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Karriere

So leben wir Führung bei Bosch

Isabel, Jessica und Mario geben Einblicke in unsere Führungskultur

Collage mit Jessica, Isabel und Mario, die in die Kamera lächeln.

Gute Führung gibt Orientierung, schafft Vertrauen und fördert Leistung. Bei Bosch setzen wir auf eine Kultur, die Mitarbeitende stärkt und Spitzenleistungen ermöglicht. Isabel, Jessica und Mario sind Führungskräfte bei Bosch. Sie arbeiten in unterschiedlichen Fachbereichen und Ländern mit vielfältigen Teams. So individuell ihr Arbeitsumfeld ist, so gleich ist ihr Verständnis von Führung: Sie wollen gute Führungskräfte sein, die den Geschäftserfolg von Bosch mitgestalten, ihre Teams wertschätzend führen und sich selbst stets weiterentwickeln.

Mario macht mit seinem Team eine Besprechnung vor einem Bildschirm.

Führung ist individuell und kann herausfordernd sein. Genau das macht die Aufgabe besonders spannend, findet Isabel: „Bei Bosch sind die Mitarbeitenden divers. Egal ob unterschiedliche Herkunft, Ausbildung oder Kultur – die Unterschiede prägen Bosch und sind wertvoll fürs Unternehmen. Mir macht es Spaß, mit vielen verschiedenen Persönlichkeiten zusammenzuarbeiten. Gleichzeitig kann es herausfordernd sein, die vorhandene Diversität zusammenzuführen und gemeinsam im Team Außergewöhnliches zu erreichen. Genau das ist es, was mich als Führungskraft motiviert: Ich kann Mitarbeitende vernetzen, Zusammenarbeit gestalten und mit meinem Team gemeinsam Großes schaffen.“ Damit das gelingt, unterstützen wir bei Bosch Führungskräfte. Wir geben ihnen drei Führungsperspektiven an die Hand, die die Erwartungen und Anforderungen an sie abbilden, ihnen neue Denkanstöße geben und sie so dabei unterstützen, ihre Führung stetig weiterzuentwickeln.

Führungsperspektiven bei Bosch

Führung bei Bosch spiegelt einen ganzheitlichen Ansatz wider und gliedert sich in drei Führungsperspektiven: Leading Business, Leading Others und Leading Myself. Die Führungsanforderungen zeigen Führungskräften, wie sie andere leistungs- und mitarbeiterorientiert und wie sie sich selbst führen. Indem Führungskräfte alle drei Führungsperspektiven meistern, haben sie Erfolg in ihrer Führungsrolle. Im Kern von Leading Business steht die unternehmerische Verantwortung. Führungskräfte bei Bosch setzen einen klaren Kurs, indem sie Ziele für den eigenen Bereich festlegen. Sie erzielen Ergebnisse, die im Interesse von Bosch sind und Wert für das Unternehmen schaffen. Leading Others stellt Mitarbeitende in den Mittelpunkt. Führungskräfte schenken und verdienen Vertrauen, indem sie eine Umgebung schaffen, in der Menschen sich ermutigt fühlen, ihre Meinung zu äußern und an gesunden Debatten teilzunehmen. Sie fördern Eigenverantwortlichkeit und entwickeln ihre Mitarbeitenden weiter, damit diese wachsen und ihr volles Potenzial ausschöpfen. Die Perspektive Leading Myself fordert von Führungskräften, sich reflektiert mit der eigenen Persönlichkeit zu befassen. Sie entwickeln sich durch kontinuierliches Lernen weiter, um sowohl persönlich als auch beruflich zu wachsen. Das Zusammenspiel der drei Führungsperspektiven stellt sicher, dass Führung bei Bosch ganzheitlich gelebt wird.

Isabel läuft mit Laptop unter dem Arm durch einen Gang.

Den Erfolg von Bosch mitgestalten

Bei Bosch verfolgen wir klare Ziele, die wir als Team gemeinsam erreichen. Unsere Führungskräfte kümmern sich darum, dass dies gelingt: „Es gibt Vorgaben, die je Bereich von höheren Führungsebenen gesteckt werden. Beispielsweise kann es darum gehen, in einem neuen Geschäftsfeld Fuß zu fassen oder in einem Land die Produktion auszuweiten. Das sind Rahmenbedingungen, innerhalb derer wir als Führungskräfte bei Bosch agieren“, erklärt Isabel. „Meine Aufgabe ist es, mit meinem Team unsere Ziele im vordefinierten Rahmen zu erreichen. Wie ich das schaffe, liegt ganz bei mir und genau hier beginnt meine Führungsrolle. Denn durch meine Entscheidungen sorge ich dafür, ob wir als Team erfolgreich sind oder nicht.“

Um die Ziele gemeinsam zu erreichen, können die Führungskräfte an verschiedenen Punkten ansetzen: „Im Fokus stehen zunächst die Mitarbeitenden. Durch ihren individuellen Hintergrund bringen sie verschiedene Stärken mit ein – die ich gezielt einsetzen möchte“, betont Mario. „Teilweise reichen die Ressourcen im Team nicht aus, um die Ziele zu erreichen. Das kann an der verfügbaren Kapazität liegen oder am Know-how, das im Team vorhanden ist. Je nach Aufgabe kann es sinnvoll sein, sich Expertise von außerhalb dazuzuholen und gemeinsam daran zu arbeiten. Auch solche Entscheidungen gehören dazu“, berichtet Jessica.

Es kann sogar zweckmäßig sein, ursprünglich gesetzte Ziele bewusst zurückzustellen, erklärt Isabel anhand eines Beispiels: „Grundsätzlich gibt es für meinen Bereich eine vorgegebene Gewinnmarge. Aus strategischer Sicht kann es jedoch sinnvoll sein, diese nicht zu erreichen – etwa wenn wir dafür einen neuen Kunden gewinnen und so langfristig mehr Umsatz und Gewinn erzielen können oder in ein neues Marktsegment eintreten können. Das ist dann eine Investition in die Zukunft meines Bereichs. Ich gehe mit solch einer Planabweichung natürlich ein Risiko ein und muss mich bei meiner Führungskraft für diesen Weg stark machen. Doch ich kann immer einen anderen Weg einschlagen, wenn dieser aus meiner Sicht der bessere ist. Diesen Gestaltungsspielraum schätze ich sehr.“

  • Isabel steht an einem Whiteboard und fügt Haftnotizen hinzu.
  • Isabel sitzt neben einer Mitarbeiterin und unterhält sich mit ihr.

Sinnhaftigkeit als Motivation

Bevor die Arbeit im Team startet, ist es aus Marios Sicht besonders wichtig, die Beweggründe für Entscheidungen zu vermitteln: „Ich erkläre meinen Mitarbeitenden immer, was dahinter steckt: Wieso gibt es diese Aufgabe? Warum brauchen wir das Produkt oder den Prozess? Und was ist das übergeordnete Ziel?“ „Das ist aus einem zentralen Grund wichtig“, betont Isabel. „Denn ohne Sinn hinter den Aufgaben, schwindet die Motivation. Ich gehe einer Aufgabe ambitionierter nach, wenn ich weiß, wofür ich sie mache. Natürlich gibt es auch Aufgaben, die nicht nur der Zielerreichung dienen und man dennoch erledigen muss – beispielsweise rechtlich vorgeschriebene Dokumentationen. Und das ist auch in Ordnung. Aber wo immer möglich, ist es aus meiner Sicht wichtig, den Zusammenhang mit dem übergeordneten Ziel und damit dem großen Ganzen dahinter zu verstehen.“

Es war bei mir ständiger Grundsatz, mir willige Mitarbeiter heranzuziehen, und zwar dadurch, dass ich jeden möglichst weit selbständig arbeiten ließ, ihm dabei aber auch die entsprechende Verantwortung auferlegte.

Robert Bosch

Führen bedeutet, Eigenverantwortung zu fördern

Schon unser Unternehmensgründer betonte, wie wichtig es ist, Aufgaben zu delegieren und Verantwortung an Mitarbeitende abzugeben. Doch lässt sich wirklich alles delegieren und ist das überhaupt sinnvoll? Für Jessica gibt es drei Abstufungen: „Es gibt wiederkehrende Aufgaben, die die Mitarbeitenden schon kennen und selbständig abarbeiten können. Wenn sie mich brauchen, unterstütze ich – doch grundsätzlich halte ich mich raus. Dann gibt es neue Aufgaben, die für uns bedeuten, Neuland zu betreten. In diesen Fällen steige ich am Anfang mit ein und ziehe mich nach und nach zurück, sobald die Mitarbeitenden die benötigte Expertise aufgebaut haben. Und natürlich gibt es Aufgaben, die ich nicht abgeben kann – beispielsweise ist das bei mir im Rahmen der Quartalsberichte der Fall. Da gibt es Botschaften, die ich formulieren muss – und auch möchte.“

Eine wichtige Basis für das Zusammenspiel von Führungskräften und Mitarbeitenden ist Vertrauen. „Vertrauen hat zwei Seiten“, erklärt Jessica. „Zum einen muss ich meinen Kolleginnen und Kollegen vertrauen – nur dann kann ich Aufgaben wirklich guten Gewissens abgeben. Zum anderen müssen sie mir vertrauen. Meiner Einschätzung nach motiviert es, wenn sie mein Vertrauen spüren: Sie sind stärker bereit, Verantwortung zu übernehmen und ihren Beitrag zum Erfolg zu leisten.”

Jessica sitzt gegenüber ihres Mitarbeiters und lächelt ihn an.

Feedback geben und Feedback erhalten

Feedback geben gehört bei Bosch dazu – ob in regelmäßigen Gesprächen oder anlassbezogen. Doch wie sieht gutes Feedback aus? „Feedback sollte meiner Ansicht nach stets möglichst sachlich, konkret und lösungsorientiert sein. Mir ist es wichtig, dass Feedback keine Schuldzuweisung ist, sondern eine konstruktive Analyse des Geschehenen – stets mit dem Ziel der persönlichen Weiterentwicklung“, findet Jessica. Isabel gibt Feedback bewusst nicht sofort: „Wenn ich für jemanden Feedback habe, warte ich immer bewusst einen Tag. So können wir beide das Erlebte reflektieren und mit etwas Abstand darüber sprechen“, berichtet sie. „Meines Erachtens sollte kritisches Feedback stets unter vier Augen in einem vertraulichen Gespräch stattfinden. Lob verteile ich natürlich auch mal vor den anderen – dagegen spricht aus meiner Sicht nichts.“

Und wie sieht es mit Feedback für unsere Führungskräfte aus? „In China ist es so, dass man Feedback bekommt – aber meist nur, wenn man explizit danach fragt. Ich bin für die Rückmeldungen meiner Kolleginnen und Kollegen sehr dankbar, da sie mir helfen, mich selbst zu reflektieren“, betont Jessica. Das gilt nicht nur für China, sondern auch für Deutschland: „Ich würde sagen, als Führungskraft bekommt man grundsätzlich weniger Feedback – dabei ist das genauso wichtig wie für Mitarbeitende ohne Führungsrolle“, erklärt Isabel. „Deswegen frage ich aktiv nach, sowohl bei meinen Mitarbeitenden als auch bei meiner Führungskraft. Das mache ich vor allem in Momenten, bei denen ich merke, dass etwas nicht ganz rund gelaufen ist oder ich das Gefühl habe, nicht alle mit meinen Aussagen so erreicht zu haben, wie ich es mir wünsche.“

Jessica präsentiert eine Folie in einem Meeting mit ihrem Team.

Führungskräfte als Vorbilder für Mitarbeitende

Führungskräfte gehen meist mit gutem Beispiel voran. Doch sehen sie sich als Vorbilder? Für Mario ist die Frage nicht leicht zu beantworten: „Ich habe große Erwartungen an mich selbst – und die gleichen Erwartungen habe ich auch an meine Mitarbeitenden. Ob Disziplin, Zuverlässigkeit oder Offenheit: Ich kann von meinem Team nichts erwarten, das ich selbst nicht lebe – egal ob es darum geht, bei Terminen pünktlich zu erscheinen oder Aufgaben gewissenhaft abzuarbeiten. Ob sie mich allerdings als Vorbild sehen, das kann ich nicht sagen.“ Isabel teilt diese Einschätzung: „Ich sehe mich nicht als Vorbild, sondern eher in der Vorbildfunktion. Denn natürlich ist nicht alles perfekt, was ich mache. Aber ich gehe gerne voran und probiere Dinge aus. Und es freut mich, wenn andere mir darin folgen.“ Noch wichtiger als ein Vorbild zu sein, ist es für Mario, Ratgeber zu sein: „Ich gebe meinen Kolleginnen und Kollegen gerne Tipps und Ratschläge – nicht nur zu Arbeitsthemen. Manche Mitarbeitende kommen auch mit ihren privaten Anliegen zu mir. Das zeugt von großem Vertrauen und ich möchte natürlich helfen.“

  • Mario erklärt zwei Kollegen etwas an einem Produkt.
  • Mario blickt auf einen Spiegel und in die Produktion.

Die eigene Weiterentwicklung voranbringen

In einer volatilen Welt ist die eigene Weiterentwicklung für unsere Führungskräfte entscheidend. Mario denkt dabei jedoch nicht nur an sich: „Für mich ist es eine große Genugtuung, wenn ich nicht nur mich, sondern auch mein Team weiterentwickeln kann. Ich interessiere mich sehr für neue Tools und Features und hatte vor einiger Zeit die Vision, unsere Werkstatt papierfrei zu machen. Um das zu schaffen, war klar, dass ich vieles dazulernen musste, unter anderem das Programmieren. Gleichzeitig war mir bewusst: Alleine schaffe ich das nicht. Deswegen habe ich meinem Team von meinem Ziel berichtet, und sie haben sich von meiner Begeisterung anstecken lassen. Es war viel, teils harte Arbeit, aber gemeinsam haben wir es geschafft. Heute hängen an den Maschinen beispielsweise keine Zettel mehr; stattdessen führen QR-Codes die Mitarbeitenden direkt zu den relevanten Daten. Das war ein großer Team-Erfolg, auf den wir alle stolz sind, und der uns nochmal mehr zusammengeschweißt hat.“

Mario führt vor wie digital seine Werkstatt ist und scannt einen QR-Code.

Führung – ein Herzensthema

Führung begeistert – und Führung macht glücklich, findet Jessica. „Ich bin ganz ehrlich: Mich macht es zufrieden, Menschen helfen zu können. Zu sehen, wie sie durch meine Unterstützung dazulernen und sich entwickeln, das ist großartig!“, betont sie – und macht damit eines deutlich: Am Ende ist es das Zusammenspiel der einzelnen Mitarbeitenden, das Bosch ausmacht. Und unsere Führungskräfte tragen entscheidend dazu bei, dass wir als Unternehmen gemeinsam erfolgreich sind.

Jessica steht neben zwei Kollegen und lächelt sie an.

Profil Isabel

Isabel trägt einen gelben Blazer und lächelt in die Kamera.

Isabel

Projektdirektorin, Projekt BMW eAxle im Produktbereich Electric Axles im Geschäftsbereich Electrified Motion, Deutschland

Isabel studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der Universität Stuttgart, Deutschland, und an der Universidad de Córdoba, Spanien, und machte 2011 ihr Diplom. Nach ihrem Abschluss wollte sie eigentlich in Karlsruhe promovieren. Ihre künftige Führungskraft bei Bosch war mit Blick auf die Aufgaben und die Unternehmenswerte jedoch so überzeugend, dass sie sich gegen die Promotion und für Bosch entschied – und 2011 bei Bosch in der zentralen Immobilienabteilung einstieg. Seit ihrem Einstieg hatte sie mehrere Positionen in verschiedenen Geschäftsbereichen und Ländern inne. Parallel zu ihrer Karriere bei Bosch absolvierte Isabel berufsbegleitend einen Master in Business Administration für Management Finance an der Hochschule Nürtingen-Geislingen. Nach ihrer letzten Position als Vice President und Product Area Lead bei Power Solutions startete sie 2026 in ihre neue Rolle als Projektdirektorin für das Projekt BMW eAxle.

Profil Jessica

Jessica trägt eine weiße Bluse und lächelt in die Kamera.

Jessica

Vice President für Corporate Strategy und Business Development, China

Nach ihrem Studium im Fach Internationale Wirtschaft an der Fudan Universität in Shanghai, China, arbeitete Jessica mehrere Jahre in einer Consulting-Firma für Bosch. 2005 stieg sie bei Bosch im Bereich Strategie ein – als erste chinesische Mitarbeiterin im Team. 2010 wechselte sie ins Office des CEOs in China, wo sie bis 2014 tätig war. Anschließend wechselte sie wieder zurück in den Strategie-Bereich, wo sie seit 2018 ihre aktuelle Rolle als Vice President innehat.

Profil Mario

Mario steht vor einer farbigen Wand und lächelt in die Kamera.

Mario

Meister in der Fuel-Cell-Power-Modul-Fertigung, Deutschland

1995 startete Mario seine Ausbildung zum Industriemechaniker bei Bosch und stieg nach seinem Abschluss drei Jahre später als Anlagenführer in der Fertigung ein. Nach und nach übernahm er mehr Verantwortung: zunächst als Einsteller, dann als Meisterstellvertreter und ab 2010 als Meister. Bis heute übt er seine Meistertätigkeit am Standort Stuttgart-Feuerbach aus.

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