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Bosch in Indien

Tradition trifft Technologie

Sandeep C D, ein Mann mit dunklem Haar in Motorradkleidung, der selbstbewusst in die Kamera blickt. Sein Porträt ist mit einer Verkehrsszene in Indien überlagert, in der im Hintergrund gelbe und grüne Autorikschas zu sehen sind.

Es ist noch früh an diesem Morgen in Bengaluru. Doch die indische Metropole ist schon hellwach. Autos teilen sich die Straßen mit grün-gelben Autorikschas, Transportern, Fahrrädern, Fußgängern und Motorrädern. Es wird gehupt und ausgeschert, die Spur gewechselt und Bürgersteige genutzt, abrupt gebremst und Gas gegeben. Sandeep C D schlängelt sich auf seinem Motorrad geschickt durch den Verkehr, nutzt Lücken zwischen anderen Fahrzeugen und ist so schneller am Ziel. Er braucht für die 13 Kilometer zu seinem Arbeitsplatz zwischen 35 und 90 Minuten. „Wir messen Entfernung in Zeit, nicht in Kilometern“, lacht der passionierte Motorradfahrer. Heute war es relativ entspannt. Die letzten Meter geht es vorbei an einem Hochhaus, dessen roter Schriftzug verrät, wo Sandeep C D arbeitet: Bosch.

Eine Luftaufnahme aus großer Höhe zeigt eine weitläufige Stadtlandschaft unter einem diesigen Himmel, mit einem modernen, mehrstöckigen Gebäude im Mittelpunkt, das prominent das rote „BOSCH“-Logo an seiner oberen Fassade zeigt.
Bosch hat seinen indischen Hauptsitz seit 1954 in Bengaluru, nachdem das Unternehmen bereits 1922 seine erste Vertriebsniederlassung in Kalkutta eröffnet hatte.

In Bengaluru hat das Unternehmen seit 1954 seinen indischen Hauptsitz, während es bereits 1922 in Kolkata das erste Vertriebsbüro eröffnet hatte. Heute ist Bosch fest in der indischen Wirtschaftslandschaft verwurzelt und beschäftigt rund 38 000 Mitarbeitende. Längst ist Indien mit seinen 18 Werken nicht nur ein wichtiger Produktionsstandort, sondern mit 7 Forschungs- und Entwicklungszentren ein Motor für Innovation. Über die vergangenen Jahre haben sich Umsatz und Ergebnis kontinuierlich gesteigert. Der wichtigste Treiber: Mobilitätslösungen. Indien ist der drittgrößte Automobilmarkt der Welt und das Land mit den meisten motorisierten Zweirädern.

Straßenverkehr mit Autorikschas und Motorrädern in einer urbanen Umgebung.
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Nah am Kunden

„In Regionen wie Europa oder Nordamerika dienen Motorräder vor allem der Freizeitgestaltung“, sagt Sandeep C D, nachdem er im Büro die schwere Lederkleidung gegen Stoffhose und Poloshirt getauscht hat. „In Indien hingegen sind sie untrennbar mit dem Alltag verbunden und erfüllen ganz unterschiedliche grundlegende Zwecke – vom Pendeln über die Lieferung von Waren bis hin zur Nutzung als Taxis.“ Sandeep C D ist Entwicklungsleiter im Bosch Geschäftsbereich Two-Wheeler and Powersports in Indien. Rund 50 Mitarbeitende umfasst sein Team, von denen viele an diesem Vormittag im Großraumbüro des Entwicklungszentrums arbeiten. In einem Markt, in dem das Fahren zum Alltag gehört, hat der Geschäftsbereich einen entscheidenden Vorteil: Die Ingenieurinnen und Ingenieure entwickeln nicht nur für Motorradfahrer und Motorradfahrerinnen – sie fahren auch selbst. Einen reinen Schreibtischjob haben sie nicht.

Das wird schon ein Stockwerk tiefer deutlich: In zwei Testlaboren prüfen sie wichtige Parameter: Passen die Daten für Leistung und Emissionen, funktionieren Software und Elektronik wie gewünscht? Die Probe aufs Exempel erfolgt auf der Straße oder auf Teststrecken. In aller Regel zusammen mit dem Kunden, um die Lösung nach seinen Wünschen final auszulegen. „Der Markt basiert auf drei wesentlichen Säulen: Erschwinglichkeit, Effizienz und Komfort“, sagt Sandeep C D. „Eines unserer Kernziele ist es, Motorradfahren nachhaltiger zu machen.“

Das bedeutet: Innovationen beim Antrieb, sei es durch Elektrifizierung oder fortschrittliche Lösungen für Verbrennertechnologien. „In Indien wurden im April 2025 neue, strenge Emissionsvorschriften eingeführt. Als Bosch haben wir eine entscheidende Rolle dabei gespielt, die Hersteller bei der Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen zu unterstützen“, erläutert der Entwicklungsleiter. Mit Erfolg: Die Motorradsparte konnte in Indien zuletzt starke Wachstumsraten vorweisen.

Eine Gruppe von drei Ingenieuren – zwei Männer und eine Frau – steht in einer Werkstatt um ein Motorrad herum. Die Frau, die eine Brille und ein gemustertes dunkles Oberteil trägt, zeigt auf ein offenes Fach am Motorrad, wodurch die inneren Bauteile und Schaltkreise sichtbar werden.
Vom Schreibtisch bis hin zu Testlaboren und Teststrecken – der Geschäftsbereich Two-Wheeler and Powersports von Bosch hat einen entscheidenden Vorteil: Die Ingenieure hier entwickeln nicht nur für Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer – sie fahren auch selbst Motorrad.

Auf Kurs für weiteres Wachstum

Nachhaltigkeit ist nicht nur auf zwei, sondern auch auf vier Rädern ein wichtiger Aspekt in Indien. So haben Bosch und Indiens führender Automobilkomponentenhersteller Tata AutoComp Systems Limited jüngst Pläne für die Gründung eines neuen Gemeinschaftsunternehmens bekanntgegeben. Es soll die Stärken beider Konzerne vereinen, um Wachstumschancen im indischen Markt für Elektromobilität zu erschließen. Und auch im Schwerlastverkehr arbeitet Bosch an Antriebslösungen für eine nachhaltigere Mobilität.

Auf dem Campus in Bengaluru bedeutet das einen kurzen Fußweg: Von der Motorradentwicklung vorbei an einer kleinen Teststrecke geht es zum Gebäude gegenüber. Davor steht ein beschrifteter LKW: „Powered by Hydrogen Engine“ – „Angetrieben von einem Wasserstoffmotor“. Er ist ausgestattet mit Komponenten von Bosch. Ein eigens zertifizierter Testfahrer dreht den Zündschlüssel und drückt das Gaspedal im Leerlauf einige Mal voll durch. Dampf kommt aus dem Auspuff, etwas Flüssigkeit tröpfelt auf den Asphalt.

George Anthony, ein Mann mit dunklem Haar, Schnurrbart und Brille, der ein weißes Hemd mit Kragen trägt, lächelt herzlich.

Wir stoßen fast nur Wasser aus, nahezu null Schadstoffemissionen.

George Anthony, Entwicklungsleiter für Antriebssysteme bei Bosch in Indien

Er erinnert sich noch gut daran, wie das seit 2021 laufende Projekt vor drei Jahren noch einmal deutlich an Fahrt aufgenommen hat. Nachdem die indische Regierung das Ziel ausgerufen hat, Indien zu einem globalen Zentrum für die Produktion, Nutzung und den Export von grünem Wasserstoff zu machen, haben die Bosch-Entwickler Vollgas gegeben. „Innerhalb von gerade einmal sechs Monaten haben wir einen Diesel-LKW in einen Wasserstoff-LKW umgewandelt“, sagt Anthony. Die Technologie sei ideal geeignet, um zu weniger Emissionen im Schwerlastverkehr in Indien beizutragen, weil sie vergleichsweise leicht umzusetzen sei. „Wir können unser Know-How aus dem Dieselbereich übertragen und bestehende Entwicklungs- und Fertigungstechnologien sowie Produktionslinien nutzen“, sagt der Entwicklungsleiter.

Die größte Herausforderung: Sicherheit. „Wasserstoff ist ein explosives Gas, für das besondere Anforderungen beim Einsatz im Straßenverkehr gelten“, führt Anthony aus. Bisher haben er und sein Team alle Hürden erfolgreich genommen und die Vorgaben erfüllt. Mittlerweile dürfen ihre Komponenten für den Wasserstoff-Truck deshalb nicht nur auf Testgeländen und -ständen weiterentwickelt, sondern auch im realen Verkehr getestet werden. „Wasserstoff-LKWs mit unseren Lösungen sind bei einigen Kunden auf indischen Straßen unterwegs und sammeln fleißig Daten“, sagt er. „So können wir sie weiter validieren, verbessern und zur Serienreife führen, bis der Markt bereit ist.“

Ein Jahr haben die Entwickler besonders im Blick: 2030. Ab dann will die indische Regierung jedes Jahr fünf Millionen Tonnen Wasserstoff aus erneuerbaren Energien produzieren. Und bis dahin erwarten die Bosch-Entwickler, dass Wasserstoffmotoren eine wichtige Rolle im LKW-Fernverkehr spielen werden.

Ein großer weißer Lastwagen, der an seinem Kühlergrill prominent die Marken „BOSCH“ und „Hydrogen Engine“ trägt, fährt auf einer mehrspurigen Autobahn. Der Lastwagen ist leicht rechts von der Bildmitte positioniert und bewegt sich auf den Betrachter zu.
Wasserstoff-Test-LKW, die mit Komponenten von Bosch ausgestattet sind, sind bereits auf indischen Straßen unterwegs und sammeln fleißig Daten.

Aus Indien für Indien

Nicht nur auf den Straßen, scheinbar überall ist Bewegung in dem mit rund 1,5 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohnern bevölkerungsreichsten Land der Welt. In einem Viertel von Chennai zeugen Neubauten vom beschleunigten Wachstum und Wandel. In eines der Häuser ist Mohan Kumar mit seiner Familie unlängst eingezogen. Noch ist nicht alles fertig, doch die moderne Küche steht. Ausgestattet mit Geräten von Bosch. „Kochen spielt eine wichtige Rolle in unserem Leben“, sagt seine Frau Prabha Govindaraj Ramakrishnan, die wie ihr Mann berufstätig ist. Gerne bereiten die beiden zusammen Gerichte für die Familie zu.

Ein Mann mit dunklem, lockigem Haar und Schnurrbart, der ein blaues Poloshirt mit rotem Saum trägt, lächelt und blickt nach unten, während er in einem Topf auf einem Herd in einer hell beleuchteten Küche etwas umrührt. Rechts und leicht hinter ihm lächelt eine Frau mit zurückgebundenem dunklen Haar, die eine Brille und ein grün gemustertes Kleid trägt, und blickt ihn an.
Mohan Kumar und seine Frau Prabha Govindaraj Ramakrishnan teilen die Freude am gemeinsamen Kochen in ihrer neuen, mit modernen Bosch-Geräten ausgestatteten Küche. Das Zubereiten von Mahlzeiten für ihre Familie nimmt einen hohen Stellenwert in ihrem Leben ein.

Ihr Favorit ist aber ein anderes Gerät: „Der Abwasch nimmt viel Zeit in Anspruch, da wir dreimal täglich kochen. Wenn wir abends alles in die Spülmaschine stellen, ist es am Morgen sauber. Das macht unser Leben wirklich leichter.“

Zu wissen, was der Zielgruppe schmeckt, ist die Aufgabe von Maleka Rangwala. Sie ist User Experience (UX) Researcherin bei der Bosch-Tochter BSH Hausgeräte und damit Teil eines Teams, das Produkte entwickelt, die speziell auf die Bedürfnisse zukünftiger Nutzerinnen und Nutzer zugeschnitten sind. Das Erfolgsrezept besteht aus vielen Zutaten: Markttrends analysieren, Interviews mit Nutzerinnen und Nutzern führen, Probandinnen und Probanden ins UX-Labor einladen, um genau zu beobachten, was sie zum Waschen, Kochen, Kühlen oder Spülen benötigen. Zu den Menschen nach Hause gehen, um zu sehen, wie sie sich in ihren eigenen Haushalten verhalten. Und schließlich Prototypen erstellen und alle Erkenntnisse in die Produktentwicklung überführen.

Eine Gruppe von fünf Personen – vier Frauen und ein Mann – hat sich in einer modernen Küche versammelt. Eine lächelnde Frau mit langen dunklen Haaren, die eine gelbe Bluse mit Blumenmuster und Jeans trägt, zeigt nach oben auf eine elegante schwarze Dunstabzugshaube mit integrierten Leuchten und Bedienelementen. Sie erklärt etwas über das Gerät.
Von der Analyse von Markttrends bis zur Beobachtung des Nutzerverhaltens: Maleka Rangwala ist Teil eines Teams, das in Indien auf die Bedürfnisse der Menschen zugeschnittene Produkte entwickelt.

„Wir haben etwa festgestellt, dass 14 Prozent unserer Zielgruppe in Indien ihre Waschmaschine regelmäßig mehrere Meter bewegen, weil sie nicht überall Platz sowie Strom- und Wasseranschlüsse haben“, nennt Rangwala ein Beispiel. „Wir haben deshalb Geräte mit Rädern und Griffen auf den Markt gebracht, die sich wie ein Rollkoffer bewegen lassen.“ Auch etliche andere Innovationen sind eigens auf indische Haushalte zugeschnitten. So verfügt etwa die Spülmaschine, die auch Prabha und ihren Mann überzeugt, über ein spezielles Programm namens „Intensive Kadhai Function“, das selbst hartnäckige Überreste von Öl und Gewürzen beseitigt, wie sie in der indischen Küche typisch sind.

Erhältlich sind die Hausgeräte in einem wachsenden Netzwerk von derzeit 90 Bosch-Markengeschäften, die im ganzen Land verteilt sind. Und auch die Fertigung findet in Indien statt. Waschmaschinen und Kühlschränke laufen in Chennai vom Band, so dass die BSH Produkte liefern kann, die nicht nur für indische Haushalte entwickelt, sondern auch lokal gefertigt werden.

Eine Außenaufnahme bei Nacht zeigt ein beleuchtetes Bosch-Geschäft mit dem Schriftzug "BOSCH Invented for life", davor sind lange Lichtspuren von vorbeifahrenden Autos auf der Straße zu sehen.
Ein wachsendes Netzwerk von derzeit 90 Markengeschäften in ganz Indien bietet Bosch Hausgeräte an.
Eine Arbeiterin in einer Fabrik montiert die Tür einer Waschmaschine mit einem Elektroschrauber. Sie trägt graue Handschuhe und eine Schürze, während sie sich konzentriert.
Die Dampftechnologie in lokal hergestellten Waschmaschinen reduziert Falten und macht Bügeln überflüssig.
Eine Weitwinkelaufnahme zeigt das Innere einer großen, beleuchteten Fabrikhalle mit zahlreichen Arbeitsstationen, Maschinen und Arbeitern, die an der Herstellung von Geräten beteiligt sind.
Mit rund 1,5 Milliarden Einwohnern bietet der indische Markt ein großes Potenzial für die Bosch Tochter BSH. Lokale Produktion und die Anpassung an die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer helfen dabei, es auszuschöpfen.
Ein lächelnder Mann in einem grauen T-Shirt und Handschuhen steht neben einem großen braunen Karton mit dem schwarzen Bosch-Logo und der Aufschrift "Invented for life" in einer Fabrikhalle.
In Chennai laufen Waschmaschinen und Kühlschränke von Bosch vom Band.
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Mit der Kraft von Software und KI

Aus der Region für die Region als ein zentraler Weg für das weitere Wachstum in Indien. Zugleich ist das Land über seine Grenzen hinaus für die gesamte Bosch-Gruppe von zunehmender Bedeutung – als ein zentraler Software-Knotenpunkt. Dazu geht es vom Hauptcampus des Unternehmens in Bengaluru eine kurze Autofahrt weiter durch die Stadt. Hinter einem hohen weißen Metallzaun werden Halbrunde Gebäude und eine Palmenallee sichtbar. Hier ist die Zentrale von Bosch Global Software Technologies. In den Büros herrscht eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre: Tastaturen klackern, Blicke sind in die Bildschirme vertieft, Gespräche über Headsets werden geführt und Ideen auf Whiteboards skizziert.

Vier Personen sitzen im Halbkreis auf gestuften weiß-hellgrünen Bänken, schauen lächelnd in ihre Laptops und unterhalten sich. Zwei Männer sind links, eine Frau und ein Mann rechts.
Ob Automobilindustrie, Fertigung oder Gesundheitswesen: Die Teams von Bosch Global Software Technologies arbeiten eng mit Partnern auf der ganzen Welt zusammen, um intelligente Lösungen zu entwickeln.

Rund 30 000 Mitarbeitende beschäftigt das Tochterunternehmen, verteilt über Standorte in Asien, Europa und Nordamerika. Die meisten von ihnen sind jedoch an einem der indischen Standorte tätig. „Wir sind eine der wenigen Einheiten bei Bosch, die ihren Hauptsitz außerhalb von Deutschland haben“, sagt Sharon Jacob, Ingenieurin und aktuell als Referentin der Unternehmensleitung tätig. Und das aus gutem Grund, gilt Bengaluru doch als indisches Pendant zum Silicon Valley.

Die Bosch-Mitarbeiterin Sharon Jacob, eine Frau in einem weißen Pullover, lächelt in die Kamera.

Wir arbeiten eng mit Partnern in aller Welt zusammen, um intelligente Lösungen für alle Lebensbereiche zu entwickeln, zum Beispiel für die Automobilbranche, Fertigung oder das Gesundheitswesen.

Sharon Jacob, Engineer

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Technologien für die Mobilität von Morgen. „Software verändert alle Aspekte rund ums Auto – von der Entwicklung bis zur Wartung“, führt Jacob aus. „Wir unterstützen unsere Kolleginnen und Kollegen weltweit, um Entwicklungsprozesse zu beschleunigen, Lösungen auf Kundenbedürfnisse zuzuschneiden und Innovationen schneller auf die Straße zu bringen.“

Sicherheit im Fokus

Neben der Arbeit an Projekten innerhalb der Bosch-Gruppe, ist das Tochterunternehmen auch selbst am Markt aktiv. Ein Beispiel ist das sogenannte AIShield, eine Sicherheitslösung zum Schutz von KI-Systemen. Was ursprünglich ebenfalls konzipiert war, um intern KI-Lösungen zu schützen, ist seit 2022 auch für externe Kunden verfügbar. „Lange bevor KI-Sicherheit ein Thema in der breiten Öffentlichkeit geworden ist, hat das Team Marktpotential gesehen und bereits an praktischen Ansätzen gearbeitet, um KI-Systeme für den Einsatz in Produkten und Unternehmen als vertrauenswürdig abzusichern“, sagt Suri Madhira, CTO von AIShield, das als unabhängiges, von Bosch Global Software Technologies finanziertes Start-up organisiert ist. Die Lösung sichert KI-Anwendungen vor Angriffen über den gesamten Lebenszyklus hinweg, von der Entwicklung bis zu ihrem Einsatz. Davon profitieren nicht nur Unternehmen. AIShield trägt dazu bei, tägliche Anwendungen wie Chatbots oder automatisiertes Fahren zu schützen.

Der Bosch-Mitarbeiter Sandeep C D, ein Mann in einer schwarz-grauen Motorradjacke und einer schwarzen Hose, sitzt auf einem roten Triumph-Motorrad und hält einen weiß-roten Helm in der Hand. Er blickt den Betrachter direkt an. Das Motorrad steht auf einer asphaltierten Straße, im Hintergrund sind Bäume und Grünflächen zu sehen.
Sandeep und sein Team arbeiten unermüdlich daran, Sicherheitslösungen wie das Motorrad-ABS für alle Segmente zugänglich zu machen und kontinuierlich zu verbessern.

Sicherheit treibt auch Sandeep C D um. „Tragischerweise sind knapp die Hälfte aller tödlichen Verkehrsunfälle im vergangenen Jahr auf Motorrädern passiert – Zweiradfahrerinnen und Zweiradfahrer sind einem höheren Risiko ausgesetzt als Menschen, die im Auto unterwegs sind“, sagt der Entwicklungsleiter im Bosch Geschäftsbereich Two-Wheeler and Powersports in Indien. „Ich habe erlebt, wie schnell Räder blockieren und ein Sturz über den Lenker ohne entsprechende Technik passieren kann.“

Gerade deshalb arbeite sein Team unermüdlich daran, Sicherheitslösungen wie das Motorrad-ABS für alle Segmente zugänglich zu machen und kontinuierlich zu verbessern. „Unsere Mission ist es, jede Fahrt sicherer und nachhaltiger zu machen, ohne den Fahrspaß zu beeinträchtigen“, sagt der Entwicklungsleiter, schnappt sich seinen Helm und macht sich auf den Heimweg. Durch das belebte Gewimmel auf den Straßen von Bengaluru.

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