvolle Entwicklung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz gesetzt.

Mit unseren Aktivitäten unterstützen wir insbesondere die folgenden Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen: nachhaltige Städte und Gemeinden (SDG 11), nachhaltige/-r Konsum und Produktion (SDG 12)

Urbanisierung
Globalisierung

Globalisierung

Globalisierung

Bosch übernimmt Verantwortung und hat die Achtung der Menschenrechte – über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg – im Blick.

1 | Verantwortung

Steigerung der Transparenz und Messbarkeit von Nachhaltigkeit

Bosch ist Gründungsmitglied der Value Balancing Alliance e. V. (VBA). Die Initiative entwickelt ein Modell zur ganzheitlichen Bewertung unternehmerischen Handelns. 2020 hat Bosch drei Pilotprojekte durchgeführt, die ökonomische, ökologische und soziale Auswirkungen der Geschäftstätigkeit in der Lieferkette und der eigenen Wertschöpfung monetarisieren.

2 | Menschenrechte

Steigerung der Transparenz und Achtung der Menschenrechte entlang der Wertschöpfungskette

Bosch arbeitet derzeit an einer systematischen Analyse der sozialen und ökologischen Risiken entlang der Wertschöpfungskette. 2020 lag der Fokus auf den Arbeitsbedingungen in der Rohstoffgewinnung. Ausgehend von der Risikoanalyse soll 2021 eine Risikomatrix entstehen, aus der sich konkrete Maßnahmen ableiten lassen.

Mit unseren Aktivitäten unterstützen wir insbesondere die folgenden Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen: menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum (SDG 8), Industrie, Innovation und Infrastruktur (SDG 9)

Globalisierung
Gesundheit

Gesundheit

Gesundheit

Bosch trägt zur Gesundheit der Menschen bei – mit innovativen Produkten und Dienstleistungen und durch die Vermeidung von Gefährdungen für Menschen und Umwelt im eigenen Produktionsprozess.

1 | Arbeitsschutz

Reduktion der Unfallrate auf 1,45 Unfälle pro 1 Mio. Arbeitsstunden oder weniger bis 2025

Bis 2020 sollte die Unfallrate bei Bosch auf 1,7 Unfälle pro 1 Mio. Arbeitsstunden sinken. Mit einer Unfallrate von 1,5 im Jahr 2020 haben wir dieses Ziel erreicht. Nun wollen wir mit einer neuen Zielsetzung auf dem Erreichten aufbauen: Bis 2025 soll die Zahl der Arbeitsunfälle auf 1,45 pro 1 Mio. Arbeitsstunden sinken.

2 | Substances of Concern

Kontinuierliche Weiterentwicklung des Materialdatenmanagements

Bosch geht verantwortungsvoll mit Substances of Concern um. Zum effizienten Management von Stoffverboten und -restriktionen entwickeln wir unser IT-System MaCS (Material Data Management for Compliance and Sustainability) kontinuierlich weiter.

Mit unseren Aktivitäten unterstützen wir insbesondere das folgende Sustainable Development Goal (SDG) der Vereinten Nationen: Gesundheit und Wohlergehen (SDG 3)

Gesundheit

Organisation

Nachhaltigkeit ist bei Bosch als zentrale Aufgabe definiert, der sich die verschiedenen Unternehmensbereiche auf Basis ambitionierter Ziele und eines systematischen Nachhaltigkeitsmanagements gemeinsam stellen. Das höchste Fachgremium für Nachhaltigkeit bei Bosch ist der Steuerkreis Corporate Social Responsibility unter Leitung des Vorsitzenden der Geschäftsführung. Der Steuerkreis berät über die strategische Ausrichtung von Bosch in Sachen Nachhaltigkeit, während Zielvereinbarung und Management Review für alle nachhaltigkeitsbezogenen Themen durch den Vorsitzenden der Geschäftsführung und die für Nachhaltigkeit zuständige Geschäftsführerin erfolgen.

Der Bereich EHS und Nachhaltigkeit ist für das Nachhaltigkeitsmanagement zuständig, insbesondere für die Zielsetzung und -verfolgung, die Ausarbeitung und Begleitung von Programmen sowie die Erstellung von Konzepten zur Weiterentwicklung und die Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Der inhaltliche Fokus des Bereichs Kommunikation und Regierungsbeziehungen liegt auf der Nachhaltigkeitskommunikation und dem Stakeholder-Engagement.

Verantwortlich für die weltweite Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie sowie für die Kontrolle der jeweiligen Zielerreichung sind die Fachverantwortlichen in der Zentrale und in den Geschäftsbereichen. So folgen wir auch im Nachhaltigkeitsmanagement einer Struktur, die sich in anderen Bereichen bereits bewährt hat: Während Strategie und Rahmenbedingungen zentral festgelegt werden, konzentrieren sich die Geschäftsbereiche auf die Einhaltung der Standards und Prozesse, bis hin zu deren Zertifizierung.

Organisation von Nachhaltigkeit bei Bosch

Fokus auf das Wesentliche

Mit Hilfe einer Wesentlichkeitsanalyse legen wir fest, auf welche Aspekte der Nachhaltigkeit wir unsere Aktivitäten fokussieren.

Ende 2019 haben wir unsere Wesentlichkeitsmatrix aktualisiert: Über 1 000 internationale Stakeholder – darunter Geschäftspartner, Vertreter aus Wissenschaft, Politik und dem Kapitalmarkt, aus relevanten Nichtregierungsorganisationen sowie Mitarbeiter und potenzielle Bewerber – haben die Relevanz von Nachhaltigkeitsthemen beurteilt. Welche Aspekte Bosch und seine Stakeholder dabei im Rahmen der definierten Handlungsfelder als wesentlich beurteilten, stellt die folgende Wesentlichkeitsmatrix dar.

Wesentlichkeitsmatrix: Darstellung der Relevanz verschiedener Nachhaltigkeitsthemen für Stakeholder und für Bosch

Die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen

Gerade in Zeiten fundamentaler Veränderungen ist es wichtig, Verantwortung für Menschen, Umwelt und Gesellschaft zu übernehmen. Deshalb bekennt sich Bosch zu den globalen Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen, die bis ins Jahr 2030 reichen und weltweit eine nachhaltige Entwicklung vorantreiben. Wir folgen diesem Anspruch, indem wir mit unseren Produkten und Dienstleistungen Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen anbieten und Antworten auf ökologische und soziale Fragen geben. Wir gleichen unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten regelmäßig mit den 17 SDGs ab. Folgende haben für unser Unternehmen besondere Relevanz:

  • Kein Hunger (SDG 2)
  • Gesundheit und Wohlergehen (SDG 3)
  • hochwertige Bildung (SDG 4)
  • Geschlechtergleichheit (SDG 5)
  • sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen (SDG 6)
  • bezahlbare und saubere Energie (SDG 7)
  • menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum (SDG 8)
  • Industrie, Innovation und Infrastruktur (SDG 9)
  • nachhaltige Städte und Gemeinden (SDG 11)
  • nachhaltige/-r Konsum und Produktion (SDG 12)
  • Maßnahmen zum Klimaschutz (SDG 13)

Darüber hinaus unterstützen die vielfältigen Aktivitäten von Bosch punktuell auch weitere UN-Ziele.

Bosch target vision SDGs 2020

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