Bauarbeiter mit Bosch-Hammer, 1936
Geschichte

Werkzeug für schwere Arbeiten: Der Bosch-Hammer

Clock 5 Minuten

Nachdem das erste Bosch Elektrowerkzeug – eine Haarschneidemaschine – im Jahr 1928 eher beiläufig ins Produktprogramm aufgenommen wurde, stieg das Unternehmen zwei Jahre später gezielt in die Entwicklung und Herstellung von Elektrowerkzeugen ein.

Schneller und leichter mit elektrischer Unterstützung

Die Grundidee, den Antriebsmotor im Handgriff unterzubringen und somit ein unvergleichlich kompaktes und handliches Werkzeug zu bauen, überzeugte schnell für kleineres wie auch großes Gerät.

Neue Produktbereiche

Bosch-Hammer mit Zubehör, 1939
Bosch-Hammer mit Zubehör, 1939

Der Erwerb eines schwedischen Elektrohammerpatents und die Übernahme einer Berliner Firma, die grundlegende Arbeit auf dem Gebiet der Hochspannungs-Elektrowerkzeuge geleistet hatte, bildeten den Ausgangspunkt für den Einstieg in den neuen Produktbereich der schweren Baustellenwerkzeuge. Folglich stellte Bosch zur Leipziger Frühjahrsmesse 1932 neben seinen universell einsetzbaren Schraubern und Schleifern bereits die erste Generation des Bohrhammers vor - später besser bekannt als „Bosch-Hammer“.
Mit seinem Drallschlagwerk überzeugte das Gerät im harten Dauereinsatz und zog als weltweit erster elektrischer Bohrhammer dieser Bauart auf die Baustellen ein.

Kabellos überall im Einsatz

In den folgenden Jahren wurden die schweren Elektro-Hämmer kontinuierlich technisch weiterentwickelt und kamen zudem in insgesamt immer leichteren und handlicheren Modellen auf den Markt. 1984 präsentierte Bosch eine weitere Weltneuheit und erwies sich damit wiederholt als „Hammer-Pionier“: Der erste Akku-Bohrhammer wurde vorgestellt und ermöglichte damit vielseitige Einsätze unabhängig von der Steckdose.

Wie bei Bosch intelligentes Werkzeug-Bestandsmanagement funktioniert,

Erster Akku-Bohrhammer, 1984
Erster Akku-Bohrhammer, 1984

Bettina Simon

Seit 2006 arbeite ich in der Historischen Kommunikation bei Bosch, zunächst im Bereich der Schriftgutarchivierung, mittlerweile bin ich für die Technikgeschichte zuständig und kümmere mich um die Produktsammlung. Anfragen zu Bosch in Osteuropa gehören zu meinen Aufgaben, außerdem betreue ich Ausstellungsprojekte in verschiedensten Museen.
Bei gutem Wetter drehe ich gerne eine Runde mit meinem Fiat 500 (Baujahr 1970).

Aufnahme von Bettina Simon

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