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Umfrage zur Zukunft des Antriebs

Eine Bosch-Umfrage zeigt: Die Europäer wünschen sich Vielfalt im Fahrzeugantrieb

Eine Person steht auf der Straße und lädt ein Elektrofahrzeug an einer Ladestation auf.

Bosch wollte wissen, welchen Fahrzeugantrieb die Menschen in Europa bevorzugen und hat dazu Teilnehmer aus vier Ländern befragt. Demnach spielen auch künftig alle Antriebsarten eine Rolle.

Ungeachtet von Kaufprämien, wenn Sie sich morgen ein neues Auto kaufen könnten, welche Antriebsart hätte es? Diese und weitere Fragen stellte das Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag von Bosch mehr als 2 500 Umfrageteilnehmern aus Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien. An der repräsentativen Umfrage, die im Juni 2020 durchgeführt wurde, nahmen Menschen aus unterschiedlichen Altersgruppen sowie Stadt- und Landbewohner teil. Bei der Auswertung der Umfrageergebnisse zeigte sich unter anderem: Als Erstwagen würde die Hälfte der befragten Europäer einen reinen Verbrenner wählen. Beim Zweitwagen entschied sich noch rund ein Drittel dafür. Geht es jedoch um den Antrieb der Zukunft, hat die Elektromobilität nach Meinung vieler Umfrageteilnehmer die Nase vorn: Rund 68 Prozent gehen davon aus, dass der Elektroantrieb im Jahr 2030 am meisten genutzt wird – vor Hybriden und Verbrennern. Knapp jeder Dritte sieht dabei im Brennstoffzellenantrieb die Technik für die Mobilität der Zukunft.

Mehrere Wege zur Nachhaltigkeit

Eine Infografik zu den derzeit beliebtesten Antriebsarten in Europa. Der Verbrenner liegt auf Platz eins, gefolgt vom Hybrid, dem Elektroantrieb und LPG.

Bosch will Mobilität so ressourcenschonend wie möglich gestalten. Elektrofahrzeuge mit Batterie oder Brennstoffzelle sind dafür geeignet, weil sie klimaneutral unterwegs sind – vorausgesetzt, der genutzte Ladestrom oder Wasserstoff stammt aus regenerativen Quellen. „Die Elektromobilität kommt – das ist gut so. Bosch investiert allein in diesem Jahr 500 Millionen Euro in diesem Bereich“, sagt Dr. Stefan Hartung, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions. Dennoch verfolgt Bosch die Vision eines CO2-neutralen und nahezu emissionsfreien Verkehrs nicht eindimensional, sondern auf mehreren Wegen: Zum einen will Bosch eines der führenden Unternehmen bei Batterie- und Brennstoffzellen-betriebenen Fahrzeugen werden. „Gleichzeitig entwickeln wir auch den Verbrennungsmotor ständig weiter, weil er noch immer gebraucht wird“, so Hartung.

Die eFuels machen den Verbrenner klimaneutral

Eine Infografik zu den voraussichtlich beliebtesten Antriebsarten im Jahr 2030: Der Elektroantrieb liegt auf Platz eins, gefolgt vom Hybrid, dem Verbrenner und LPG.

Bosch geht davon aus, dass im Jahr 2030 rund ein Drittel aller neuzugelassenen Fahrzeuge rein elektrisch fahren wird. Zwei Drittel der Neufahrzeuge werden dann noch von einem Verbrenner angetrieben, viele davon als Hybridfahrzeuge, die zusätzlich einen Elektromotor an Bord haben. Doch auch Autos mit konventionellem Diesel oder Benziner können klimaneutral fahren. Die technischen Voraussetzungen dafür gibt es bereits in Form von erneuerbaren synthetischen Kraftstoffen, den sogenannten eFuels. Diese können nachhaltig hergestellt werden – aus Wasserstoff und dem CO2 aus der Umgebungsluft. Im Schnitt stimmen 57 Prozent der Umfrage-Teilnehmer der Aussage zu, dass die Politik eFuels steuerlich fördern sollte. „Wenn wir die Klimaziele erreichen wollen, kommen wir um eFuels nicht herum“, meint Hartung. „Mit synthetischen Kraftstoffen können die weltweit mehr als eine Milliarde Fahrzeuge, die bereits auf den Straßen sind, zum Klimaschutz beitragen.“

Für die Mehrheit der Befragten bleibt das Auto unverzichtbar

Eine Infografik zu der Frage: „Können Sie sich vorstellen, auf ein Auto zu verzichten?“ Diese Frage verneinen 77 Prozent der ländlichen Bevölkerung, 48 Prozent der 18 bis 29-Jährigen und 51 Prozent der Stadtbewohner.
Grafik zur Frage „Gründe für ein Auto“. Antwort: „Fehlende Flexibilität und die alternativen sind mir zu umständlich.“
Grafik zur Frage „Gründe für ein Auto“. Antwort: „Es gibt keine Alternative für mich.“
Grafik zur Frage „Gründe für ein Auto“. Antwort: „Ich bin beruflich auf ein Auto angewiesen.“
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Durch die Umfrage wurde auch deutlich, welchen Stellenwert das Auto für die Mobilität in Europa hat. Rund 60 Prozent der Befragten in Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien können sich nicht vorstellen, auf ein Auto zu verzichten. Und auch von den restlichen rund 40 Prozent ist die deutliche Mehrheit allenfalls zu einem teilweisen Verzicht bereit. Im ländlichen Raum liegt die Zustimmungsquote für ein Auto bei 77 Prozent. Ähnliches gilt übrigens auch für die Generation der 18- bis 29-Jährigen, die ebenfalls zu rund der Hälfte ein klares Votum für das Auto abgibt.

Während von allen Befragten in Deutschland (61 Prozent) und Großbritannien (47 Prozent) als wichtigster Grund für ein Auto die hohe Flexibilität angegeben wird, brauchen es Franzosen (41 Prozent) vor allem für die Arbeit. Die Mehrheit der befragten Italiener (55 Prozent) zieht das Auto anderen Mobilitätsformen vor. „Das Auto bleibt auf absehbare Zeit das Verkehrsmittel Nummer eins“, sagt Hartung. Technologien von Bosch sollen dazu beitragen, dass diese Form der Mobilität günstig bleibt und mit ökologischen Zielen vereinbar ist.

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