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Annemike Unterschütz vor einem magenta-violett-farbenen Hintergrund
Annemike Unterschütz

Pole Position für selbstfahrende Rennwagen

Im Gespräch mit der Informatikerin und Entwicklerin fahrerloser Rennfahrzeuge

Clock 7 Minuten

21.08.2018

Ihre Worte sind eine Kampfansage an Formel-1-Piloten wie Sebastian Vettel und Lewis Hamilton: „In einigen Jahren“, sagt Annemike Unterschütz, „werden fahrerlose Rennautos schneller sein als Boliden mit Menschen am Steuer“.

Durchstarten mit der Formula Student Driverless

Für Unterschütz ist das mehr als nur eine gewagte These. Es ist ihr erklärtes Ziel. Die 22-Jährige ist Mitglied des TU Darmstadt Racing Teams, kurz DART Racing. Zusammen mit ihren Teamkollegen bastelt sie an einem vollkommen autonom fahrenden Rennwagen.

Mit diesem Wagen geht DART Racing bei der Formula Student, dem weltweit größten Konstruktionswettbewerb für Hochschulen, an den Start. Das Kräftemessen für Nachwuchsingenieure gibt es seit 1981, ins Leben gerufen wurde es von der Society of Automotive Engineers (SAE) in den USA. 2017 bewiesen die Verantwortlichen der Formula Student Gespür für den Zeitgeist: Sie fügten dem Wettbewerb die „Driverless“-Klasse hinzu und verdeutlichen damit, welchen Stellenwert das automatisierte Fahren bei Fahrzeug- und IT-Herstellern einnimmt. Unterschütz begrüßte diese Entscheidung: „Mit Rennautos lässt sich gut zeigen, was in diesem Bereich alles machbar ist.“

„In ein paar Jahren werden fahrerlose Rennwagen sicherlich schneller sein, besonders bei Beschleunigungsrennen.“

Annemike Unterschütz

Entwicklungsarbeit in rasender Geschwindigkeit

Annemike Unterschütz

Natürlich unterscheiden sich die Bedingungen auf der Rennpiste in wichtigen Punkten von denen im alltäglichen Straßenverkehr: „Wir müssen weder auf Passanten noch auf andere Autos achten“, sagt Unterschütz. Sie sieht jedoch einen großen Vorteil darin, solche Faktoren ausblenden zu dürfen. „Indem wir praktisch in einem geschützten Raum arbeiten, können wir einzelne Probleme des autonomen Fahrens ausführlich beleuchten und nach Lösungen suchen. Dazu gehört beispielsweise die Strecken- und Hinderniserkennung, die auf unserem abgesperrten Areal einfacher zu testen ist als in der Öffentlichkeit.“

9 Monate

Dauer der Entwicklungsphase eines fahrerlosen Rennwagens.

Die Rennstrecke als Testgelände für selbstfahrende Autos: Wie das in der Praxis aussieht, zeigt das Beispiel des Acceleration-Wettbewerbs der Formula Student Driverless. Hier werden die Rennwagen aus dem Stand beschleunigt – das Basisfahrzeug der TU Darmstadt schafft es in weniger als drei Sekunden von null auf hundert. Im Gegensatz zu einem menschlichen Fahrer kann die Maschine dabei keine Fehler machen: „Der optimale Beschleunigungsvorgang lässt sich einprogrammieren“, sagt Unterschütz.

Sensoren statt Piloten

Fließt die Erfahrung von Rennpiloten trotzdem in die Entwicklung fahrerloser Rennwagen ein? „Nein“, sagt Unterschütz, „die Ideallinie auf der Rennstrecke kann man auch anhand einer Simulation berechnen. Das richtige Händchen am Steuer wird damit überflüssig: „Für einen fahrerlosen Rennwagen sind Sensoren und Kameras völlig ausreichend.“

Annemike Unterschütz, Informatikerin, im Interview

 

Porträt Annemike Unterschütz

Annemike Unterschütz, 22

Informatikerin und Entwicklerin fahrerloser Rennfahrzeuge

Das Auto weiß selbst am besten, wie es richtig beschleunigt.

Annemike Unterschütz studierte nach dem Abitur 2013 in der Region Guilin in China Chinesisch und Literatur. 2018 absolvierte sie den Bachelor in Informatik an der TU Darmstadt. Sie ist dort Mitglied des zehnköpfigen Kernteams der Formula Student Driverless.

Fazit

Rennwettbewerbe mit fahrerlosen Autos sind mehr als eine Spielerei: Hier können wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung des automatisierten Fahrens gewonnen werden – und zwar rasend schnell.

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