Pitch-Bühne für den BCX Hackathon
Nachhaltigkeit

Hacken für den guten Zweck

Die Social Impact Challenge auf der Bosch ConnectedWorld zeigt, wie das Internet der Dinge soziale und ökologische Herausforderungen meistert

Die Bosch ConnectedWorld (BCW) im Mai 2019 bot den rund 5 000 Teilnehmern nicht nur über 150 Sprecher auf sechs verschiedenen Bühnen — im Rahmen des BCX Hackathon gab es auch eine echte Neuheit: Erstmals stand eine Social Impact Challenge auf der Tagesordnung.

Fünf Teams traten an, um vier Nichtregierungsorganisationen und das UN World Food Programme bei der Bewältigung von sozialen und ökologischen Herausforderungen zu unterstützen.

Das Internet der Dinge erleichtert zunehmend unseren Alltag. Wir finden aber, es kann noch viel mehr: Einen Beitrag zur Welternährung leisten oder etwa den Zugang zu sanitären Anlagen in Krisenregionen verbessern. Das IoT kann dazu beitragen, dass unsere Welt auch im Großen besser wird.

Annette Wagner, Leiterin Nachhaltigkeit und Ideenschmiede und begeisterter Coach der Social Impact Challenge

Wie kann das Internet der Dinge die Welt verändern?

Wir alle kommen täglich mit dem Internet der Dinge (IoT) in Berührung, häufig realisieren wir es gar nicht. Wer denkt schon an dieses Schlagwort, wenn er beispielsweise auf die Paketverfolgung klickt? Doch genau das bietet IoT: Smarte, technische Lösungen, die uns den Alltag erleichtern. Die Bosch ConnectedWorld führt kluge Köpfe zusammen, um innovative Lösungen für tägliche Aufgaben zu finden.

Hackathon mit Social Impact

5 000

Teilnehmer

Mehr als 150

Redner

5

Hack Challenges

Der Hackathon

Hackathon mit Social Impact

Im Rahmen der BCW findet der Hackathon statt, eine dreitägige Challenge für Backend- und Frontend-Entwickler, die darauf setzt, Probleme aufzudecken und passende Lösungen zu entwicklen. In diesem Jahr wurde der Hackathon erstmals um eine weitere Challenge ergänzt, die Bosch besonders am Herzen liegt: Die neu initiierte Social Impact Challenge zielt darauf ab, Antworten zu finden, die helfen, die Welt nachhaltig besser zu machen.

Die entsprechend motivierten Teilnehmer waren aufgerufen, zusammen mit vier Nichtregierungsorganisationen und dem UN World Food Programme Lösungen für soziale und ökologische Herausforderungen zu finden. Nach über 30 Stunden programmieren und tüfteln haben die fünf Teams ihre Lösungen in einem Pitch den Besuchern vorgestellt. Gewonnen hat das Team Insectus, das Preisgeld wurde direkt an die NGO gespendet — und auch gleich die gemeinsame Weiterentwicklung der IoT-Lösung ins Auge gefasst.

Die Hacker arbeiten zusammen
Gewinner Hackathon
Arbeiten am Flipchart

Drei Beispiele, wie IoT die Welt verbessern kann

Insectus, Preisträger der Social Impact Challenge 2019: Diese Inititative unterstützt die Zucht von proteinreichen Insekten, um den Hunger und Nährstoffmangel in afrikanischen Ländern zu bekämpfen. Die auf dem Hackathon entwickelte Lösung kann dabei helfen, mittels Sensoren die Temperatur, den CO₂ Gehalt und die Feuchtigkeit im Brutkasten zu messen und so optimale Bedingungen für die Entwicklung zu schaffen. So haben die Larven die bestmöglichen Voraussetzungen, um heranzuwachsen.

Wash Net Team: Ein Zusammenschluss mehrerer Nichtregierungsorganisationen, die sich weltweit für den Zugang zu sauberem Wasser und eine sichere Sanitätsversorgung einsetzen. Auch hier kann das IoT unterstützen: Die entwickelte App kann zum Beispiel den Wasserstand in Tanks überwachen und bei einem Niedrigstand melden, dass Wasser nachgefüllt werden muss. So können die Funktionalität und Sauberkeit von Toiletten sichergestellt werden. Die App gibt außerdem in einem Verzeichnis einen Überblick über alle verfügbaren Sanitärstationen und ermöglicht es den Usern, verschmutzte oder wartungsbedürftige Toiletten zu melden. Und wer Seife verwendet, bekommt dank der Smiley-Funktion ein Lächeln geschenkt.

Fairventures Worldwide engagiert sich entlang der gesamten Holzwertschöpfungskette. Ein Projekt ist die Aufforstung von abgeholzten und stark degradierten Flächen in Indonesien. Um das Wachstum der einzelnen Bäume besser kontrollieren zu können, wurde einen clevere Lösung entwickelt. Die Bäume erhalten ein dehnbares Band, auf dem ein individueller QR Code abgedruckt ist. Wird dieser Code gescannt, kann anhand des Verhältnisses von QR Code und Stamm der Durchmesser und die Höhe des Baumes ermittelt und so das Wachstum bestimmt werden.

Fazit

Der Hackathon auf der Bosch ConnectedWorld 2019 bot den 5 000 Teilnehmern vielfältige Möglichkeiten, IoT live zu erleben. Dabei zeigte die neue Social Impact Challenge auf: Das Internet der Dinge kann nicht nur zu einem komfortableren Alltag beitragen, etwa in der Mobilität oder der Nutzung von Gebäuden; smarte IoT-Lösungen machen unsere Welt auch im Großen nachhaltig besser.

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