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Maria Belén Aranda Colás, Elektroingenieurin bei Bosch, steht an einer geöffneten Autotür und schaut in die Kamera.
Karriere

Frauen und Technik? Bitte mehr davon!

Clock 12 Minuten

Maria Belén Arands Colás über die Rolle von Frauen in Ingenieursberufen.

Maria Belén Aranda Colás

Maria Belén Aranda Colás, studierte Elektrotechnikingenieurin, ist bei Bosch als Referentin der Geschäftsführung tätig. Sie engagiert sich als Mentorin und ermuntert junge Frauen, sich für technische Berufe zu entscheiden.

Maria Belén Aranda Colás schaut in die Kamera an Geländer lehnend

Frau Aranda Colás, Sie sind im März als „Engineer Powerwoman 2017“ ausgezeichnet worden und können auf eine spannende Karriere zurückblicken. Wie hat sich die Situation von Frauen in technischen Berufen verändert?

Ich habe viel mehr Kolleginnen in Ingenieursberufen. Bosch bietet vielfältige Möglichkeiten, berufliche Entwicklung zu gestalten und flexibler auf wechselnde Lebensphasen zu reagieren. Das hilft, ist aber noch nicht genug. Wir brauchen mehr weibliche Vorbilder, um junge Frauen für technische Studiengänge zu begeistern. Ich habe schon als Kind gerne getüftelt, hatte Spaß an Mathematik und Physik. Heute gestalte ich technische Entwicklungen, die die Lebensqualität vieler Menschen verbessern. Wir müssen das vorhandene Interesse noch stärker fördern und jungen Frauen zeigen, welche beruflichen Wege möglich sind.

Was hat Ihnen persönlich den Weg in eine Führungsposition bei Bosch erleichtert?

Ein Mann sitzt in einem Auto. Man sieht ihn von hinten und schaut aus der Winschutzscheibe. Im Bild wird mittels Graphiken die Entwicklung von automatisiertem Fahren verdeutlicht.

Ich habe meine Laufbahn in der Generatorenentwicklung begonnen und war anschließend im Vertrieb, Marketing und Produktmanagement tätig. Zuletzt habe ich mit einem internationalen Team als Projektleiterin das automatisierte Fahren vorangetrieben. Dabei habe ich sehr viel selbst gestaltet und eigene Ideen einbracht. Als Führungskraft habe ich durch Netzwerke sowie Mentoringprogramme von den Erfahrungen anderer Manager profitiert. Besonders wertvoll war für mich ein Projekt mit Führungskräften aus anderen Unternehmen, das für eine frische Perspektive von außen gesorgt hat.

Maria Belén Aranda Colás im Sitzen, guckt in die Kamera

Auf Dauer ist Innovation ohne Vielfalt unmöglich.

Maria Belén Aranda Colás

Als Projektleiterin für automatisiertes Fahren waren Sie lange für die Erfolge in diesem Bereich mitverantwortlich. Welche Rolle spielte dabei die Zusammensetzung des Teams?

Wenn wir Produkte entwickeln, fokussieren wir uns auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Menschen in unterschiedlichen Ländern. Je mehr Perspektiven wir einbringen können, desto besser wird das Ergebnis. In meinem Team haben zum Beispiel eine junge Äthiopierin, ein erfahrener Ingenieur aus Frankreich und Kollegen aus Asien zusammengearbeitet. Diese Mischung hat dazu geführt, dass schneller neue Ideen ausprobiert wurden und die Wertschätzung untereinander sehr groß war. Auf Dauer ist Innovation ohne Vielfalt unmöglich. Auch deshalb brauchen wir mehr weibliche Ingenieure.

Wie bringen Sie die Bedürfnisse so vieler verschiedener Mitarbeiter in Einklang?

Eine Gruppe Ingenieure steht hinter einem Auto und schauen in die Kamera. Es scheint die Sonne.

Als Unternehmen erwartet man eine gewisse Flexibilität, die man umgekehrt auch seinen Mitarbeitern entgegenbringen sollte. Bosch bietet dafür viele verschiedene Arbeitsmodelle wie Teilzeit oder Jobsharing. Wir können aber auch flexibel und ortsunabhängig arbeiten. In meinen Teams waren Eltern, die ihre Kinder regelmäßig nachmittags aus dem Kindergarten oder der Schule abgeholt haben. Offene Aufgaben haben sie danach von zu Hause erledigt. Flexibilität und Vertrauen haben meine Mitarbeiter stets durch Motivation und gute Arbeit belohnt.

Was erleichtert Ihnen den Spagat zwischen Job und Privatem?

Die hohe Flexibilität. Wenn ich vor der Arbeit Sport treiben möchte, beginnt mein Tag eben etwas später. Auch die Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten, nutze ich gerne. Bei uns zählen die Ergebnisse und nicht die Anwesenheit am Arbeitsplatz. Und das gilt auch für Führungskräfte.

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