Nachhaltigkeitsstrategie

„Wir handeln wirtschaftlich und verantwortungsvoll zum Wohl von Gesellschaft und Umwelt.“

Verantwortung und Nachhaltigkeit sind Teil unseres Leitbildes.

„We are Bosch“ ‒ unser Leitbild

Bosch in Renningen

Mit unseren Produkten wollen wir Menschen begeistern, ihre Lebensqualität verbessern und gleichzeitig dazu beitragen, natürliche Ressourcen zu schonen. All das spiegelt sich auch in unserem Leitbild „We are Bosch“ wider: Es bringt unser Werteverständnis, unsere Stärken und unsere strategische Ausrichtung zusammen.

Das Leitbild basiert auf sieben zentralen Werten, die von der Zukunfts- und Ertragsorientierung bis zur kulturellen Vielfalt reichen und unsere Unternehmenskultur prägen. Verantwortung und Nachhaltigkeit sind Teil dieses Wertekanons und damit unseres Handelns.

Nachhaltigkeitsstrategie und Organisation

Das neue Zielbild von Bosch

Bosch ist überzeugt: Nur in einer sozial und ökologisch ausbalancierten Welt lässt sich langfristig wirtschaften. Der Anspruch ist stets, den ökonomischen Erfolg zu sichern und gleichzeitig die natürlichen Lebensgrundlagen heutiger und künftiger Generationen zu schützen. Mit einem neuen Zielbild definiert das Unternehmen jetzt neue ehrgeizige Vorhaben bis 2025 und richtet sein Handeln noch konsequenter an den gesellschaftlichen Herausforderungen aus.

Bosch konzentriert sich künftig auf die sechs globalen Themenfelder Klima, Energie, Wasser, Urbanisierung, Globalisierung und Gesundheit. Jedes Feld umfasst zwei wesentliche Aspekte, die mit mittelfristigen Zielen hinterlegt werden.

Das neue Zielbild im Detail

Klima

Klima

Klima

Aspekt 1, CO₂ Scope 1 und 2

Bosch bekennt sich zum Klimaschutz und dem Zwei-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens. In 2020 strebt das Unternehmen CO₂-Neutralität an – sowohl bei den direkten Emissionen (Scope 1) als auch bei den indirekten Emissionen, die mit zugekaufter Energie verbunden sind (Scope 2). Bosch setzt hierfür insbesondere auf Energieeffizienzmaßnahmen an den eigenen Standorten und auf „New Clean Power“ (NCP). Das heißt: exklusive langfristige Lieferverträge für den Bezug von Grünstrom aus Neuanlagen sowie regenerative Eigenerzeugung. Zudem bezieht Bosch Grünstrom mit entsprechenden Herkunftsnachweisen aus vorhandenen Erzeugungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien. Darüber hinaus werden CO₂-Zertifikate mit hoher Qualität wie „Gold Standard“ eingekauft.

Aspekt 2, CO₂ Scope 3

Zudem werden 2019 weitere indirekte Emissionen analysiert (Scope 3) und ein Beitritt zur Science Based Targets Initiative (SBTi) geprüft. Gegründet von Mitgliedern des CDP (ehemals Carbon Disclosure Project), UN Global Compact (UN GC), World Resources Institute (WRI) und World Wide Fund For Nature (WWF), umfasst die Initiative heute über 500 Unternehmen. SBTi möchte wissenschaftsbasierte Ziele im Rahmen der CO₂-Reduktion zu einem Standard der unternehmerischen Praxis machen.

Klima
Energie

Energie

Energie

Aspekt 1, Energieeffizienz

Schlüssel zur Erreichung des Klimaziels ist die Energieeffizienz. Bosch hat ein Einsparziel von 1 700 GWh Energie bis 2030 definiert. Mit Investitionen in Höhe von über einer Milliarde Euro in den nächsten elf Jahren fördert das Unternehmen innovative Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz.

Aspekt 2, Erneuerbare Energien

Gleichzeitig soll die regenerative Eigenerzeugung an den Standorten von 55 GWh auf 400 GWh steigen und sich der Bezug von Grünstrom aus Neuanlagen auf 40 % des gesamten Energieverbrauchs erhöhen (New Clean Power). Bosch geht hierfür langfristige Bezugsverträge ein – und fördert so auch den weiteren Neubau von Anlagen auf Basis erneuerbarer Energien.

Energie
Wasser

Wasser

Wasser

Aspekt 1, Wasserknappheit

Klimaszenarien prognostizieren, dass sich die bestehenden Wasserrisiken durch Knappheit und mangelnde Qualität weiter verschärfen. Daher hat Bosch sein relatives Ziel durch ein absolutes ersetzt: Bis 2025 will das Unternehmen seine absolute Wasserentnahme gezielt an 61 Standorten in Wasserknappheitsgebieten um 25 % reduzieren. Um Wasserrisiken zu erkunden, diese zu bewerten und geeignet darauf zu reagieren, nutzt Bosch den vom WWF entwickelten Wasserrisikofilter. Investitionen in Höhe von 10 Mio. Euro pro Jahr unterstützen dieses Vorhaben, um schnell und an der richtigen Stelle Erfolge und Verbesserungen zu erzielen.

Aspekt 2, Wasserqualitat

Über ein Projekt im Jahr 2019 will Bosch auch beim Thema Wasserqualität und Abwasser eine höhere Transparenz erreichen.

Wasser
Urbanisierung

Urbanisierung

Urbanisierung

Aspekt 1, Lebenszyklusanalysen

In einer zunehmend urbanisierten Welt kommen täglich Produkte zum Einsatz, die durch Herstellung, Gebrauch und am Ende ihrer Nutzungsphase einen ökologischen Fußabdruck hinterlassen. Damit dieser Fußabdruck so klein wie möglich ausfällt, hat Bosch bereits für wesentliche Produktgruppen Lebenszyklusanalysen durchgeführt. Dies entspricht rund 50 % des Umsatzvolumens. Daraus leitet Bosch Potenziale ab, um die ökologischen und sozialen Auswirkungen der Produkte weiter zu verbessern. Ein wichtiger Aspekt ist hierbei das Leitbild der Kreislaufwirtschaft.

Aspekt 2, Ressourcen und Abfall

Der zweite Themenschwerpunkt widmet sich der Vermeidung von Abfällen in der Produktion. Zwei Initiativen ersetzen das relative Abfallziel: die Reduktion von gefährlichen Abfällen und die Steigerung der stofflichen Verwertungsquote.

Urbanisierung
Globalisierung

Globalisierung

Globalisierung

Aspekt 1, Verantwortung

Als global agierendes Unternehmen mit rund 460 Tochter- und Regionalgesellschaften und rund 410 000 Mitarbeitern übernimmt Bosch Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt. Im Mittelpunkt steht, die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Geschäftstatigkeit transparent zu machen und die Nachhaltigkeitsleistung zu steigern. Hierzu entwickelt sich auch die Berichterstattung weiter mit dem Anspruch, entsprechend internationalen Standards transparent über die jährlichen Fortschritte zu kommunizieren: Ab dem Berichtsjahr 2018 wird ein Factbook erstmals in Übereinstimmung mit der GRI-Standards-Option „Core“ veröffentlicht.

Aspekt 2, Lieferkette

Als verantwortungsvoll handelndes Unternehmen rückt Bosch im Kontext der weltweiten Warenströme zudem die vorgelagerte Lieferkette (Lieferanten der Lieferanten) in den Blick. Ziel ist es, ab 2019 die ökologischen und sozialen Risiken im Liefernetzwerk noch klarer zu identifizieren und daraus die bisherigen Maßnahmen weiterzuentwickeln.

Globalisierung
Gesundheit

Gesundheit

Gesundheit

Aspekt 1, Arbeitsschutz

Bosch ist es ein wichtiges Anliegen, Gefährdungen für Mensch und Umwelt zu vermeiden. Bis 2020 soll die Unfallrate 1,7 Unfalle pro einer Million Arbeitsstunden oder weniger betragen. Da ein Großteil der Unfälle verhaltensbedingt ist, analysiert das Unternehmen 2019 intensiv die Situationen von Beinahe-Unfällen. Schwerpunkt ist das Erkennen potenzieller Unfall- und Gesundheitsrisiken fur Mitarbeiter, um Vorsorgemaßnahmen frühzeitig einzuleiten und Risiken abzuwenden.

Aspekt 2, Gefahrstoffe

Zentrale Themen zum Schutz von Mensch und Umwelt sind die Einhaltung von Stoffverboten und die Reduktion von gefahrlichen Stoffen. Das gilt sowohl für die Produktion als auch fur die Erzeugnisse. Zum effizienten Management von Stoffverboten und -restriktionen – insbesondere für Produkte – baut Bosch das zentrale IT-System Material Data Management for Compliance and Sustainability (MaCS) weiter aus. Das skalierbare System ermöglicht eine automatisierte Prüfung von Stücklisten je Produkt und Regulierungsrahmen und kommt bereits erfolgreich in verschiedenen Geschäftsbereichen zum Einsatz.

Gesundheit

Organisation

Organisation von Nachhaltigkeit bei Bosch

Bei Bosch betrachten wir Nachhaltigkeit ganzheitlich.

Höchstes Fachgremium für Nachhaltigkeit ist der Steuerkreis Corporate Social Responsibility unter Leitung des Vorsitzenden der Geschäftsführung.

Die strategische Ausrichtung in Sachen Nachhaltigkeit wird gemeinsam durch die Bereiche Kommunikation und Regierungsbeziehungen sowie EHS und Nachhaltigkeit entwickelt.

Der inhaltliche Fokus des Bereichs Kommunikation und Regierungsbeziehungen liegt auf der Nachhaltigkeitskommunikation und dem Stakeholder Engagement. Der Bereich EHS und Nachhaltigkeit ist für das Nachhaltigkeitsmanagement zuständig. Dieses umfasst insbesondere die Erstellung von Konzepten zur Weiterentwicklung, die Zielsetzung und -verfolgung sowie die Ausarbeitung und Begleitung von Programmen.

Verantwortlich für die weltweite Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie sowie für die Kontrolle der jeweiligen Zielerreichung sind die Fachverantwortlichen in den Geschäftsbereichen.

Fokus auf das Wesentliche

Wesentlichkeitsmatrix

Mit Hilfe einer Wesentlichkeitsanalyse legen wir fest, auf welche Aspekte der Nachhaltigkeit wir unsere Aktivitäten fokussieren.

Die Infografik zeigt, welche Aspekte Bosch und seine Stakeholder dabei im Rahmen der definierten Handlungsfelder als wesentlich beurteilten. Die Ergebnisse dieser Wesentlichkeitsanalyse bilden auch die Basis für die Auswahl der behandelten Themen in unserem Factbook.

Bosch-Nachhaltigkeitsbericht 2018 factbook

factbook

Nachhaltigkeitsbericht 2018

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