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Bosch Tech Compass 2026

Was erwarten Menschen von Innovation?

Wie denkt und fühlt die Welt über Technologie? Für die fünfte Ausgabe des Bosch Tech Compass haben wir Menschen in Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Indien, den USA und dem Vereinigten Königreich befragt – und erhalten damit eine einzigartige 5-Jahres-Perspektive darauf, wie sich unser Verhältnis zu Technologie verändert.

Eine Person steht in einer futuristischen Lichtumgebung. Teile des Bildes sind von farbigen Pixelblöcken überlagert.

Um zu verstehen, was technologischer Fortschritt für Menschen heute bedeutet, stellt der Bosch Tech Compass 2026 deren Perspektive in den Mittelpunkt seiner Untersuchung. Die globale Studie beleuchtet, welche Erwartungen sie an Innovationen im Alltag, in der Bildung und in der Industrie haben – besonders in einer Zeit geopolitischer Veränderungen. Die Ergebnisse zeigen, welche Technologien als besonders einflussreich gelten und welche regional unterschiedlichen Hoffnungen mit ihnen verbunden sind. Eines wird dabei deutlich: Innovation ist ein globaler Diskurs.

Technologietrends über 5 Jahre: viel Bewegung, erstaunlich viel Stabilität

Tech-Optimismus kehrt zurück

Nach einem leichten Rückgang wächst das Vertrauen der Öffentlichkeit in Technologie wieder. 71 % der Menschen glauben, dass Technologie die Welt zu einem besseren Ort macht – ein leichter Anstieg gegenüber 69 % im Jahr 2025. Trotz des Aufschwungs haben wir damit aber noch nicht wieder den Höchstwert von 75 % aus 2023 erreicht.

Vertrauen in Klimalösungen stabilisiert sich

Nach einem starken Rückgang im Jahr 2024 hat sich das Vertrauen in Technologie als Schlüssel im Kampf gegen den Klimawandel stabilisiert. Bereits das dritte Jahr in Folge stimmen 71 % der Menschen dieser Aussage zu. Dies folgt auf den starken Rückgang vom Höchstwert von 83 % im Jahr 2023 und deutet darauf hin, dass sich die Stimmung auf einem neuen, vorsichtigeren Niveau eingependelt hat.

Glaube an KI steigt rasant

Die erwartete Bedeutung von KI für die Zukunft hat stark zugenommen und festigt ihren Status als prägendste Zukunftstechnologie. Inzwischen halten weltweit 70 % KI für die dominante Technologie der Zukunft. Ein enormer Anstieg gegenüber nur 41 % im Jahr 2023. Damit setzt sich KI deutlich von allen anderen Technologien ab; ihre wahrgenommene Relevanz hat sich innerhalb von nur drei Jahren nahezu verdoppelt.

Menschen setzen auf Health Tech – doch beim Thema nachhaltiges Leben gehen die Meinungen auseinander

Eine Frau beim Joggen schaut auf ihre Smartwatch. Teile des Bildes sind mit farbigen Pixelblöcken überlagert.
Über 50 % der Befragten erwarten, dass Gesundheitsinnovationen ihr Leben in den nächsten fünf Jahren am stärksten verbessern.

Weltweit wünschen sich Menschen vor allem Innovationen im Bereich der individuellen Gesundheitstechnologie. Die Hälfte der Befragten (50 %) gibt an, dass Innovationen in diesem Bereich ihr Leben in den kommenden fünf Jahren am stärksten verbessern würden. Auf Platz zwei folgen Lösungen für ein nachhaltiges Leben (40 %), gefolgt von Datenschutz- und Sicherheitsinnovationen (34 %) sowie Lern- und Ausbildungs-Tools (26 %).

Die regionalen Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede. In westlichen Ländern spielen Innovationen für nachhaltiges Leben eine wichtige Rolle, insbesondere in Deutschland, wo sie mit 52 % an erster Stelle stehen. In den USA liegen sie mit 40 % an zweiter Stelle. In China und Indien hingegen halten nur 28 % Nachhaltigkeit in diesem Zusammenhang für besonders wichtig. Während Gesundheitstechnologie in den meisten Ländern klar vorn liegt, ist ihr Stellenwert in Indien etwas geringer (38 %). Dort interessieren sich die Menschen im Vergleich zu den übrigen Ländern stärker für Lern- und Ausbildungs-Tools (34 %) sowie persönliche KI-Assistenten (32 %). China wiederum fällt durch eine besonders hohe Nachfrage nach Innovationen im Bereich Smart Home auf (37 %) – deutlich mehr als in allen anderen untersuchten Ländern.

71 %

der Menschen weltweit sind überzeugt, dass technologischer Fortschritt die Welt zum Besseren verändert. Besonders ausgeprägt ist dieser Optimismus in China, wo 87 % zustimmen. In Frankreich dagegen fällt die Zustimmung mit 53 % deutlich zurückhaltender aus und spiegelt ein generell höheres Maß an Skepsis wider.

Innovationstreiber: Welche Kräfte bestimmen den globalen Fortschritt?

Eine Frau steht in einem Tunnel und blickt selbstbewusst nach oben. Teile des Bildes sind mit farbigen Pixelblöcken überlagert.
Weltweit zählen Bildung, Forschung und starke Unternehmen zu den wichtigsten Innovationstreibern.

Weltweit sehen Menschen drei zentrale Kräfte als wichtigste Treiber von Innovation: gut ausgebildete Fachkräfte und starke Bildungseinrichtungen (35 %), leistungsfähige Forschung (34 %) sowie wettbewerbsfähige Unternehmen (31 %). Diese Faktoren liegen deutlich vor anderen Einflüssen: staatliche Förderprogramme (24 %) und eine ausgeprägte Gründerkultur (16 %) werden als wesentlich weniger relevant eingeschätzt.

Zwischen den Regionen zeigen sich jedoch klare Unterschiede: In China werden Forschungskapazitäten als wichtigster Innovationsmotor angesehen (48 %). In Indien stehen qualifizierte Arbeitskräfte und Bildungseinrichtungen als treibende Kraft im Vordergrund (37 %). In Deutschland (37 %) und den USA (41 %) gelten wettbewerbsfähige Unternehmen als stärkster Motor für Fortschritt. In Brasilien spielt die Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen eine größere Rolle (32 %) als in den meisten anderen Ländern.

Es geht nicht nur um Technologie – sondern um die Fähigkeiten hinter der Innovation

Laut Umfrage wird die Zukunft der Innovation eher von menschlichen Fähigkeiten als von reiner Technologie bestimmt. Kritisches Denken und Problemlösungskompetenz (45 %) sowie Kreativität (40 %) stehen weltweit an erster Stelle. Es folgen MINT-Bildung (33 %) und digitale Fähigkeiten (32 %). Auch Kooperations- und Kommunikationsfähigkeiten (29 %) sowie unternehmerische Kompetenzen (27 %) werden als wichtig eingestuft.

Regionale Unterschiede zeigen klare Prioritäten: In Deutschland und den USA stehen kritisches Denken und Problemlösung unangefochten an erster Stelle (jeweils 54 %). In China (51 %) und Frankreich (43 %) hingegen liegt Kreativität vorn. In Indien nehmen digitale Fähigkeiten den Spitzenplatz ein (47 %) – deutlich höhere Werte als in den USA (29 %) und China (23 %).

Eine Gruppe von Kindern trägt VR-Brillen und blickt nach oben. Teile des Bildes sind mit farbigen Pixelblöcken überlagert.
Menschen erwarten, dass Innovation vor allem durch menschliche Fähigkeiten entsteht – nicht durch Technologie allein.

Sollten wir technologischen Fortschritt bremsen?

Menschen gehen in einer städtischen Umgebung an einer Treppe vorbei. Teile des Bildes sind mit farbigen Pixelblöcken überlagert.
Trotz starkem Vertrauen in KI spricht sich eine Mehrheit dafür aus, technologischen Fortschritt vorerst zu verlangsamen.

Die Bedeutung der Künstlichen Intelligenz hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. 70 % der Befragten sehen KI inzwischen als die prägendste Technologie der Zukunft. Gleichzeitig ist der Anteil der Menschen gestiegen, die sich auf das bevorstehende KI-Zeitalter vorbereitet fühlen: 56 % weltweit, darunter 82 % in Indien und 76 % in China. In Deutschland hingegen teilen weniger als die Hälfte diese Zuversicht (40 %).

Zugleich zeigt sich bei vielen Menschen der Wunsch nach mehr Besonnenheit im Umgang mit technischem Fortschritt. 57 % sind der Ansicht, dass der technologische Fortschritt langsamer erfolgen sollte, bis seine Auswirkungen besser bewertet werden können. Die höchste Zustimmung gab es in Indien (72 %), gefolgt von Großbritannien (64 %) und den USA (62 %). In Brasilien, China und Deutschland lag der Wert jeweils bei weniger als der Hälfte.

Stefan Hartung in einem modernen Büro, lächelnd und entspannt.

Das wahre Potenzial technologischer Innovation ist nicht auf Bildschirmen oder in virtuellen Räumen zu finden. Es zeigt sich dort, wo es auf die physische Welt trifft – wo Dinge in Bewegung sind und Technologie das Leben der Menschen einfacher und sicherer macht.

Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH

Die Idee hinter allem: So funktioniert der Tech Compass

Text „Tech Compass 2026“ auf blauem Hintergrund
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Wichtige Fakten

Die Grafik zeigt die wirkungsvollsten Innovationen der vergangenen 20 Jahre. Weltweit liegt das Smartphone mit 60 % klar vorn, gefolgt von KI (25 %), sozialen Medien (24 %) und Navigations-Apps (24 %). In den Ländern stehen Smartphones ebenfalls an erster Stelle – mit Spitzenwerten in Deutschland (67 %) und den USA (66 %). KI erreicht 40 % in China und 41 % in Indien.
Die Grafik zeigt, dass weltweit 51 % finden, dass das Bildungssystem innovatives Denken fördert. Die Werte reichen von 30 % in Deutschland bis zu 77 % in China und 76 % in Indien.
Die Grafik zeigt die wichtigsten Kompetenzen, die Schulen vermitteln sollten. Global führen kritisches Denken (45 %), Kreativität (40 %) und MINT-Förderung (33 %). Länderspezifisch liegen Kreativität in China (51 %) sowie kritisches Denken in Deutschland und den USA (54 %) vorn.
Die Grafik zeigt, wie viele ihr Kind ermutigen würden, das Studium zugunsten eines Start-ups zu überspringen. Am höchsten ist die Zustimmung in Indien (78 %), gefolgt von den USA und dem Vereinigten Königreich (je 60 %). Deutschland und Frankreich liegen mit 52 % am niedrigsten.
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Studienaufbau

Menschen gehen in einer modernen Stadtunterführung vorbei. Teile des Bildes sind mit farbigen Pixelblöcken überlagert.
Für den Bosch Tech Compass 2026 wurden mehr als 11 000 Menschen in sieben Ländern weltweit befragt.

Im August/September 2025 wurden Personen ab 18 Jahren in sieben Ländern (Brasilien, China, Deutschland, Frankreich Großbritannien, Indien und den USA) online von der Gesellschaft für Innovative Marktforschung mbH (GIM) im Auftrag der Robert Bosch GmbH befragt.

In Deutschland, Frankreich und Großbritannien nahmen jeweils mindestens 1 000 Befragte teil; in Brasilien, China, Indien und den USA waren es jeweils mindestens 2 000. Die Auswahl der Teilnehmer ist hinsichtlich Region, Geschlecht und Alter repräsentativ für jedes Land (BR, DE, FR, UK, US: 18–69 Jahre / CN, IN: 18–59 Jahre).

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Downloads

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Bosch Tech Compass 2025

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Bosch Tech Compass 2024

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Bosch Tech Compass 2023

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Bosch Tech Compass 2022

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Ansprechpartner

Matthias Jekosch
Sprecher für Forschung und Vorausentwicklung, Künstliche Intelligenz und Start-ups

Die weltweiten Ergebnisse („globaler Index“) basieren auf einem Durchschnitt aller sieben Länder ohne Berücksichtigung ihrer Bevölkerungsgröße. Sofern nicht anders angegeben, sind die Werte auf Grundlage der Top 2 Box-Methode dargestellt. Zugunsten einer besseren Lesbarkeit und einer vereinfachten Interpretation wird der globale Index für 2023/2024/2025/2026, jeweils auf Grundlage von sieben Ländern, gelegentlich mit dem Index von 2022 auf Grundlage von fünf Ländern verglichen. Die Berechnung eines globalen Index für 2023/2024/2025/2026 auf Grundlage der fünf Vorjahresländer ergab vergleichbare Ergebnisse.

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