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Dirk Ahlborn, Hyperloop Transportation Technologies, spricht auf der Bosch IoT-Konferenz.
Dirk Ahlborn

„Die Mobilität verändert sich wie vielleicht nie zuvor“

Im Gespräch mit dem CEO von Hyperloop Transportation Technologies

Clock 6 Minuten

Reisen in Hightech-Kapseln, die schneller sind als Flugzeuge und sich die Technik der Magnetschwebebahn Transrapid zunutze machen: Das Projekt Hyperloop möchte die Mobilität revolutionieren. Das Wissen dazu liefern weltweit vernetzte Experten. Ein Geschäftsmodell mit Zukunft?

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In 36 Minuten von San Francisco nach Los Angeles – Reisen per Rohrpost?

Das futuristische Transportsystem Hyperloop soll das möglich machen. Mit dem High-Tech-Vakuumzug könnten Reisende mit bis zu 1200 Kilometern pro Stunde in weißen fensterlosen Kapseln von A nach B kommen. In den Röhren, durch die die Kapseln „geschossen“ würden, müssten Druckverhältnisse ähnlich wie denen im Weltall – also beinahe wie in einem Vakuum – erzeugt werden. Spulen in den Schienen sowie Magneten und Batterien in den Kapseln ermöglichen dem Hyperloop eigenständiges Schweben und Beschleunigen. „Stellen Sie sich vor, man würde Passagiere quasi per Rohrpost verschicken“, erklärt Dirk Ahlborn, Chef von Hyperloop Transportation Technologies (HTT).

Wie realistisch ist das?

Technologisch sei man laut Ahlborn so weit. Der Strombedarf könne durch Wind- und Solar- sowie kinetische Energie gedeckt werden. Profitabel wäre der Hyperloop außerdem: „Wenn wir 30 Dollar für ein Ticket verlangen, verdienen wir in acht Jahren Geld“, so Ahlborn. Diese Rechnung könnte aufgehen: Die modernen Energiequellen produzieren mehr Energie, als verbraucht wird. So könnte beispielsweise Solarstrom, der durch Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach der Hyperloop-Röhren produziert wird und nicht für den Betrieb des Zugs gebraucht wird, verkauft werden. Ahlborn hat noch mehr Ideen für Einnahmequellen: „Augmented Windows“, durch die Passagiere während der Fahrt in andere Welten eintauchen können.

„Mit der Technik für den Hyperloop sind wir soweit. Allerdings müssen Länder wie Amerika noch eine Weile an den Vorschriften arbeiten.“

Dirk Ahlborn, CEO HTT

Hyperloop-Experte Dirk Ahlborn im Interview

Wann können wir mit dem Hyperloop fahren?

Ob und wann der Schnellzug von Stadt zu Stadt schweben kann, kommt auf die einzelnen Länder an. In Amerika geht es beispielsweise eher langsam voran, in der Slowakei planen Ahlborn und sein Team schon eine Strecke zwischen Wien und Bratislava. „Wenn uns die jeweilige Regierung nicht unterstützt, haben wir keine Chance. Da geht es nicht um Geld, sondern um notwendige Regulierungen“, so Ahlborn. Man sei im Gespräch mit 14 Ländern. Nun gehe es darum, Neinsager davon zu überzeugen, dass der Hyperloop Geld bringen kann und nicht nur Kosten verursacht.

Wer ist das Team hinter Hyperloop?

Die ursprüngliche Idee stammt von Unternehmer und Tesla-Chef Elon Musk, der seine Vision 2013 in einem White Paper vorstellte. Dirk Ahlborn sah seine Chance, wollte Musk unterstützen und gründete HTT. Mittlerweile arbeiten 800 Personen aus 40 der größten Konzerne dieser Welt mit an dem Projekt – freiwillig und unentgeltlich. Das „Gehalt“: Aktienoptionen, beliebige Arbeitszeiten und keine Ortsgebundenheit. Ahlborn: „Unsere Motivation: Wir alle glauben an den Erfolg von Hyperloop.“

„Digitalisierung bedeutet, gemeinsam zu ergründen, wie wir innovativ sein und uns vorwärtsbewegen können.“

Dirk Ahlborn, CEO HTT

Wie konnte HTT so schnell wachsen?

Durch radikales Crowdsourcing und weltweite Kollaboration zieht Ahlborns Unternehmen die Aufmerksamkeit zahlreicher Investoren und kluger Köpfe auf sich. Wissenschaftler aus aller Welt versorgen ihn mit wichtigen Erkenntnissen, wertvolle Kontakte erhält er von interessierten Firmen. Außerdem wirbt Ahlborn talentierte Uni-Absolventen ab. Durch die Möglichkeit, digital zusammenzuarbeiten, geht all das sehr schnell: „Wir leben in einer vernetzten Welt. Ich kann mit dem besten Designer oder dem begnadetsten Ingenieur arbeiten – egal, wo er sitzt.“

Dirk Ahlborn, CEO von HTT

Dirk Ahlborn, geborener Berliner und gelernter Bankkaufmann, lebt und arbeitet heute in Kalifornien. Mit 19 Jahren kündigte er seinen Job bei der Bank, mittlerweile ist er Chef des Unternehmens Hyperloop Transportation Technologies. Das Unternehmen ging aus der von ihm betriebenen Crowdsourcing-Plattform JumpStartFund hervor. Ahlborn gilt als jemand, der über den Tellerrand hinausschaut und auf Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinaus setzt.

Dirk Ahlborn spricht auf der Bühne der Bosch IoT-Konferenz.
Dirk Ahlborns Unternehmen HTT ging aus seiner eigenen Crowdsourcing-Plattform hervor

Fazit

Dirk Ahlborn baut den Hyperloop: ein Schnellzug, der Passagiere im Stil einer Rohrpost binnen 30 Minuten von San Francisco nach Los Angeles befördern soll. Dabei setzt er auf Crowdsourcing und globale digitale Zusammenarbeit.

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