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Bosch Vivatmo-System

Für ein besseres Leben mit Asthma

Mutter und Kind in einer Küche, Atemtestgerät wird verwendet, Smartphone in der Hand

Für Millionen von Asthma-Patientinnen und -Patienten ist es eine alltägliche Herausforderung: mit ihrer Erkrankung gut zurechtzukommen. Florian Mirschinka, Entwicklungsingenieur bei Bosch Healthcare Solutions, erklärt, warum: „Asthma wird oft nur basierend auf den Symptomen behandelt. Aber das ist nur passives Reagieren. Es packt das Problem nicht bei der Wurzel. Die eigentliche Ursache von Asthma liegt tiefer – eine chronische verborgene Entzündung der Atemwege. Aber diese ist unsichtbar. Und etwas Unsichtbares lässt sich schwer behandeln.“

Was wäre, wenn man diesen unsichtbaren Feind sichtbar machen könnte – auch ohne Arztbesuch zu Hause?

Dem unsichtbaren Feind auf der Spur

Florian Mirschinkas tägliche Arbeit dreht sich um die Vivatmo-Technologie. Sie ermöglicht es, den FeNO-Wert von Patienten zu messen. FeNO ist die Abkürzung für Fraktioniertes exhaliertes Stickstoffmonoxid – ein innovativer Biomarker für Atemwegsentzündungen. Wenn die Atemwege entzündet sind, produziert der Körper mehr Stickstoffmonoxid (NO), das in der ausgeatmeten Luft gemessen werden kann. Je höher der NO-Anteil in der Atemluft, desto stärker können entzündliche Prozesse ausgeprägt sein. Der FeNO-Wert kann Hinweise auf die verborgene Entzündung geben.

Unsere Vivatmo-Technologie

Sprechende Person vor Glaswänden; Untertitel „their sensitivity“
YouTube

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Die Nadel im Heuhaufen finden

Allerdings ist die NO-Konzentration in der Atemluft verschwindend gering – gemessen wird in Milliardstel Teilen: „Das ist wie fünf einzelne braune Grashalme auf einem ganzen Fußballfeld zu finden“, erklärt Mirschinka.

Bosch ist weltweit der erste Hersteller, der mit „Vivatmo me“ auch ein hochpräzises FeNO-Messgerät für zu Hause anbietet. Dahinter stecken Hochleistungssensoren aus dem Konzern. Im Gegensatz zu anderen FeNO-Messgeräten nutzt sich der Vivatmo-Sensor nicht ab, er leidet nicht unter chemischer Alterung. Das heißt, die Nutzer können sich stets auf akkurate Ergebnisse verlassen – über die gesamte Lebensdauer des Geräts.

Person in blauem Hemd lehnt im Büro an Tisch, Whiteboards mit Notizen im Hintergrund

Die Sensoren in den Geräten sind hochpräzise – ihre Empfindlichkeit ist vergleichbar mit der Suche nach fünf braunen Grashalmen auf einem ganzen Fußballfeld.

Florian Mirschinka, Entwicklungsingenieur bei Bosch Healthcare Solutions

Vom Labor ins Wohnzimmer der Patienten

Die Vivatmo-Technologie wurde zunächst für Arztpraxen entwickelt – als Ergänzung zu herkömmlichen Methoden, bei denen meist die Symptome im Vordergrund stehen. Die FeNO-Messung ermöglicht eine fundiertere Diagnose und Risikoeinschätzung. Und sie gibt dem Arzt wichtige Hinweise zur Unterstützung bei der Auswahl und Dosierung der Medikamente.

Allerdings sind sporadische FeNO-Messungen in der Praxis nur Momentaufnahmen. Sie zeigen nicht, wie sich die Atemwegsentzündung in der Zeit zwischen den Arztbesuchen entwickelt. So können Ärzte und Patienten nicht auf akute Veränderungen und Risiken reagieren. Deshalb hat Bosch die FeNO-Messung für zu Hause entwickelt: Mit Vivatmo me können Betroffene jederzeit ganz einfach ihren Entzündungswert selbst messen. Wer die dazugehörige Vivatmo app nutzt, kann die Werte automatisch in das digitale Asthma-Tagebuch übertragen. Neben dem Entzündungsverlauf können die Nutzer dort auch andere wichtige Infos dokumentieren, wie Pollenflug, Medikation oder Asthma-Symptome. Daraus ergibt sich ein vollständigeres Bild vom Krankheitsverlauf. Die monatlichen App-Reports können dem behandelnden Arzt helfen, die Therapie zu optimieren.

Person sitzt auf Sofa und nutzt Atemmessgerät, Smartphone in der Hand, Tisch im Vordergrund
Der Test mit Vivatmo me gelingt spielend einfach auf dem heimischen Sofa.
Atemmessgerät, Smartphone und Tablet mit App sowie Ausdruck mit Messdaten auf Tisch
Die FeNO-Werte können in der Vivatmo app, als Monatsreports oder in Drittanbieter-Apps visualisiert werden.
Person benutzt Atemmessgerät in Praxis, medizinisches Personal zeigt auf Tablet
Für die Anwendung in der Arztpraxis gibt es das Vivatmo pro.
Nahaufnahme Hand zeigt auf Display eines medizinischen Geräts mit Diagramm
Professionelle FeNO-Messung in der Arztpraxis.
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Vivatmo me im Einsatz: Linas Geschichte

Was diese Technologie im Alltag bedeutet, zeigt die Geschichte der 13-jährigen Lina. Aufgrund von Belastungs- und allergischem Asthma konnte die begeisterte Turnerin oft nicht mehr am Sport teilnehmen. Es fühlte sich an wie ein Druck auf der Brust, und das Ein- und Ausatmen war sehr schwer.

Die Wende kam mit Vivatmo me. Durch die regelmäßige Messung zu Hause konnten Lina und ihre Eltern erstmals den unsichtbaren Entzündungsverlauf verfolgen. Als sie steigende FeNO-Werte in der App sahen, die mit Linas Symptomen übereinstimmten, konnte – in Rücksprache mit ihrem Arzt Dr. med. Speidel – die Therapie gezielt angepasst werden.

Ich muss nicht erst warten, bis die Lungenfunktion sich verschlechtert. Wir können viel schneller reagieren und damit einen stabilen Verlauf bei den Patienten erzielen.

Dr. med. Speidel, behandelnder Arzt

Für die Familie bringt das Gerät mehr Sicherheit und Gelassenheit. Linas Mutter schätzt die einfache Handhabung und dass ihre Tochter alles selbstständig machen kann. Und Lina? Sie ist heute nahezu beschwerdefrei. „Im Schulsport zum Beispiel kann ich wieder alles mitmachen. Man ist ein Stückchen mehr wie die anderen.“

Lina im Profil
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Eine Zukunft, in der jeder aufatmen kann

Für Florian Mirschinka und das Vivatmo-Team ist die Reise aber noch nicht zu Ende. „Wir arbeiten weltweit mit Ärzten, Experten und Kostenträgern daran, diese Technologie noch mehr Menschen zugänglich zu machen.“ Sie haben die Vision, dass Bosch das Leben vieler weiterer Asthmapatienten auf der Welt verbessert. Ganz im Sinne von „Technik fürs Leben“.

Was ist FeNO?

Bei Asthma sind die Atemwege entzündet und es entsteht Stickstoffmonoxid in der Schleimhaut. Das kann man beim Ausatmen messen als Fraktioniertes exhaliertes Stickstoffmonoxid (FeNO). Je höher der Wert, desto stärker die Entzündung. Der Entzündungsmarker FeNO gilt als etablierter Bestandteil der fachärztlichen Diagnostik.

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